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Zur Wirkung von Steinkohlenflugasche auf die chloridinduzierte Korrosion von Stahl in Beton
Es wurde die Wirkung von Steinkohlenflugasche auf die chloridinduzierte Korrosion von Stahl in Beton untersucht. Dabei wurden alle Teilaspekte der chloridinduzierten Korrosion von der Einleitungsphase über den kritischen korrosionsauslösenden Chloridgehalt bis hinein in die Zerstörungsphase durch die Wahl geeigneter Versuchsmethoden betrachtet. Untersucht wurde die Auswirkung stoffspezifischer und betontechnischer Größen wie Zementart, Flugaschefeinheit, Flugaschegehalt, Wasserbindemittelwert, Zuschlaggehalt und -oberfläche auf die Chloriddiffusion (-migration), die Chloridbindung, den kritischen korrosionsauslösenden Chloridgehalt und die Korrosionsgeschwindigkeiten von Stahl in Beton. Die Ergebnisse der Untersuchungen lassen den Schluss zu, dass eine Differenzierung der Leistungsfähigkeit der Bindemittel im Hinblick auf dauerhaften Schutz vor der chloridinduzierten Bewehrungskorrosion von Bauwerken in chloridhaltiger Umgebung in jedem Fall sinnvoll ist. Derzeit wird in der 'federation internationale du beton (fib)' an einem neuen 'Model Code on Service Life Design' gearbeitet, der die probabilistische Dauerhaftigkeitsbemessung in ein Normenformat bringen wird. Der neue Model Code soll im Jahr 2005 erscheinen. In den neuen Betonnormen werden nicht nur die Einwirkung von Chloriden aus dem Meerwasser und die entsprechenden Mindestanforderungen an die Betonzusammensetzung spezifiziert. Chloride können auch durch Taumittel oder über das Grundwasser in den Beton gelangen. Die im Rahmen dieser Arbeit bestimmten Migrationskoeffizienten und die Parameter der Sorptionsisothermen leisten unter dem spezifischen Aspekt der Flugascheverwendung einen wertvollen Beitrag zur präziseren Formulierung des Werkstoffwiderstandes. In massigen frostfrei gegründeten Betonbauteilen, die z. B. einer Chloridbeanspruchung aus dem Boden oder dem Grundwasser unterliegen, können den Erkenntnissen dieser Arbeit zufolge ohne weiteres Flugaschegehalte bis 60 Mol-% eingesetzt werden.
Zur Wirkung von Steinkohlenflugasche auf die chloridinduzierte Korrosion von Stahl in Beton
Es wurde die Wirkung von Steinkohlenflugasche auf die chloridinduzierte Korrosion von Stahl in Beton untersucht. Dabei wurden alle Teilaspekte der chloridinduzierten Korrosion von der Einleitungsphase über den kritischen korrosionsauslösenden Chloridgehalt bis hinein in die Zerstörungsphase durch die Wahl geeigneter Versuchsmethoden betrachtet. Untersucht wurde die Auswirkung stoffspezifischer und betontechnischer Größen wie Zementart, Flugaschefeinheit, Flugaschegehalt, Wasserbindemittelwert, Zuschlaggehalt und -oberfläche auf die Chloriddiffusion (-migration), die Chloridbindung, den kritischen korrosionsauslösenden Chloridgehalt und die Korrosionsgeschwindigkeiten von Stahl in Beton. Die Ergebnisse der Untersuchungen lassen den Schluss zu, dass eine Differenzierung der Leistungsfähigkeit der Bindemittel im Hinblick auf dauerhaften Schutz vor der chloridinduzierten Bewehrungskorrosion von Bauwerken in chloridhaltiger Umgebung in jedem Fall sinnvoll ist. Derzeit wird in der 'federation internationale du beton (fib)' an einem neuen 'Model Code on Service Life Design' gearbeitet, der die probabilistische Dauerhaftigkeitsbemessung in ein Normenformat bringen wird. Der neue Model Code soll im Jahr 2005 erscheinen. In den neuen Betonnormen werden nicht nur die Einwirkung von Chloriden aus dem Meerwasser und die entsprechenden Mindestanforderungen an die Betonzusammensetzung spezifiziert. Chloride können auch durch Taumittel oder über das Grundwasser in den Beton gelangen. Die im Rahmen dieser Arbeit bestimmten Migrationskoeffizienten und die Parameter der Sorptionsisothermen leisten unter dem spezifischen Aspekt der Flugascheverwendung einen wertvollen Beitrag zur präziseren Formulierung des Werkstoffwiderstandes. In massigen frostfrei gegründeten Betonbauteilen, die z. B. einer Chloridbeanspruchung aus dem Boden oder dem Grundwasser unterliegen, können den Erkenntnissen dieser Arbeit zufolge ohne weiteres Flugaschegehalte bis 60 Mol-% eingesetzt werden.
Zur Wirkung von Steinkohlenflugasche auf die chloridinduzierte Korrosion von Stahl in Beton
Wiens, Udo (Autor:in)
Deutscher Ausschuss für Stahlbeton ; 551 ; 1-214
2005
214 Seiten, Bilder, Tabellen, 189 Quellen
Hochschulschrift
Deutsch
Beton , Bewehrung , Bindemittel , Chloridkorrosion , Deckschicht , Flugasche , Meerwasserkorrosion , Modellversuch , Mörtel , Norm , puzzolanische Reaktion , Stahl , Steinkohle , Zement
TIBKAT | 1997
|British Library Conference Proceedings | 1997
|UB Braunschweig | 1997
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