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Fenster und Fassaden in der Energieeinsparverordnung 2009. Ist Dreifach-Isolierglas die Antwort
Durch die Novellierung der Energieeinsparverordnung 2009 werden die Beschlüsse der Bundesregierung zum integrierten Energie- und Klimaprogramm im Gebäudebereich umgesetzt. Ziel ist es, den Energiebedarf für Heizung und Warmwasser um etwa 30 % zu senken. In weiteren Schritten sollen ab 2012 bis 2020 die energetischen Anforderungen nochmals erhöht werden, mit der Zielstellung eines Plusenergiehauses. Damit stellen sich Fragen nach den Auswirkungen, die sich durch die Anforderungsänderungen an Fenster, Fassaden und die Verglasungen ergeben. Für den Neubau gibt es neben den Höchstwerten des Jahres-Primärenergiebedarfs Maximalanforderungen an die Qualität der Gebäudehülle durch den Höchstwert des spezifischen, auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogenen Transmissionswärmeverlustes Htau' - eine Art mittlerer U-Wert (U = Wärmedurchgangskoefifizient) der Gebäudehülle. Maximale U-Werte für Glas oder Fenster im Einzelnen sind hier nicht definiert. Dieses Verfahren nimmt Einfluss auf die maximalen Fensterflächen der Gebäudehülle. Dreifach-Isolierglas bietet eine deutlich verbesserte Wärmedämmung als übliches Isolierglas und wird mittelfristig das Zweifach-Isolierglas ablösen. Mit seinen Eigenschaften bewegt es sich im Spannungsfeld der Bauphysik zwischen Sonnenschutz und solaren Gewinnen, Tageslicht und Blendschutz. Dreifach-Isolierglas ist aufgrund physikalischer Eigenschaften ein komplexes System und bei Berücksichtigung der veränderten Belastungssituation ein technisch beherrschbares Produkt. Es ist schwerer und dicker, wobei sich die Fenster-, Fassaden- und Zubehörindustrie auf die geänderten Randbedingungen eingestellt hat. Klimalasten wirken sich stärker aus als bei Zweifach-Isolierglas, führen zu hohen Beanspruchungen der Glasscheiben und des Randverbundes und müssen bei der Glasauswahl berücksichtigt werden. Qualitätsanforderungen aufgrund der zusätzlichen Scheibenflächen, der Beschichtungen und des Randverbundes sind bereits in Technischen Regelwerken umfassend beschrieben und bieten Sicherheit in der Anwendung. Für die Architektur von Gebäuden bestehen mit DreifachIsolierglas keine Einschränkungen.
Fenster und Fassaden in der Energieeinsparverordnung 2009. Ist Dreifach-Isolierglas die Antwort
Durch die Novellierung der Energieeinsparverordnung 2009 werden die Beschlüsse der Bundesregierung zum integrierten Energie- und Klimaprogramm im Gebäudebereich umgesetzt. Ziel ist es, den Energiebedarf für Heizung und Warmwasser um etwa 30 % zu senken. In weiteren Schritten sollen ab 2012 bis 2020 die energetischen Anforderungen nochmals erhöht werden, mit der Zielstellung eines Plusenergiehauses. Damit stellen sich Fragen nach den Auswirkungen, die sich durch die Anforderungsänderungen an Fenster, Fassaden und die Verglasungen ergeben. Für den Neubau gibt es neben den Höchstwerten des Jahres-Primärenergiebedarfs Maximalanforderungen an die Qualität der Gebäudehülle durch den Höchstwert des spezifischen, auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogenen Transmissionswärmeverlustes Htau' - eine Art mittlerer U-Wert (U = Wärmedurchgangskoefifizient) der Gebäudehülle. Maximale U-Werte für Glas oder Fenster im Einzelnen sind hier nicht definiert. Dieses Verfahren nimmt Einfluss auf die maximalen Fensterflächen der Gebäudehülle. Dreifach-Isolierglas bietet eine deutlich verbesserte Wärmedämmung als übliches Isolierglas und wird mittelfristig das Zweifach-Isolierglas ablösen. Mit seinen Eigenschaften bewegt es sich im Spannungsfeld der Bauphysik zwischen Sonnenschutz und solaren Gewinnen, Tageslicht und Blendschutz. Dreifach-Isolierglas ist aufgrund physikalischer Eigenschaften ein komplexes System und bei Berücksichtigung der veränderten Belastungssituation ein technisch beherrschbares Produkt. Es ist schwerer und dicker, wobei sich die Fenster-, Fassaden- und Zubehörindustrie auf die geänderten Randbedingungen eingestellt hat. Klimalasten wirken sich stärker aus als bei Zweifach-Isolierglas, führen zu hohen Beanspruchungen der Glasscheiben und des Randverbundes und müssen bei der Glasauswahl berücksichtigt werden. Qualitätsanforderungen aufgrund der zusätzlichen Scheibenflächen, der Beschichtungen und des Randverbundes sind bereits in Technischen Regelwerken umfassend beschrieben und bieten Sicherheit in der Anwendung. Für die Architektur von Gebäuden bestehen mit DreifachIsolierglas keine Einschränkungen.
Fenster und Fassaden in der Energieeinsparverordnung 2009. Ist Dreifach-Isolierglas die Antwort
Böttcher, Wolfgang (Autor:in)
2009
7 Seiten, 6 Bilder, 8 Tabellen, 10 Quellen
Aufsatz (Zeitschrift)
Deutsch
Fenster und Fassaden in der Energieeinsparverordnung 2009
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