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Die Verschiebung des Kaisersaals
Die Firma Sony hat am Potsdamer Platz in Berlin im Zuge seiner Baupläne den Kaisersaal des unter Denkmalschutz stehenden Grandhotel Esplande versetzen lassen. Planung und Durchführung erfolgte mit den Partnern Tishman Speyer und Kajima. Durch spezielle Gebäudeunterfangungen mit einem Trägerrost aus Spannbeton anstelle der bestehenden Bodenplatte konnte das gesamte Gebäude um 2,4 m angehoben und über Verschubbahnen mittels Luftfilmgleittechnik an seinen neuen Standort in 75 m Entfernung transportiert werden. Das zweigeschossige Gebäude besteht aus Ziegelmauerwerk, ausgemauerten Stahlstützen und Stahlsteindecken sowie gemauerten Stufenfundamenten. Es ist 12 m hoch, 13,6 m breit und 17,5 m lang und wiegt etwa 10000 kN. Das Gebäude mußte in drei Richtungen bewegt und zusätzlich um 6,3 Grad gedreht werden. Das Anheben des Saales erfolgte mit dem Litzenhebesystem der Firma VSL mit hydraulischen Zentrumslochpressen und Zuggliedern aus Spannlitzen. So konnte das Gebäude ohne Absetzvorgänge in einem Stück hochgezogen werden. Der Verschub erfolgte durch die Luftfilmgleittechnik der Firma Noell, die ruckfreies Anfahren durch Reduzierung der Reibungskräfte auf 1 % der Gebäudelast ermöglicht. Die erforderliche Drehung um 6,3 Grad erfolgte durch eine 55 cm dicke Stahlbetonverschubplatte. Bauvorbereitung und Baudurchführung sowie die Bewältigung auftretender Probleme werden geschildert und technische Besonderheiten durch Fotos illustriert.
Die Verschiebung des Kaisersaals
Die Firma Sony hat am Potsdamer Platz in Berlin im Zuge seiner Baupläne den Kaisersaal des unter Denkmalschutz stehenden Grandhotel Esplande versetzen lassen. Planung und Durchführung erfolgte mit den Partnern Tishman Speyer und Kajima. Durch spezielle Gebäudeunterfangungen mit einem Trägerrost aus Spannbeton anstelle der bestehenden Bodenplatte konnte das gesamte Gebäude um 2,4 m angehoben und über Verschubbahnen mittels Luftfilmgleittechnik an seinen neuen Standort in 75 m Entfernung transportiert werden. Das zweigeschossige Gebäude besteht aus Ziegelmauerwerk, ausgemauerten Stahlstützen und Stahlsteindecken sowie gemauerten Stufenfundamenten. Es ist 12 m hoch, 13,6 m breit und 17,5 m lang und wiegt etwa 10000 kN. Das Gebäude mußte in drei Richtungen bewegt und zusätzlich um 6,3 Grad gedreht werden. Das Anheben des Saales erfolgte mit dem Litzenhebesystem der Firma VSL mit hydraulischen Zentrumslochpressen und Zuggliedern aus Spannlitzen. So konnte das Gebäude ohne Absetzvorgänge in einem Stück hochgezogen werden. Der Verschub erfolgte durch die Luftfilmgleittechnik der Firma Noell, die ruckfreies Anfahren durch Reduzierung der Reibungskräfte auf 1 % der Gebäudelast ermöglicht. Die erforderliche Drehung um 6,3 Grad erfolgte durch eine 55 cm dicke Stahlbetonverschubplatte. Bauvorbereitung und Baudurchführung sowie die Bewältigung auftretender Probleme werden geschildert und technische Besonderheiten durch Fotos illustriert.
Die Verschiebung des Kaisersaals
Displacing the 'Kaisersaal' in Berlin
Brand, T. (Autor:in) / Sänger, C. (Autor:in) / Werner, J. (Autor:in)
Bautechnik ; 73 ; 421-428
1996
8 Seiten, 14 Bilder
Aufsatz (Zeitschrift)
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