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Risiken, die von Stauanlagen ausgehen
Talsperren sind Ingenieurbauwerke, deren Gefahrenpotenzial von der Öffentlichkeit, besonders aber von den Unterliegern, häufig kritisch hinterfragt wird. Auch wenn Brüche von Stauanlagen statistisch äußerst unwahrscheinlich sind, sollten ihre möglichen Auswirkungen bekannt sein, um entsprechende Vorkehrungen wie die Einrichtung von Frühwarnsystemen oder die Erstellung von Notfallplänen treffen zu können. Im Rahmen der Restrisikobetrachtungen bei Stauanlagen gliedern sich die Untersuchungen zum einen in die Abschätzung der zeitlichen Entwicklung der Bresche im Absperrbauwerk und der damit verbundenen Abflussganglinie und zum anderen in die Beschreibung der Ausbreitung der Flutwelle talabwärts und deren Auswirkungen. Im Gegensatz zu Hochwasserwellen nach Starkniederschlägen oder Schneeschmelze, breiten sich Talsperrenbruchwellen oft bedeutend schneller aus und haben höhere maximale Fluthöhen. Dies sind zwei Besonderheiten, die auch die nummerische Simulation dieser Phänomene erschweren. Das Ergebnis sind i.d.R. Sondergefahrenkarten, die elektronisch gespeichert und in Papierform zumindest den Betreibern und den Katastrophenschutzbehörden vorliegen sollten. Da in den Berechnungsannahmen zahlreiche unscharfe Größen enthalten sind, stellt eine Gefahrenkarte ein bestimmtes Versagensszenario dar. Durch die Erstellung mehrerer Karten können verschiedene Rand- und Anfangsbedingungen erfasst werden.
Risiken, die von Stauanlagen ausgehen
Talsperren sind Ingenieurbauwerke, deren Gefahrenpotenzial von der Öffentlichkeit, besonders aber von den Unterliegern, häufig kritisch hinterfragt wird. Auch wenn Brüche von Stauanlagen statistisch äußerst unwahrscheinlich sind, sollten ihre möglichen Auswirkungen bekannt sein, um entsprechende Vorkehrungen wie die Einrichtung von Frühwarnsystemen oder die Erstellung von Notfallplänen treffen zu können. Im Rahmen der Restrisikobetrachtungen bei Stauanlagen gliedern sich die Untersuchungen zum einen in die Abschätzung der zeitlichen Entwicklung der Bresche im Absperrbauwerk und der damit verbundenen Abflussganglinie und zum anderen in die Beschreibung der Ausbreitung der Flutwelle talabwärts und deren Auswirkungen. Im Gegensatz zu Hochwasserwellen nach Starkniederschlägen oder Schneeschmelze, breiten sich Talsperrenbruchwellen oft bedeutend schneller aus und haben höhere maximale Fluthöhen. Dies sind zwei Besonderheiten, die auch die nummerische Simulation dieser Phänomene erschweren. Das Ergebnis sind i.d.R. Sondergefahrenkarten, die elektronisch gespeichert und in Papierform zumindest den Betreibern und den Katastrophenschutzbehörden vorliegen sollten. Da in den Berechnungsannahmen zahlreiche unscharfe Größen enthalten sind, stellt eine Gefahrenkarte ein bestimmtes Versagensszenario dar. Durch die Erstellung mehrerer Karten können verschiedene Rand- und Anfangsbedingungen erfasst werden.
Risiken, die von Stauanlagen ausgehen
Pohl, Reinhard (Autor:in) / Bornschein, Antje (Autor:in)
Wasser und Abfall ; 9 ; 34-39
2007
6 Seiten, 5 Bilder, 1 Tabelle, 17 Quellen
Aufsatz (Zeitschrift)
Deutsch
Risiken bei der Bemessung und Bewirtschaftung von Fließgewässern und Stauanlagen
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