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Untersuchungen zur Weiterentwicklung von chemisch aufgetriebenen, lufthärtenden, mineralisch gebundenen Schäumen
Porenbeton kann aufgrund seiner Eigenschaften als einziger Wärmedämmstoff auch als Konstruktionswerkstoff eingesetzt werden. Die Poren befinden sich im homogenen Gemisch aus Bindemittel und Feinstzuschlagstoffen. Dieser Beton besteht, neben Zement, Wasser und Sand, aus speziell für die entsprechende Bauaufgabe geeigneten Zusatzstoffen. Eine Neuentwicklung sind auf diesem Gebiet die mineralisch gebundenen Schäume. Untersucht werden hier die Möglichkeiten und Grenzen der Beeinflussung der Eigenschaften dieses Baustoffs. Dabei zeigt sich, dass lufthärtende mineralisch gebundene Schäume im Hinblick auf verbesserte physikalisch-mechanische Ergebnis nicht durch physikalisches Aufschäumen, sondern durch chemisches Auftreiben hergestellt werden sollten. Damit können die Menge und die Porenradienverteilung der Luftporen genau und reproduzierbar eingestellt werden. Die Festigkeit der Schäume ist um so größer, je kugeliger die Luftporen geformt sind, also je geringer ihre Querschnittsfläche oder ihr Durchmesser ist. Chemisch aufgetriebene lufthärtende mineralisch gebundene Schäume sollten zur Erzielung einer hohen Festigkeit bei gleich bleibender Rohdichte Luftporen aufweisen, deren Querschnittsfläche kleiner als 1 mm2 ist. Dabei ist das Gefüge im Bereich der Gel- und Kapillarporen dieser Schäume und dasjenige von Zementleimen, die nicht aufgetrieben worden sind, vergleichbar. Die Verringerung des Wasser/Bindemittelverhältnisses und der Einsatz von Mikrosilica und Fließmittel auf Polycarboxylatether-Basis führen zu höheren Festigkeiten bei gleicher Trockenrohdichte. Durch die Verwendung von geeigneten Zusatzstoffen können Druckfestigkeiten von bis zu 23.4 MPa eingestellt werden. Nach Erkenntnissen dieser Arbeit können diese mineralisch gebundenen Schäume, die bereits praxistauglich sind, durch Reduktion und Variation des hydraulischen Bindemittels, durch Faserzusatz und Mikrosilicavariation hinsichtlich ökonomischer, ökologischer und technischer Aspekte weiterentwickelt werden.
Untersuchungen zur Weiterentwicklung von chemisch aufgetriebenen, lufthärtenden, mineralisch gebundenen Schäumen
Porenbeton kann aufgrund seiner Eigenschaften als einziger Wärmedämmstoff auch als Konstruktionswerkstoff eingesetzt werden. Die Poren befinden sich im homogenen Gemisch aus Bindemittel und Feinstzuschlagstoffen. Dieser Beton besteht, neben Zement, Wasser und Sand, aus speziell für die entsprechende Bauaufgabe geeigneten Zusatzstoffen. Eine Neuentwicklung sind auf diesem Gebiet die mineralisch gebundenen Schäume. Untersucht werden hier die Möglichkeiten und Grenzen der Beeinflussung der Eigenschaften dieses Baustoffs. Dabei zeigt sich, dass lufthärtende mineralisch gebundene Schäume im Hinblick auf verbesserte physikalisch-mechanische Ergebnis nicht durch physikalisches Aufschäumen, sondern durch chemisches Auftreiben hergestellt werden sollten. Damit können die Menge und die Porenradienverteilung der Luftporen genau und reproduzierbar eingestellt werden. Die Festigkeit der Schäume ist um so größer, je kugeliger die Luftporen geformt sind, also je geringer ihre Querschnittsfläche oder ihr Durchmesser ist. Chemisch aufgetriebene lufthärtende mineralisch gebundene Schäume sollten zur Erzielung einer hohen Festigkeit bei gleich bleibender Rohdichte Luftporen aufweisen, deren Querschnittsfläche kleiner als 1 mm2 ist. Dabei ist das Gefüge im Bereich der Gel- und Kapillarporen dieser Schäume und dasjenige von Zementleimen, die nicht aufgetrieben worden sind, vergleichbar. Die Verringerung des Wasser/Bindemittelverhältnisses und der Einsatz von Mikrosilica und Fließmittel auf Polycarboxylatether-Basis führen zu höheren Festigkeiten bei gleicher Trockenrohdichte. Durch die Verwendung von geeigneten Zusatzstoffen können Druckfestigkeiten von bis zu 23.4 MPa eingestellt werden. Nach Erkenntnissen dieser Arbeit können diese mineralisch gebundenen Schäume, die bereits praxistauglich sind, durch Reduktion und Variation des hydraulischen Bindemittels, durch Faserzusatz und Mikrosilicavariation hinsichtlich ökonomischer, ökologischer und technischer Aspekte weiterentwickelt werden.
Untersuchungen zur Weiterentwicklung von chemisch aufgetriebenen, lufthärtenden, mineralisch gebundenen Schäumen
Investigations on the further development of chemically expanded, air hardening, mineralogically bonded foams
Just, Armin (Autor:in)
Berichte aus dem Bauwesen ; 1-182
2008
182 Seiten, Bilder, Tabellen, Quellen
Hochschulschrift
Deutsch
Charakterisierung von mineralisch gebundenen Kompositen zur Impaktdämpfung
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