Eine Plattform für die Wissenschaft: Bauingenieurwesen, Architektur und Urbanistik
Untertägige Bauwerke unter Gebirgsbewegung - eine Herausforderung an die konstruktive Durchbildung
Durch die geplanten Abbaue im Beustfeld des Bergwerks Ibbenbüren werden zusätzliche Belastungen auf zwei bestehende Hochdruckwasserdämme auftreten, die zum Verlust der Gebrauchstauglichkeit führen. Zu rechnen ist mit Versagen in Form von Brüchen und auftretenden Rissen, was zur Beeinträchtigung der Dichtwirkung führt. Die Standsicherheit beider Dämme ist durch die zu erwartenden Gebirgsbeanspruchungen nicht gefährdet. Es wurde deshalb ein Abdichtungskonzept erarbeitet, bei dem die lastabtragende Funktion von der abdichtenden Funktion getrennt wird. Die neu zu erstellenden Ersatzabdichtungen gewährleisten die Dichtfunktion auch unter Berücksichtigung der zu erwartenden Gebirgsverformungen dauerhaft. Näher beschrieben werden hierzu: Historie und Ausgangssituation, Aufgabenstellung, Rahmenbedingungen und Grundlagen, Bauwerksentwurf und Wasserhaltung, Aufbau der Dichtelemente sowie die durchgeführten Quelldruckversuche. Die Quelldruckversuche wurden zunächst am reinen Bentonit mit Trockeneinbaudichten von 1,26 bis 1,67 g/cm3 durchgeführt. Bei 2 Proben mit den Trockendichten von 1,41 und 1,64 g/cm3 erfolgte exemplarisch zusätzlich eine stufenweise Entlastung. Im Versuch mit einer geringen Trockendichte von 1,41 g/cm3 des Bentonits ergab sich ein steiler Kurvenverlauf, der dem geringen Quelldruck (bei Volumenkonstanz) von 0,5 MPa geschuldet ist. Im Versuch mit einer höheren Trockendichte von 1,64 g/cm3 zeigte sich ein flacherer Kurvenverlauf. Aufgrund der Versuchsergebnisse soll das Verschlussbauwerk aus Dichtsegmenten aus einem hochverdichtetem Bentonit als Binärgemisch im Wechsel mit Äquipotenzialsegmenten bestehen.
Untertägige Bauwerke unter Gebirgsbewegung - eine Herausforderung an die konstruktive Durchbildung
Durch die geplanten Abbaue im Beustfeld des Bergwerks Ibbenbüren werden zusätzliche Belastungen auf zwei bestehende Hochdruckwasserdämme auftreten, die zum Verlust der Gebrauchstauglichkeit führen. Zu rechnen ist mit Versagen in Form von Brüchen und auftretenden Rissen, was zur Beeinträchtigung der Dichtwirkung führt. Die Standsicherheit beider Dämme ist durch die zu erwartenden Gebirgsbeanspruchungen nicht gefährdet. Es wurde deshalb ein Abdichtungskonzept erarbeitet, bei dem die lastabtragende Funktion von der abdichtenden Funktion getrennt wird. Die neu zu erstellenden Ersatzabdichtungen gewährleisten die Dichtfunktion auch unter Berücksichtigung der zu erwartenden Gebirgsverformungen dauerhaft. Näher beschrieben werden hierzu: Historie und Ausgangssituation, Aufgabenstellung, Rahmenbedingungen und Grundlagen, Bauwerksentwurf und Wasserhaltung, Aufbau der Dichtelemente sowie die durchgeführten Quelldruckversuche. Die Quelldruckversuche wurden zunächst am reinen Bentonit mit Trockeneinbaudichten von 1,26 bis 1,67 g/cm3 durchgeführt. Bei 2 Proben mit den Trockendichten von 1,41 und 1,64 g/cm3 erfolgte exemplarisch zusätzlich eine stufenweise Entlastung. Im Versuch mit einer geringen Trockendichte von 1,41 g/cm3 des Bentonits ergab sich ein steiler Kurvenverlauf, der dem geringen Quelldruck (bei Volumenkonstanz) von 0,5 MPa geschuldet ist. Im Versuch mit einer höheren Trockendichte von 1,64 g/cm3 zeigte sich ein flacherer Kurvenverlauf. Aufgrund der Versuchsergebnisse soll das Verschlussbauwerk aus Dichtsegmenten aus einem hochverdichtetem Bentonit als Binärgemisch im Wechsel mit Äquipotenzialsegmenten bestehen.
Untertägige Bauwerke unter Gebirgsbewegung - eine Herausforderung an die konstruktive Durchbildung
Kunz, Jürgen (Autor:in) / Clostermann, Michael (Autor:in) / Schanz, Tom (Autor:in) / Heimer, Stefan (Autor:in)
Bergbau ; 65 ; 486-490
2014
5 Seiten, Bilder, Quellen
Aufsatz (Zeitschrift)
Deutsch
Wiley | 2006
|Online Contents | 2006
|Wiley | 2017
|