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Örtliche Korrosion von Komponenten aus Messing MS 58 in der Trinkwasser-Installation
Messing MS 58 erleidet in Leitungswässern Entzinkung und Rißbildungen. Beide Korrosionsarten werden begünstigt durch Zugspannungen und durch anodische Polarisation bzw. Sauerstoff des Wassers. Weiterhin hat das Medium einen Einfluß. Sowohl in Leitungswasser als auch in reiner NaCl-Lösung treten Entzinkung und damit verbunden auch Rißbildungen auf. Ein Zusammenhang mit Spuren von NH3 wurde nicht gefunden. Die Versuchsbedingungen für eine gebrochene Zugprobe mit den deutlichsten Merkmalen für Spannungsrißkorrosion waren: 0,01 M NaCl-Lösung; UH=0,4 V; 95 % Rp. Die Entzinkung ist abhängig vom Potential, von der mechanischen Belastung und vom Medium. Ohne Belastung wurde nur bei anodischer Polarisation eine Entzinkung beobachtet. Es existiert offensichtlich ein Durchbruchspotential für die Entzinkung, das von den anderen Parametern und vor allem auch vom Medium abhängig ist. Bei freier Korrosion wird für die Entzinkung Sauerstoff benötigt. Wenn dieser durch Korrosion verarmt, findet keine Entzinkung statt. Für eine Rißbildung müssen die Bedingungen für Entzinkung und hohe Zugspannungen zusammentreffen. Die Belastung kann aber unterhalb der 0,2 %-Dehngrenze liegen, d.h. Entzinkung und Rißbildung sind spannungsinduziert. Entzinkung und Rißbildung werden durch Kontakt mit nichtrostendem Stahl nicht beschleunigt, da aufgrund der hohen kathodischen Polarisationswiderstände des nichtrostenden Stahles keine merkbare Polarisation stattfindet. Dennoch wird in einer Mischinstallation mit Rohren aus nichtrostendem Stahl - aber auch aus Kunststoff - die Entzinkung oder eine Rißbildung im Vergleich zu einer Mischinstallation mit Rohren aus verzinktem Stahl oder Kupfer erleichtert. Dieser Effekt ist auf eine Sauerstoffzehrung durch Korrosion der Werkstoffe verzinkter Stahl oder Kupfer zurückzuführen. Im Falle einer Mischinstallation mit Rohren aus inerten Werkstoffen wie nichtrostender Stahl und Kunststoff kann die Korrosionswahrscheinlichkeit im Vergleich zu verzinktem Stahl oder Kupfer zunehmen, weil eine Sauerstoffzehrung durch Korrosion erfolgt.
Örtliche Korrosion von Komponenten aus Messing MS 58 in der Trinkwasser-Installation
Messing MS 58 erleidet in Leitungswässern Entzinkung und Rißbildungen. Beide Korrosionsarten werden begünstigt durch Zugspannungen und durch anodische Polarisation bzw. Sauerstoff des Wassers. Weiterhin hat das Medium einen Einfluß. Sowohl in Leitungswasser als auch in reiner NaCl-Lösung treten Entzinkung und damit verbunden auch Rißbildungen auf. Ein Zusammenhang mit Spuren von NH3 wurde nicht gefunden. Die Versuchsbedingungen für eine gebrochene Zugprobe mit den deutlichsten Merkmalen für Spannungsrißkorrosion waren: 0,01 M NaCl-Lösung; UH=0,4 V; 95 % Rp. Die Entzinkung ist abhängig vom Potential, von der mechanischen Belastung und vom Medium. Ohne Belastung wurde nur bei anodischer Polarisation eine Entzinkung beobachtet. Es existiert offensichtlich ein Durchbruchspotential für die Entzinkung, das von den anderen Parametern und vor allem auch vom Medium abhängig ist. Bei freier Korrosion wird für die Entzinkung Sauerstoff benötigt. Wenn dieser durch Korrosion verarmt, findet keine Entzinkung statt. Für eine Rißbildung müssen die Bedingungen für Entzinkung und hohe Zugspannungen zusammentreffen. Die Belastung kann aber unterhalb der 0,2 %-Dehngrenze liegen, d.h. Entzinkung und Rißbildung sind spannungsinduziert. Entzinkung und Rißbildung werden durch Kontakt mit nichtrostendem Stahl nicht beschleunigt, da aufgrund der hohen kathodischen Polarisationswiderstände des nichtrostenden Stahles keine merkbare Polarisation stattfindet. Dennoch wird in einer Mischinstallation mit Rohren aus nichtrostendem Stahl - aber auch aus Kunststoff - die Entzinkung oder eine Rißbildung im Vergleich zu einer Mischinstallation mit Rohren aus verzinktem Stahl oder Kupfer erleichtert. Dieser Effekt ist auf eine Sauerstoffzehrung durch Korrosion der Werkstoffe verzinkter Stahl oder Kupfer zurückzuführen. Im Falle einer Mischinstallation mit Rohren aus inerten Werkstoffen wie nichtrostender Stahl und Kunststoff kann die Korrosionswahrscheinlichkeit im Vergleich zu verzinktem Stahl oder Kupfer zunehmen, weil eine Sauerstoffzehrung durch Korrosion erfolgt.
Örtliche Korrosion von Komponenten aus Messing MS 58 in der Trinkwasser-Installation
Localized corrosion of yellow brass 58 in tap water installation
Schwenk, W. (Autor:in)
Materials and Corrosion ; 47 ; 78-82
1996
5 Seiten, 7 Bilder, 3 Tabellen, 6 Quellen
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