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Das Regelwerk der Gebäudeautomation. Die neuen Rahmenbedingungen durch Normen
Die Schlüsselstellung der Gebäudeautomation in der funktionalen Zusammenarbeit der Gewerke erfordert eine gemeinsame Sprache aller Beteiligten bei Planung, Errichtung und Betrieb, also 'anerkannte Regeln der Technik' (Normen und Richtlinien) - möglichst auf breiter internationaler Basis. Dieser Aufsatz beschreibt den Stand der Regelwerke für Systeme der Gebäudeautomation 2006. Ein Gebäudeautomationssystem, abgekürzt GA-System (engl.: BACS, Building Automation and Control System), steht für vernetzte, mikroprozessorbasierte Einrichtungen, die nach wie vor auch 'DDC' genannt werden. Betrachten wir deren Kommunikations-Netzwerk, so ist es ein GA-Netzwerk (Building Automation and Control Network). Die GA sorgt gemeinsam mit ihren Betreibern, nahezu unsichtbar, dafür, dass der Betrieb eines Gebäudes und seiner technischen Anlagen sicher, ökologisch und ökonomisch optimiert, und daher aufwandsarm abläuft. Ein GA-System führt zuverlässig Regelstrategien im HLK-Bereich aus. Es ist auf Funktionserfüllung für die Betriebszeitoptimierung, Höchstlastbegrenzung sowie Enthalpie- und Heizkennlinienberechnung hin optimiert, und es informiert den Betreiber über Trends sowie aktuelle und zurückliegende Betriebszustände. Die technologischen Funktionen der GA sind es, die diese Abläufe bewirken. Alle Informationen die notwendig sind, damit ein Gebäude in seiner Gesamtheit funktioniert, laufen in der Gebäudeautomation zusammen. Ohne eine gewerkeübergreifende GA ist eine effiziente Betriebsführung nicht mehr denkbar. Die Gebäudetechnik wäre ohne sie nicht beherrschbar und nicht optimierbar. Das Gewerk hat sich zum Koordinationspunkt für alle Gewerke der Technischen Cebäudeausrüstung entwickelt. Die GA verfügt über jene Daten, die für ein Energie- und Betriebskosten-Controlling, aber auch für die Dokumentation eines Öko-Audit-Systems benötigt werden. Ein Nachweis des störungsfreien Betriebs ist möglich. Instandhaltungsrelevante Daten der technischen Anlagen und entsprechende Statistiken sind im GA-System verfügbar. Zugleich dient die GA als Werkzeug für Managementaufgaben wie Analyse, Anpassung und laufende Verbesserung der Betriebsweisen oder zur Umgehung von technischen Störungen. Wenn ein Gebäudeleitsystem, ein Gebäudemanagementsystem oder ein Gebäude-Energiemanagementsystem die Anforderungen der Internationalen Normenreihe DIN EN 150 16484 erfüllt, darf es als ein Gebäudeautomationssystem (GA-System) bezeichnet werden (DIN EN ISO 16484-2, 3.31).
Das Regelwerk der Gebäudeautomation. Die neuen Rahmenbedingungen durch Normen
Die Schlüsselstellung der Gebäudeautomation in der funktionalen Zusammenarbeit der Gewerke erfordert eine gemeinsame Sprache aller Beteiligten bei Planung, Errichtung und Betrieb, also 'anerkannte Regeln der Technik' (Normen und Richtlinien) - möglichst auf breiter internationaler Basis. Dieser Aufsatz beschreibt den Stand der Regelwerke für Systeme der Gebäudeautomation 2006. Ein Gebäudeautomationssystem, abgekürzt GA-System (engl.: BACS, Building Automation and Control System), steht für vernetzte, mikroprozessorbasierte Einrichtungen, die nach wie vor auch 'DDC' genannt werden. Betrachten wir deren Kommunikations-Netzwerk, so ist es ein GA-Netzwerk (Building Automation and Control Network). Die GA sorgt gemeinsam mit ihren Betreibern, nahezu unsichtbar, dafür, dass der Betrieb eines Gebäudes und seiner technischen Anlagen sicher, ökologisch und ökonomisch optimiert, und daher aufwandsarm abläuft. Ein GA-System führt zuverlässig Regelstrategien im HLK-Bereich aus. Es ist auf Funktionserfüllung für die Betriebszeitoptimierung, Höchstlastbegrenzung sowie Enthalpie- und Heizkennlinienberechnung hin optimiert, und es informiert den Betreiber über Trends sowie aktuelle und zurückliegende Betriebszustände. Die technologischen Funktionen der GA sind es, die diese Abläufe bewirken. Alle Informationen die notwendig sind, damit ein Gebäude in seiner Gesamtheit funktioniert, laufen in der Gebäudeautomation zusammen. Ohne eine gewerkeübergreifende GA ist eine effiziente Betriebsführung nicht mehr denkbar. Die Gebäudetechnik wäre ohne sie nicht beherrschbar und nicht optimierbar. Das Gewerk hat sich zum Koordinationspunkt für alle Gewerke der Technischen Cebäudeausrüstung entwickelt. Die GA verfügt über jene Daten, die für ein Energie- und Betriebskosten-Controlling, aber auch für die Dokumentation eines Öko-Audit-Systems benötigt werden. Ein Nachweis des störungsfreien Betriebs ist möglich. Instandhaltungsrelevante Daten der technischen Anlagen und entsprechende Statistiken sind im GA-System verfügbar. Zugleich dient die GA als Werkzeug für Managementaufgaben wie Analyse, Anpassung und laufende Verbesserung der Betriebsweisen oder zur Umgehung von technischen Störungen. Wenn ein Gebäudeleitsystem, ein Gebäudemanagementsystem oder ein Gebäude-Energiemanagementsystem die Anforderungen der Internationalen Normenreihe DIN EN 150 16484 erfüllt, darf es als ein Gebäudeautomationssystem (GA-System) bezeichnet werden (DIN EN ISO 16484-2, 3.31).
Das Regelwerk der Gebäudeautomation. Die neuen Rahmenbedingungen durch Normen
Kranz, Hans R. (Autor:in)
Technik am Bau ; 37 ; 50-57
2006
8 Seiten, 5 Bilder, 1 Tabelle
Aufsatz (Zeitschrift)
Deutsch
Normung , ISO (International Organization for Standardization) , Euronorm , DIN-Norm , Gebäudeautomation , Gebäudeleittechnik , Gebäudemanagement , technische Regel , Regelungssystem , direkte Digitalregelung , Datennetz , Optimalwertregelung , Heizen , Luftentfeuchter , Klimatisierung , Betriebsüberwachung , Informationstechnik , Betriebsführung , Kostenkontrolle , Betriebskosten , Energiekosten , Energiemanagement , Definition , Datenkommunikation , Projektplanung
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