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Sicherheit zu einem erschwinglichen Preis!
Explosionsschutz, vor allem von bereits bestehenden Anlagen, bedeutet oft hohe Investitionskosten. Es muß dem Betreiber jedoch klar gemacht werden, daß diese Kosten wirklich notwendig sind. Andererseits wird nach einem schwerem Vorfall oft überreagiert. Leider stellt sich heraus, daß in der Praxis des Explosionsschutzes noch zu oft auf 'Standardlösungen' zurückgegriffen und nicht nach kostengünstigeren Alternativen gesucht wird. Im Beitrag wird anhand praxisbezogener Fallstudien gezeigt, daß eine gründliche Analyse in Zusammenarbeit mit dem Endverbraucher zu einer viel einfacheren, d.h. preiswerteren, Lösung führt, als die ursprünglich anvisierte. Fallstudie 1 beschäftigt sich mit der Beladung eines Schiffes mit raffiniertem Zucker, wobei die Schiffsräume als Speichersilos zu betrachten sind. Elevator und Förderband sind mit Explosionsschutz zu versehen. Hier zeigte die Analyse, daß eine Explosionsunterdrückung des Förderbandes nicht angewiesen ist, es muß jedoch eine Löschmittelbarriere vorgesehen werden, um zu verhindern, daß eine Explosion vom Elevator zum Förderband durchschlägt. Fallstudie 2 betrachtet eine druckfeste Brecheranlage, in der Kunststoff mit sehr hoher Drehzahl gemahlen wird. Aus dem Brecher wird das Produkt pneumatisch zu einem Filter/Abscheider transportiert. Eine Lösung wurde hier durch eine andere Anordnung von Brecher und Filter sowie durch Einbau von Infrarotsensoren zur Funkendetektion gefunden. Fallstudie 3 behandelt eine Mischanlage für pharmazeutisches Pulver. Diese besteht aus zwei parallel aufgestellten Schaufelmischern. Während des Mischvorgangs drehen sich die Schaufeln mit hoher Geschwindigkeit. Der Spalt zwischen den Schaufelenden und der Mischbehälterwand ist sehr klein, so daß hier das Entstehen von Funken und folgedessen auch Explosionsgefahr besteht. Die gewählte Lösung besteht darin, daß nach dem Füllen der Mischer auf fast absolutes Vakuum gebracht wird, bevor der Mischvorgang startet. Das Arbeiten unter Vakuum bietet einen ausgezeichneten Explosionsschutz. Am Ende des Mischvorgangs wird das Vakuum gebrochen, wobei jedoch vorher die Geschwindigkeit der Schaufeln auf unter 1 m/s verringert wird. Das Produkt wird mit niedriger Geschwindigkeit herausgedreht.
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Explosionsschutz, vor allem von bereits bestehenden Anlagen, bedeutet oft hohe Investitionskosten. Es muß dem Betreiber jedoch klar gemacht werden, daß diese Kosten wirklich notwendig sind. Andererseits wird nach einem schwerem Vorfall oft überreagiert. Leider stellt sich heraus, daß in der Praxis des Explosionsschutzes noch zu oft auf 'Standardlösungen' zurückgegriffen und nicht nach kostengünstigeren Alternativen gesucht wird. Im Beitrag wird anhand praxisbezogener Fallstudien gezeigt, daß eine gründliche Analyse in Zusammenarbeit mit dem Endverbraucher zu einer viel einfacheren, d.h. preiswerteren, Lösung führt, als die ursprünglich anvisierte. Fallstudie 1 beschäftigt sich mit der Beladung eines Schiffes mit raffiniertem Zucker, wobei die Schiffsräume als Speichersilos zu betrachten sind. Elevator und Förderband sind mit Explosionsschutz zu versehen. Hier zeigte die Analyse, daß eine Explosionsunterdrückung des Förderbandes nicht angewiesen ist, es muß jedoch eine Löschmittelbarriere vorgesehen werden, um zu verhindern, daß eine Explosion vom Elevator zum Förderband durchschlägt. Fallstudie 2 betrachtet eine druckfeste Brecheranlage, in der Kunststoff mit sehr hoher Drehzahl gemahlen wird. Aus dem Brecher wird das Produkt pneumatisch zu einem Filter/Abscheider transportiert. Eine Lösung wurde hier durch eine andere Anordnung von Brecher und Filter sowie durch Einbau von Infrarotsensoren zur Funkendetektion gefunden. Fallstudie 3 behandelt eine Mischanlage für pharmazeutisches Pulver. Diese besteht aus zwei parallel aufgestellten Schaufelmischern. Während des Mischvorgangs drehen sich die Schaufeln mit hoher Geschwindigkeit. Der Spalt zwischen den Schaufelenden und der Mischbehälterwand ist sehr klein, so daß hier das Entstehen von Funken und folgedessen auch Explosionsgefahr besteht. Die gewählte Lösung besteht darin, daß nach dem Füllen der Mischer auf fast absolutes Vakuum gebracht wird, bevor der Mischvorgang startet. Das Arbeiten unter Vakuum bietet einen ausgezeichneten Explosionsschutz. Am Ende des Mischvorgangs wird das Vakuum gebrochen, wobei jedoch vorher die Geschwindigkeit der Schaufeln auf unter 1 m/s verringert wird. Das Produkt wird mit niedriger Geschwindigkeit herausgedreht.
Sicherheit zu einem erschwinglichen Preis!
Janssens, H. (Autor:in)
2001
9 Seiten, 4 Bilder
Aufsatz (Konferenz)
Deutsch
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