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Inhalative Exposition von Dachdeckern gegenüber 2-Naphthylamin und anderen krebserzeugenden aromatischen Aminen bei der Heißverarbeitung von teerhaltigen Klebemassen
Dachdecker verarbeiteten teilweise bis in die 1960er Jahre bei der Flachdachabdichtung Klebemassen aus Steinkohlenteer-Produkten. Diese enthielten aromatische Amine, insbesondere 2-Naphthylamin, das als Humankarzinogen Blasenkrebs auslösen kann. In Berufskrankheiten-Ermittlungsverfahren wird häufig die Frage nach der Höhe der Belastung von Dachdeckern durch diese Stoffe gestellt. Ergebnisse von Expositionsmessungen aromatischer Amine aus dem infrage kommenden Zeitraum liegen allerdings nicht vor. Daher hat das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) auf Anregung der Unfallversicherungsträger entsprechende Arbeiten nachgestellt und dabei Expositionsmessungen durchgeführt. Das Projekt und die Ergebnisse werden im Beitrag dargestellt. Danach liegen die Konzentrationen für 2-Naphthylamin bei Klebearbeiten mit Dachpappe und heißer Teerklebemasse zwischen 0,74 und 1,9 Mikrogramm/m3. Am Teerkocher wurden Konzentrationen zwischen 5,9 und 8,8 Mikrogramm/m3 ermittelt. Damit ist es erstmals möglich, die Belastung von Dachdeckern durch aromatische Amine retrospektiv abzuschätzen. Für PAK wird aus einer Tabelle, die die Konzentration von PAK bei einer weiteren Messkampagne enthält, ersichtlich, dass sich neben den absoluten Konzentrationen auch die Profile (relative Konzentrationen normiert auf Benzo[a]pyren) für die Messungen am Teerkocher und beim Kleben unterscheiden. Für die Beurteilung der Gesamtexposition des Dachdeckers ist daher auf die personengetragene Messung zurückzugreifen.
Inhalative Exposition von Dachdeckern gegenüber 2-Naphthylamin und anderen krebserzeugenden aromatischen Aminen bei der Heißverarbeitung von teerhaltigen Klebemassen
Dachdecker verarbeiteten teilweise bis in die 1960er Jahre bei der Flachdachabdichtung Klebemassen aus Steinkohlenteer-Produkten. Diese enthielten aromatische Amine, insbesondere 2-Naphthylamin, das als Humankarzinogen Blasenkrebs auslösen kann. In Berufskrankheiten-Ermittlungsverfahren wird häufig die Frage nach der Höhe der Belastung von Dachdeckern durch diese Stoffe gestellt. Ergebnisse von Expositionsmessungen aromatischer Amine aus dem infrage kommenden Zeitraum liegen allerdings nicht vor. Daher hat das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) auf Anregung der Unfallversicherungsträger entsprechende Arbeiten nachgestellt und dabei Expositionsmessungen durchgeführt. Das Projekt und die Ergebnisse werden im Beitrag dargestellt. Danach liegen die Konzentrationen für 2-Naphthylamin bei Klebearbeiten mit Dachpappe und heißer Teerklebemasse zwischen 0,74 und 1,9 Mikrogramm/m3. Am Teerkocher wurden Konzentrationen zwischen 5,9 und 8,8 Mikrogramm/m3 ermittelt. Damit ist es erstmals möglich, die Belastung von Dachdeckern durch aromatische Amine retrospektiv abzuschätzen. Für PAK wird aus einer Tabelle, die die Konzentration von PAK bei einer weiteren Messkampagne enthält, ersichtlich, dass sich neben den absoluten Konzentrationen auch die Profile (relative Konzentrationen normiert auf Benzo[a]pyren) für die Messungen am Teerkocher und beim Kleben unterscheiden. Für die Beurteilung der Gesamtexposition des Dachdeckers ist daher auf die personengetragene Messung zurückzugreifen.
Inhalative Exposition von Dachdeckern gegenüber 2-Naphthylamin und anderen krebserzeugenden aromatischen Aminen bei der Heißverarbeitung von teerhaltigen Klebemassen
Inhalation exposure of roofers to 2-naphthylamine and other carcinogenic aromatic amines during the hot processing of tar-based bonding compounds
Lichtenstein, Norbert (Autor:in) / Buchwald, Karl-Ernst (Autor:in) / Hennig, Martin (Autor:in) / Bernards, Monika (Autor:in) / Werner, Silke (Autor:in) / Hahn, Jens-Uwe (Autor:in) / Assenmacher-Maiworm, Heinz (Autor:in) / Kreyenschmidt, Martin (Autor:in) / Brodkorb, Florian (Autor:in) / Dettbarn, Gerhard (Autor:in)
Gefahrstoffe, Reinhaltung der Luft. Air Quality Control ; 71 ; 199-207
2011
9 Seiten, 4 Bilder, 12 Tabellen, 12 Quellen
Aufsatz (Zeitschrift)
Deutsch
Schadstoffbelastung , Baustellenarbeit , Dach , Gebäudedach , Abdichtung (Abdichten) , Steinkohlenteer , Klebemasse , gefährlicher Arbeitsstoff , kanzerogener Stoff , Schadstoffexposition , Exposition , Messung , Schadstoffmessung , PAK (polycyclischer aromatischer Kohlenwasserstoff) , Naphthalin , aromatisches Amin , Messergebnis , Schadstoffkonzentration , Gesundheitsgefährdung , Berufskrankheit
Methoden zur chemisch-analytischen Untersuchung von aromatischen Aminen nach Derivatisierung
Online Contents | 1997
|Ein Beitrag zur elektrometrischen Bestimmung von Oxyanthrachinonen und aromatischen Aminen
UB Braunschweig | 1929
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