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Nachträgliches Ergänzen schlanker Stahlbetonbalken ohne Montagestützen?
Bauten mit Fertigteilbalken aus Stahlbeton und Elementplatten sind noch wirtschaftlicher, wenn das Einbringen des Ortbetons unterstützungsfrei ohne Montagestützen erfolgen kann. Dazu ist aber eine genaue Berechnung der Verformungen zur korrekten Überhöhung der Fertigteilbalken nötig. Bei einem mehrgeschossigen Parkhaus ist dies mit einem Programm nach Heft 240 DAfStb erfolgt, wobei die Biegeschlankheit mit li/h < 35 den zulässigen Wert nach DIN 1045 eindeutig einhält. Dennoch zeigte das Bauwerk massive Durchbiegungen und musste teilweise abgebrochen und neu errichtet werden. Planmäßige Vergrößerungen der Verformungen während des unterstützungsfreien Betonierens machen es auch bei korrekter Überhöhung unmöglich, eine genaue Oberfläche herzustellen. Auch die Verformungszunahme während des Erhärtens müsste berücksichtigt werden. Die Spannungsumlagerungen wirken sich für die Verformungen im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit mehr aus als für den der Tragfähigkeit. Zur Vermeidung zunehmender Verformungen beim Betonieren und während des Erhärtens wären hier die wegen der Tragfähigkeit eigentlich nicht nötigen Montagestützen doch erforderlich gewesen. Diese Erkenntnisse haben in der DIN 1045-1 neu Eingang gefunden. Das Schlankheitskriterium kann demnach nicht mehr allgemein für biegebeanspruchte Bauteile zum Ansatz gebracht werden, sondern nach 11.3.2 (2) nur noch bei Deckenplatten des üblichen Hochbaus aus Normalbeton. Der Absatz, nachdem bei durch Ortbeton ergänzten Fertigteilquerschnitten so vorgegangen werden darf, als ob der Gesamtquerschnitt von Anfang an einheitlich hergestellt worden sein, wurde gestrichen.
Nachträgliches Ergänzen schlanker Stahlbetonbalken ohne Montagestützen?
Bauten mit Fertigteilbalken aus Stahlbeton und Elementplatten sind noch wirtschaftlicher, wenn das Einbringen des Ortbetons unterstützungsfrei ohne Montagestützen erfolgen kann. Dazu ist aber eine genaue Berechnung der Verformungen zur korrekten Überhöhung der Fertigteilbalken nötig. Bei einem mehrgeschossigen Parkhaus ist dies mit einem Programm nach Heft 240 DAfStb erfolgt, wobei die Biegeschlankheit mit li/h < 35 den zulässigen Wert nach DIN 1045 eindeutig einhält. Dennoch zeigte das Bauwerk massive Durchbiegungen und musste teilweise abgebrochen und neu errichtet werden. Planmäßige Vergrößerungen der Verformungen während des unterstützungsfreien Betonierens machen es auch bei korrekter Überhöhung unmöglich, eine genaue Oberfläche herzustellen. Auch die Verformungszunahme während des Erhärtens müsste berücksichtigt werden. Die Spannungsumlagerungen wirken sich für die Verformungen im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit mehr aus als für den der Tragfähigkeit. Zur Vermeidung zunehmender Verformungen beim Betonieren und während des Erhärtens wären hier die wegen der Tragfähigkeit eigentlich nicht nötigen Montagestützen doch erforderlich gewesen. Diese Erkenntnisse haben in der DIN 1045-1 neu Eingang gefunden. Das Schlankheitskriterium kann demnach nicht mehr allgemein für biegebeanspruchte Bauteile zum Ansatz gebracht werden, sondern nach 11.3.2 (2) nur noch bei Deckenplatten des üblichen Hochbaus aus Normalbeton. Der Absatz, nachdem bei durch Ortbeton ergänzten Fertigteilquerschnitten so vorgegangen werden darf, als ob der Gesamtquerschnitt von Anfang an einheitlich hergestellt worden sein, wurde gestrichen.
Nachträgliches Ergänzen schlanker Stahlbetonbalken ohne Montagestützen?
Quast, Ulrich (Autor:in)
Beton- und Stahlbetonbau ; 99 ; 417-418
2004
2 Seiten, 2 Bilder, 8 Tabellen
Aufsatz (Zeitschrift)
Deutsch
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