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Gefahr der Selbstentzündung von Kunststoffabfall. Bakterien und Wasser heizen Plastikmüll an
Auf einigen Deponien oder Zwischenlagern von Kunststoffmonochargen kam es in der Vergangenheit immer wieder lokal zu Verschwelungen und Selbstentzündungen. Untersuchungen an der Universität Rostock haben hierzu ergeben, dass primär thermophile und extrem thermophile Bakterien aber auch chemische Prozesse dafür verantwortlich sind. Die Aufheizungen hängen im wesentlichen vom Wassergehalt der eingebauten Materialien, der Bakterienkonzentration sowie von Stoffwechselprozessen ab. Ubiquitär vorhandene Mikroorganismen können sogar in primär stabilen Kunststoffablagerungen die Startenergie für weitergehende Abbauprozesse liefern. Die Selbsterhitzung kann durch folgende Faktoren beeinflusst werden: (1) ein Wassergehalt < 25 Massen-% verringert Reaktionen sehr stark, (2) dauerhaft sterile Ablagerungen reagieren nicht, (3) bei langen Lagerzeiten (> 10 Jahre) können exotherme Reaktionen zu wärmestauindizierten Bränden führen. Zur Reduzierung der Reaktionen sollte deshalb der Zutritt von Wasser, Nährstoffen und Luft verhindert werden. Weiterhin sollten Abfälle grundsätzlich mit hoher Lagerungsdichte eingebaut werden.
Gefahr der Selbstentzündung von Kunststoffabfall. Bakterien und Wasser heizen Plastikmüll an
Auf einigen Deponien oder Zwischenlagern von Kunststoffmonochargen kam es in der Vergangenheit immer wieder lokal zu Verschwelungen und Selbstentzündungen. Untersuchungen an der Universität Rostock haben hierzu ergeben, dass primär thermophile und extrem thermophile Bakterien aber auch chemische Prozesse dafür verantwortlich sind. Die Aufheizungen hängen im wesentlichen vom Wassergehalt der eingebauten Materialien, der Bakterienkonzentration sowie von Stoffwechselprozessen ab. Ubiquitär vorhandene Mikroorganismen können sogar in primär stabilen Kunststoffablagerungen die Startenergie für weitergehende Abbauprozesse liefern. Die Selbsterhitzung kann durch folgende Faktoren beeinflusst werden: (1) ein Wassergehalt < 25 Massen-% verringert Reaktionen sehr stark, (2) dauerhaft sterile Ablagerungen reagieren nicht, (3) bei langen Lagerzeiten (> 10 Jahre) können exotherme Reaktionen zu wärmestauindizierten Bränden führen. Zur Reduzierung der Reaktionen sollte deshalb der Zutritt von Wasser, Nährstoffen und Luft verhindert werden. Weiterhin sollten Abfälle grundsätzlich mit hoher Lagerungsdichte eingebaut werden.
Gefahr der Selbstentzündung von Kunststoffabfall. Bakterien und Wasser heizen Plastikmüll an
Morscheck, Gert (Autor:in) / Ballin, Günter (Autor:in) / Hartmann, Peter (Autor:in) / Nelles, Michael (Autor:in)
Umweltmagazin ; 38 ; 44-46
2008
3 Seiten, 3 Bilder, 3 Quellen
Aufsatz (Zeitschrift)
Deutsch
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|Recyclingmaterial aus Kunststoff. Gefahr durch Selbstentzündung
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Springer Verlag | 2019
Selbstentzündung – Eine umgebungsbedingte Gefahrenquelle?!
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