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Die zu untersuchende Materialprobe, im vorgestellten Beispiel Fertigzementputz (Salith ZT der Fels-Werke, Salzgitter), wurde nach Herstellerangaben angemischt und in einer ca. 3 cm dicken Schicht audf mehrere Porenbetonblöcke von 5 cm Dicke aufgetragen. Die Messungen zeigen eine sehr gute Deckung der Messkurven von Trockenschrank und IR-Trockner. Dabei lag die Messzeit mit dem IR-Trockner mit 15 bis 20 Minuten deutlich unter der Zeit der Trockenschrankmethode mit bis zu 300 Minuten. Auffällig ist allerdings der zu hoch liegende erste Messwert bei der IR-Trocknung. Weitere Versuche werden Aufschluss darüber geben, ob es sich hier um einen methodischen Fehler oder einen Handhabungsfehler handelt. Signifikant zu hoch liegen die Messwerte, die das Gann B50 erzielte, wobei einige Werte den Messbereich des Gerätes überschritten haben. Andererseits liegen die mit einem Gann M20 erzielten Messwerte größtenteils unter den Ergebnissen der Darrprobe und täuschen so einen zu geringen Feuchtegehalt vor. Gleiches trifft auf die Kalziumkarbidmethode zu, die konstant zu geringe Feuchtigkeitswerte zeigte. Bei der Untersuchung anderer Baustoffe zeigte die Kalziumkarbidmethode allerdings zu hohe Messwerte an. Mittelfristig wird angestrebt, die Feuchtebestimmung durch IR-Trocknung als juristisch anerkanntes Prüfverfahren zu etablieren.
Die zu untersuchende Materialprobe, im vorgestellten Beispiel Fertigzementputz (Salith ZT der Fels-Werke, Salzgitter), wurde nach Herstellerangaben angemischt und in einer ca. 3 cm dicken Schicht audf mehrere Porenbetonblöcke von 5 cm Dicke aufgetragen. Die Messungen zeigen eine sehr gute Deckung der Messkurven von Trockenschrank und IR-Trockner. Dabei lag die Messzeit mit dem IR-Trockner mit 15 bis 20 Minuten deutlich unter der Zeit der Trockenschrankmethode mit bis zu 300 Minuten. Auffällig ist allerdings der zu hoch liegende erste Messwert bei der IR-Trocknung. Weitere Versuche werden Aufschluss darüber geben, ob es sich hier um einen methodischen Fehler oder einen Handhabungsfehler handelt. Signifikant zu hoch liegen die Messwerte, die das Gann B50 erzielte, wobei einige Werte den Messbereich des Gerätes überschritten haben. Andererseits liegen die mit einem Gann M20 erzielten Messwerte größtenteils unter den Ergebnissen der Darrprobe und täuschen so einen zu geringen Feuchtegehalt vor. Gleiches trifft auf die Kalziumkarbidmethode zu, die konstant zu geringe Feuchtigkeitswerte zeigte. Bei der Untersuchung anderer Baustoffe zeigte die Kalziumkarbidmethode allerdings zu hohe Messwerte an. Mittelfristig wird angestrebt, die Feuchtebestimmung durch IR-Trocknung als juristisch anerkanntes Prüfverfahren zu etablieren.
Materialfeuchtebestimmung an Baustoffen mittels Infrarottrocknug
Nagel, H. (Autor:in)
2002
6 Seiten, 4 Bilder, 1 Tabelle
Aufsatz (Konferenz)
Datenträger
Deutsch
Quantitative zerstörungsfreie Prüfung von Baustoffen mittels Schallemissionsanalyse und Ultraschall
UB Braunschweig | 2002
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