Eine Plattform für die Wissenschaft: Bauingenieurwesen, Architektur und Urbanistik
Das Mobilitätsskelett – ein integrativer Ansatz zur mehrdimensionalen Betrachtung von urbaner Mobilität
In Städten steigt durch zunehmenden Verkehr und dessen negative Begleiterscheinungen der Handlungsdruck für eine Transformation hin zu einer nachhaltigeren Mobilität. Im Fokus der Betrachtung urbaner Mobilität steht häufig der Besitz und die Nutzung privater Pkw. Scheinbar losgelöst von der Verfügbarkeit attraktiver Verkehrsmittelalternativen spielt das Auto immer noch eine relevante Rolle bei der Gestaltung der persönlichen Mobilität. Bei der Untersuchung des Phänomens der anhaltenden Bedeutung des privaten Pkw in der Gesellschaft stoßen Methoden und Theorien der klassischen Verkehrsforschung an ihre Grenzen. Eine ergänzende und relevante Erklärungsperspektive für die Rolle des Pkw kann die Einbeziehung sozialwissenschaftlicher Erkenntnisse, wie mobilitätsbezogener Einstellungen und ökologische Normorientierungen, liefern. Etablierte Mobilitätserhebungen mit einem Wegetagebuch erfassen durch einen zu kurzen Betrachtungszeitraum von einem Tag entweder nicht ausreichend intrapersonelle Variabilität oder sie können aufgrund des schon hohen Erhebungsaufwands für die Probanden, gerade bei Längsschnitterhebungen, keine zusätzlichen Fragen zu psychographischen Eigenschaften berücksichtigen. Diese Einschränkung bei Längsschnitterhebungen gilt auch für die Betrachtung seltener Fernverkehrsereignisse, die in der Gesamtmobilität von Stadtbewohnern oftmals einen relevanten Anteil ausmachen. Um die Rolle des Pkw in der urbanen Mobilität zu untersuchen oder Zielgruppen zu identifizieren, die heute schon eine nachhaltige Mobilität oder Potenzial für eine Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit besitzen, bedarf es einer geeigneten Erhebungsmethode, welche die genannten Nachteile traditioneller Methoden nicht besitzt. Für eine ganzheitliche Betrachtung wird in der vorliegenden Arbeit ein neuartiges Erhebungskonzept vorgestellt: das Mobilitätsskelett. Dieses verbindet durch den modularen Aufbau die Erhebung der Alltagsmobilität in einer typischen Woche mit seltenen Fernverkehrsereignissen als Quasi-Längsschnitt und ermöglicht ...
Das Mobilitätsskelett – ein integrativer Ansatz zur mehrdimensionalen Betrachtung von urbaner Mobilität
In Städten steigt durch zunehmenden Verkehr und dessen negative Begleiterscheinungen der Handlungsdruck für eine Transformation hin zu einer nachhaltigeren Mobilität. Im Fokus der Betrachtung urbaner Mobilität steht häufig der Besitz und die Nutzung privater Pkw. Scheinbar losgelöst von der Verfügbarkeit attraktiver Verkehrsmittelalternativen spielt das Auto immer noch eine relevante Rolle bei der Gestaltung der persönlichen Mobilität. Bei der Untersuchung des Phänomens der anhaltenden Bedeutung des privaten Pkw in der Gesellschaft stoßen Methoden und Theorien der klassischen Verkehrsforschung an ihre Grenzen. Eine ergänzende und relevante Erklärungsperspektive für die Rolle des Pkw kann die Einbeziehung sozialwissenschaftlicher Erkenntnisse, wie mobilitätsbezogener Einstellungen und ökologische Normorientierungen, liefern. Etablierte Mobilitätserhebungen mit einem Wegetagebuch erfassen durch einen zu kurzen Betrachtungszeitraum von einem Tag entweder nicht ausreichend intrapersonelle Variabilität oder sie können aufgrund des schon hohen Erhebungsaufwands für die Probanden, gerade bei Längsschnitterhebungen, keine zusätzlichen Fragen zu psychographischen Eigenschaften berücksichtigen. Diese Einschränkung bei Längsschnitterhebungen gilt auch für die Betrachtung seltener Fernverkehrsereignisse, die in der Gesamtmobilität von Stadtbewohnern oftmals einen relevanten Anteil ausmachen. Um die Rolle des Pkw in der urbanen Mobilität zu untersuchen oder Zielgruppen zu identifizieren, die heute schon eine nachhaltige Mobilität oder Potenzial für eine Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit besitzen, bedarf es einer geeigneten Erhebungsmethode, welche die genannten Nachteile traditioneller Methoden nicht besitzt. Für eine ganzheitliche Betrachtung wird in der vorliegenden Arbeit ein neuartiges Erhebungskonzept vorgestellt: das Mobilitätsskelett. Dieses verbindet durch den modularen Aufbau die Erhebung der Alltagsmobilität in einer typischen Woche mit seltenen Fernverkehrsereignissen als Quasi-Längsschnitt und ermöglicht ...
Das Mobilitätsskelett – ein integrativer Ansatz zur mehrdimensionalen Betrachtung von urbaner Mobilität
Behren, Sascha von (Autor:in) / Vortisch, P.
21.10.2021
Hochschulschrift
Elektronische Ressource
Deutsch
Verkehrswende , Mobilitätstypen , Wahlmodelle , Psychologie , mobilitätsbezogene Einstellungen , Pkw-Nutzung , Erhebungsansatz , München , Shanghai , info:eu-repo/classification/ddc/690 , Berlin , Mobilitätsskelett , latente Klassenmodelle , Mobilitätsverhalten , ddc:690 , urbane Mobilität , Verkehrsmittelwahl , San Francisco , Buildings , Segmentierung , Pkw-Abhängigkeit
MOWENDIS 2030. Eine Vision nachhaltiger urbaner Mobilität
DataCite | 2021
|Innovative Bussysteme zur Sicherung urbaner Mobilität
IuD Bahn | 2006
|