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Konzept der Vulnerabilität im Grundwasserschutz. Anwendung auf die Verhältnisse der Schweiz
Das Konzept der Vulnerabilität zum Schutz des Grundwassers als Trinkwasserressource hat sich national und international bewährt und wird umfassend eingesetzt. In der Schweiz wird die Vulnerabilität anhand zweier Methoden explizit zur Dimensionierung der Grundwasserschutzzonen in Karst- und heterogenen Kluft-Grundwasserleitern verwendet und stellt somit ein wichtiges Hilfsmittel für den Grundwasserschutz im Rahmen des Schutzzonenkonzeptes dar. Die Anwendung des Vulnerabilitätsansatzes hat bei diesen Grundwasserleitertypen insgesamt zu schlüssigeren und einheitlicheren Schutzzonen und einer gewissen Verringerung der Nutzungskonflikte geführt. Es ist deshalb sinnvoll, die Methoden DISCO und EPIK weiterhin und verstärkt anzuwenden. Gewisse Schwächen der Methode EPIK sollen mit der derzeitigen Überarbeitung bereinigt werden. Darüber hinaus sollte in Zukunft grösseres Augenmerk auf die Validierung von Vulnerabilitätskarten und damit von Schutzzonen, z.B. durch Markierversuche im Gelände, gerichtet werden. Zusätzlich ist es sinnvoll, zum Schutz einer Fassung auch Informationen zu den tatsächlich im Fassungseinzugsgebiet vorhandenen Gefahrenherden und Schadstoffquellen einzubeziehen. Dies ergibt Risiko-Karten, welche für jede Fläche ausweisen, welches Risiko einer Grundwasserverunreinigung aufgrund der natürlichen Vulnerabilität und der aktuellen Nutzung von diesem Ort ausgeht. Dieses Vorgehen ermöglicht es, für eine Grundwasserfassung ein Risikomanagement umzusetzen, welches auch potentielle Gefährdungen des Grundwassers ausserhalb der Schutzzonen berücksichtigt. Die Qualität des schweizerischen Grundwassers ist im Allgemeinen gut, wie die jüngsten Ergebnisse der Nationalen Grundwasserbeobachtung NAQUA erneut zeigen. Dies ist in erster Linie den Massnahmen des Gewässerschutzes, insbesondere dem Schutzzonenkonzept und der Anwendung geeigneter Methoden zur Schutzzonenausscheidung, wie z.B. der Vulnerabilitätskartierung, zu verdanken. Weitere Herausforderungen an den Grundwasserschutz irn Allgemeinen und das Konzept der Vulnerabilität im Speziellen könnten etwa mit dem Auftreten neuer Schadstoffe oder dem Klimawandel entstehen. Dessen Folgen könnten sowohl ein erhöhter Nutzungsdruck auf das Grundwasser als auch ein häufigeres Auftreten von Starkniederschlägen und Hochwasserereignissen sein, was zu einer Erhöhung der Vulnerabilität von Grundwasservorkommen führen kann. Solche Entwicklungen sind in Zukunft vermehrt zu berücksichigen.
Konzept der Vulnerabilität im Grundwasserschutz. Anwendung auf die Verhältnisse der Schweiz
Das Konzept der Vulnerabilität zum Schutz des Grundwassers als Trinkwasserressource hat sich national und international bewährt und wird umfassend eingesetzt. In der Schweiz wird die Vulnerabilität anhand zweier Methoden explizit zur Dimensionierung der Grundwasserschutzzonen in Karst- und heterogenen Kluft-Grundwasserleitern verwendet und stellt somit ein wichtiges Hilfsmittel für den Grundwasserschutz im Rahmen des Schutzzonenkonzeptes dar. Die Anwendung des Vulnerabilitätsansatzes hat bei diesen Grundwasserleitertypen insgesamt zu schlüssigeren und einheitlicheren Schutzzonen und einer gewissen Verringerung der Nutzungskonflikte geführt. Es ist deshalb sinnvoll, die Methoden DISCO und EPIK weiterhin und verstärkt anzuwenden. Gewisse Schwächen der Methode EPIK sollen mit der derzeitigen Überarbeitung bereinigt werden. Darüber hinaus sollte in Zukunft grösseres Augenmerk auf die Validierung von Vulnerabilitätskarten und damit von Schutzzonen, z.B. durch Markierversuche im Gelände, gerichtet werden. Zusätzlich ist es sinnvoll, zum Schutz einer Fassung auch Informationen zu den tatsächlich im Fassungseinzugsgebiet vorhandenen Gefahrenherden und Schadstoffquellen einzubeziehen. Dies ergibt Risiko-Karten, welche für jede Fläche ausweisen, welches Risiko einer Grundwasserverunreinigung aufgrund der natürlichen Vulnerabilität und der aktuellen Nutzung von diesem Ort ausgeht. Dieses Vorgehen ermöglicht es, für eine Grundwasserfassung ein Risikomanagement umzusetzen, welches auch potentielle Gefährdungen des Grundwassers ausserhalb der Schutzzonen berücksichtigt. Die Qualität des schweizerischen Grundwassers ist im Allgemeinen gut, wie die jüngsten Ergebnisse der Nationalen Grundwasserbeobachtung NAQUA erneut zeigen. Dies ist in erster Linie den Massnahmen des Gewässerschutzes, insbesondere dem Schutzzonenkonzept und der Anwendung geeigneter Methoden zur Schutzzonenausscheidung, wie z.B. der Vulnerabilitätskartierung, zu verdanken. Weitere Herausforderungen an den Grundwasserschutz irn Allgemeinen und das Konzept der Vulnerabilität im Speziellen könnten etwa mit dem Auftreten neuer Schadstoffe oder dem Klimawandel entstehen. Dessen Folgen könnten sowohl ein erhöhter Nutzungsdruck auf das Grundwasser als auch ein häufigeres Auftreten von Starkniederschlägen und Hochwasserereignissen sein, was zu einer Erhöhung der Vulnerabilität von Grundwasservorkommen führen kann. Solche Entwicklungen sind in Zukunft vermehrt zu berücksichigen.
Konzept der Vulnerabilität im Grundwasserschutz. Anwendung auf die Verhältnisse der Schweiz
Concept of vulnerability in groundwater protection: Implementation in Switzerland
Sinreich, Michael (Autor:in) / Kozel, Ronald (Autor:in) / Meylan, Benjamin (Autor:in) / Muralt, Reto (Autor:in)
Gas, Wasser, Abwasser ; 89 ; 109-117
2009
9 Seiten, 11 Bilder, 36 Quellen
Aufsatz (Zeitschrift)
Deutsch
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|Strategisches Konzept zur Bewertung der Vulnerabilitat in Siedlungsraumen
British Library Conference Proceedings | 2011
|Springer Verlag | 2005
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Grundwasserschutz : ... Vorträge ...
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