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Neugestaltung von historisch gewachsenen Eisenbahnknoten am Beispiel Wien und Salzburg
Die Anforderungen an die Eisenbahn-Infrastruktur haben sich ständig verändert. Eine laufende Anlagenerneuerung und Adaptierung reicht nicht aus um strukturelle Schwächen der Betriebsmodelle zu beseitigen. In urbanen Gebieten stellt sich oft die komplexe Aufgabe unwirtschaftliche Kopfbahnhöfe in leistungsfähige Durchgangsbahnhöfe umzuwandeln, wie es für die Hauptbahnhöfe von Wien und Salzburg geplant ist. Wien besitzt derzeit keinen zentralen Hauptbahnhof. Es gibt vier Kopfbahnhöfe in denen der Großteil des Eisenbahnverkehrs endet. Ein durchgehender Fernverkehr ist derzeit nur mit Umwegen möglich. Der Salzburger Hauptbahnhof hat im österreichischen Eisenbahnnetz einen hohen Stellenwert. Ein Vergleich der beiden Großprojekte in Wien und Salzburg zeigt einige signifikante Gemeinsamkeiten. So hat der Wandel vom Kopfbahnhof zum Durchgangsbahnhof weitreichenden überregionalen Auswirkungen auf das Verkehrssystem, denn es sind Systemknoten mit einem integrierten Taktfahrplan geplant. Die Abwicklung einer hohen Anzahl gleichzeitiger Zugfahrten erfordert die Minimierung der Fahrstraßenkonflikte. Die Mischung von Personenverkehr und Güterverkehr stellt hohe Anforderungen an die Betriebsabwicklung. Die Anlagengestaltung ermöglicht unterschiedliche Betriebsprogramme womit flexibel auf künftige Entwicklungen reagiert werden kann. Die Anordnung von großzügigen Passagen unterhalb der Gleisanlagen stellt hohe Anforderungen an die Bautechnik und erhöht die Komplexität des Projektes. Die volle Ausschöpfung der betrieblichen Möglichkeiten wird erst durch zusätzliche Maßnahmen bei den Zulaufstrecken möglich.
The central station Hauptbahnhof in Vienna and its counterpart in Salzburg are two of the most important transport interchanges in Austria. The authors present the projects to redesign them and make them much more attractive. These projects are highly complex, since they are setting out to strike the optimum balance between many objectives - redesign of the tracks and platforms, conflict-free transfers between as many routes as possible and facilitation of forward-looking timetable models with co-ordinated fixed headways on all routes. The high capital outlay involved makes it necessary to study various traffic scenarios and to consider the long-term development of the transport market.
Neugestaltung von historisch gewachsenen Eisenbahnknoten am Beispiel Wien und Salzburg
Die Anforderungen an die Eisenbahn-Infrastruktur haben sich ständig verändert. Eine laufende Anlagenerneuerung und Adaptierung reicht nicht aus um strukturelle Schwächen der Betriebsmodelle zu beseitigen. In urbanen Gebieten stellt sich oft die komplexe Aufgabe unwirtschaftliche Kopfbahnhöfe in leistungsfähige Durchgangsbahnhöfe umzuwandeln, wie es für die Hauptbahnhöfe von Wien und Salzburg geplant ist. Wien besitzt derzeit keinen zentralen Hauptbahnhof. Es gibt vier Kopfbahnhöfe in denen der Großteil des Eisenbahnverkehrs endet. Ein durchgehender Fernverkehr ist derzeit nur mit Umwegen möglich. Der Salzburger Hauptbahnhof hat im österreichischen Eisenbahnnetz einen hohen Stellenwert. Ein Vergleich der beiden Großprojekte in Wien und Salzburg zeigt einige signifikante Gemeinsamkeiten. So hat der Wandel vom Kopfbahnhof zum Durchgangsbahnhof weitreichenden überregionalen Auswirkungen auf das Verkehrssystem, denn es sind Systemknoten mit einem integrierten Taktfahrplan geplant. Die Abwicklung einer hohen Anzahl gleichzeitiger Zugfahrten erfordert die Minimierung der Fahrstraßenkonflikte. Die Mischung von Personenverkehr und Güterverkehr stellt hohe Anforderungen an die Betriebsabwicklung. Die Anlagengestaltung ermöglicht unterschiedliche Betriebsprogramme womit flexibel auf künftige Entwicklungen reagiert werden kann. Die Anordnung von großzügigen Passagen unterhalb der Gleisanlagen stellt hohe Anforderungen an die Bautechnik und erhöht die Komplexität des Projektes. Die volle Ausschöpfung der betrieblichen Möglichkeiten wird erst durch zusätzliche Maßnahmen bei den Zulaufstrecken möglich.
The central station Hauptbahnhof in Vienna and its counterpart in Salzburg are two of the most important transport interchanges in Austria. The authors present the projects to redesign them and make them much more attractive. These projects are highly complex, since they are setting out to strike the optimum balance between many objectives - redesign of the tracks and platforms, conflict-free transfers between as many routes as possible and facilitation of forward-looking timetable models with co-ordinated fixed headways on all routes. The high capital outlay involved makes it necessary to study various traffic scenarios and to consider the long-term development of the transport market.
Neugestaltung von historisch gewachsenen Eisenbahnknoten am Beispiel Wien und Salzburg
Redesigning historical railway interchanges that have evolved over time, taking the examples of the central stations in Salzburg and Vienna
Zierl, Dietmar (Autor:in) / Topal-Gökceli, Mark (Autor:in)
ETR - Eisenbahntechnische Rundschau ; 57 ; 837-841
2008
5 Seiten, 6 Bilder, 10 Quellen
(ETR Austria)
Aufsatz (Zeitschrift)
Deutsch
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