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Lachgasemissionen bei der Behandlung von Prozesswässern im Deammonifikationsverfahren
Zusammenfassung Die Deammonifikation, ein Verfahren bei dem Ammonium mithilfe von AnammoxBakterien anaerob oxidiert wird, hat sich als gute Lösung zur Behandlung hoch belasteter Prozesswässer aus der Schlammbehandlung erwiesen. Dabei wirken sich der geringe Energiebedarf und der Verzicht auf organischen Kohlenstoff günstig auf die Energiebilanz der Gesamtanlage aus. Da bei der Deammonifikation die herkömmliche Stickstoffumsetzung über Nitrit abgekürzt wird, kommt es vermehrt zu Zwischenprodukten von denen Lachgas klimarelevant ist. Auf der seit 2004 in Betrieb befindlichen DEMON- Anlage zur Presswasserbandlung der Kläranlage Strass im Zillertal des Abwasserverbandes Achental-Inntal-Zillertal (AIZ) wurden daher eine Reihe von Untersuchungen der Lachgasemissionen aus diesem Verfahren durchgeführt. Es zeigte sich, dass der Lachgasanteil bei 0,9 % bis 1,3 % der gesamten behandelten Stickstofffracht aus dem Prozesswasser liegt. Diese Ergebnisse liegen im Vergleich mit anderen Deammonifikationsanlagen im unteren Bereich. Da die Mechanismen der Lachgasemissionen noch nicht restlos geklärt sind, wurde eine Reihe von Messungen unter verschiedenen Betriebsbedingungen durchgeführt. Während Änderungen der Leitparameter pH und Sauerstoff keinen direkten Einfluss zeigten, wurden unter Nitritakkumulation erhöhte Lachgasemissionen festgestellt. Die pH-Wert- Regelung des einstufigen DEMON- Prozesses verhindert eine Nitritakkumulation und wirkt sich somit positiv in Richtung verminderter Lachgasemissionen aus. Eine Vergleichmäßigung der Zulauffracht durch einen entsprechenden Prozesswasserspeicher gewährleistet einen gleichmäßigen Betrieb und verhindert wechselnde Bedingungen, die zu erhöhten Lachgasemissionen führen würden
Lachgasemissionen bei der Behandlung von Prozesswässern im Deammonifikationsverfahren
Zusammenfassung Die Deammonifikation, ein Verfahren bei dem Ammonium mithilfe von AnammoxBakterien anaerob oxidiert wird, hat sich als gute Lösung zur Behandlung hoch belasteter Prozesswässer aus der Schlammbehandlung erwiesen. Dabei wirken sich der geringe Energiebedarf und der Verzicht auf organischen Kohlenstoff günstig auf die Energiebilanz der Gesamtanlage aus. Da bei der Deammonifikation die herkömmliche Stickstoffumsetzung über Nitrit abgekürzt wird, kommt es vermehrt zu Zwischenprodukten von denen Lachgas klimarelevant ist. Auf der seit 2004 in Betrieb befindlichen DEMON- Anlage zur Presswasserbandlung der Kläranlage Strass im Zillertal des Abwasserverbandes Achental-Inntal-Zillertal (AIZ) wurden daher eine Reihe von Untersuchungen der Lachgasemissionen aus diesem Verfahren durchgeführt. Es zeigte sich, dass der Lachgasanteil bei 0,9 % bis 1,3 % der gesamten behandelten Stickstofffracht aus dem Prozesswasser liegt. Diese Ergebnisse liegen im Vergleich mit anderen Deammonifikationsanlagen im unteren Bereich. Da die Mechanismen der Lachgasemissionen noch nicht restlos geklärt sind, wurde eine Reihe von Messungen unter verschiedenen Betriebsbedingungen durchgeführt. Während Änderungen der Leitparameter pH und Sauerstoff keinen direkten Einfluss zeigten, wurden unter Nitritakkumulation erhöhte Lachgasemissionen festgestellt. Die pH-Wert- Regelung des einstufigen DEMON- Prozesses verhindert eine Nitritakkumulation und wirkt sich somit positiv in Richtung verminderter Lachgasemissionen aus. Eine Vergleichmäßigung der Zulauffracht durch einen entsprechenden Prozesswasserspeicher gewährleistet einen gleichmäßigen Betrieb und verhindert wechselnde Bedingungen, die zu erhöhten Lachgasemissionen führen würden
Lachgasemissionen bei der Behandlung von Prozesswässern im Deammonifikationsverfahren
Weissenbacher, N. (Autor:in) / de Clippeleir, H. (Autor:in) / Hell, M. (Autor:in) / Wett, B. (Autor:in)
2012
Aufsatz (Zeitschrift)
Deutsch
Lachgasemissionen bei der Behandlung von Prozesswässern im Deammonifikationsverfahren
Springer Verlag | 2012
|Kreislaufführung von Prozesswässern und Wertstofffraktionen
Wiley | 2005
|Pilotversuche zur NH~4-N- Elimination von Prozesswassern
British Library Online Contents | 2001
|British Library Online Contents | 2006
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