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Real Time Qualitätsüberwachung und Ergebnisverifizierung durch statische und dynamische Probebelastungen an Pfählen im Seeton
In Konstanz am Bodensee bestand im Rahmen eines Bauvorhabens die seltene Möglichkeit, gleich mehrere Probepfähle unterschiedlichen Typs herzustellen und hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit zu testen. Diese Gelegenheit wurde genutzt, um im Sinne einer Eignungsprüfung Vollverdrängungsbohrpfähle (VBP), Betonrüttelsäulen (BRS) und Betonstopfsäulen (BSS) zu untersuchen. Zur Herstellung der Produkte wurde während des Einbaues eine online Qualitätsüberwachung und -kontrolle zur Produktivitätsüberwachung eingesetzt. Die Ergebnisse dieses Herstellungsprozesses wurden durch axiale statische Druckversuche als auch dynamische Probelastungen verifiziert, mit denen gezeigt werden sollte, inwieweit sie mit den Ergebnissen der Qualitätsüberwachung und den statischen Prüfungen übereinstimmen und damit für diese Gründungselemente geeignet sind. Als eine besonders interessante Herausforderung erwies sich aber der schwierige Baugrund. Unter einer etwa 3 m mächtigen Auffüllung wurde feinsandiger Seeton mit einer breiigen bis bestenfalls weichen Konsistenz erkundet, der erst ab einer Tiefe von etwa 25 m von einem halbfesten Geschiebemergel unterlagert wird. Das Gründungskonzept sah deshalb als technisch und wirtschaftlich optimale Lösung eine kombinierte Pfahl-Platten-Gründung mit etwa 15 m langen Pfählen vor. Trotz der sehr ungünstigen Rahmenbedingungen konnten für die schwimmend konstruierten Säulen unerwartet hohe Einzeltragfähigkeiten ermittelt werden. Bei der Betonrüttelsäule wurde die Grenzsetzung erst bei einer axialen Belastung von 1.000 kN erreicht. Der Vollverdrängungsbohrpfahl "versagte" erst bei einer Belastung von 720 kN, und die 4 m kürzere Betonstopfsäule benötigte immerhin noch 680 kN bis zum Erreichen der Grenzsetzung. Im Vergleich bestätigten die dynamischen Probebelastungen die so ermittelten Grenztragfähigkeiten mit einer Abweichung von nur etwa 5 %. Nicht zufriedenstellend war allerdings eine Abweichung von ca. 33 % zur statisch ermittelten Tragfähigkeit des Vollverdrängungspfahls, was mit den Ergebnissen zukünftiger Probebelastungen noch eingehend zu untersuchen ist.
Real Time Qualitätsüberwachung und Ergebnisverifizierung durch statische und dynamische Probebelastungen an Pfählen im Seeton
In Konstanz am Bodensee bestand im Rahmen eines Bauvorhabens die seltene Möglichkeit, gleich mehrere Probepfähle unterschiedlichen Typs herzustellen und hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit zu testen. Diese Gelegenheit wurde genutzt, um im Sinne einer Eignungsprüfung Vollverdrängungsbohrpfähle (VBP), Betonrüttelsäulen (BRS) und Betonstopfsäulen (BSS) zu untersuchen. Zur Herstellung der Produkte wurde während des Einbaues eine online Qualitätsüberwachung und -kontrolle zur Produktivitätsüberwachung eingesetzt. Die Ergebnisse dieses Herstellungsprozesses wurden durch axiale statische Druckversuche als auch dynamische Probelastungen verifiziert, mit denen gezeigt werden sollte, inwieweit sie mit den Ergebnissen der Qualitätsüberwachung und den statischen Prüfungen übereinstimmen und damit für diese Gründungselemente geeignet sind. Als eine besonders interessante Herausforderung erwies sich aber der schwierige Baugrund. Unter einer etwa 3 m mächtigen Auffüllung wurde feinsandiger Seeton mit einer breiigen bis bestenfalls weichen Konsistenz erkundet, der erst ab einer Tiefe von etwa 25 m von einem halbfesten Geschiebemergel unterlagert wird. Das Gründungskonzept sah deshalb als technisch und wirtschaftlich optimale Lösung eine kombinierte Pfahl-Platten-Gründung mit etwa 15 m langen Pfählen vor. Trotz der sehr ungünstigen Rahmenbedingungen konnten für die schwimmend konstruierten Säulen unerwartet hohe Einzeltragfähigkeiten ermittelt werden. Bei der Betonrüttelsäule wurde die Grenzsetzung erst bei einer axialen Belastung von 1.000 kN erreicht. Der Vollverdrängungsbohrpfahl "versagte" erst bei einer Belastung von 720 kN, und die 4 m kürzere Betonstopfsäule benötigte immerhin noch 680 kN bis zum Erreichen der Grenzsetzung. Im Vergleich bestätigten die dynamischen Probebelastungen die so ermittelten Grenztragfähigkeiten mit einer Abweichung von nur etwa 5 %. Nicht zufriedenstellend war allerdings eine Abweichung von ca. 33 % zur statisch ermittelten Tragfähigkeit des Vollverdrängungspfahls, was mit den Ergebnissen zukünftiger Probebelastungen noch eingehend zu untersuchen ist.
Real Time Qualitätsüberwachung und Ergebnisverifizierung durch statische und dynamische Probebelastungen an Pfählen im Seeton
Wehr, Jimmy (Autor:in) / Andreas, Mario (Autor:in) / Böhle, Björn (Autor:in) / Schallert, Matthias (Autor:in) / Klingmüller, Oswald (Autor:in)
2013
12 Seiten, 10 Bilder, 2 Tabellen, 6 Quellen
Aufsatz (Konferenz)
Deutsch
Statische und dynamische Probebelastungen an Stahlrohrpfählen in 40 m Wassertiefe in der Ostsee
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|Dynamische Probebelastungen ohne elektronische Messungen
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