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Stahlbetonstützen unter Erdbebenwirkung wechselnder Richtungen - Simulation des Querschnittsverhaltens und der Schädigungsakkumulation. Teil 2
(Forts. aus 9/97) Während eines Erdbebens treten horizontale und lotrechte Bodenbeschleunigungen in veränderlicher Richtung auf. Um diese Bedingungen in einer seismischen Tragwerksanalyse stabförmiger Stahlbetonbauteile angemessen berücksichtigen zu können, wurde ein Fasermodell zur Beschreibung des nichtlinearen Querschnittsverhaltens entwickelt und in ein Computerprogramm umgesetzt. Um auch den Schädigungsgrad erfassen zu können, wurde das von Meyer entwickelte Schädigungsmodell DQ verwendet, das zur Berücksichtigung wechselnder Beanspruchungsrichtungen und veränderlicher Normalkraft modifiziert wurde. Dieser Schädigungsindikator beschreibt die Schadensakkumulation infolge zyklischer Beanspruchung unabhängig von der Belastungsgeschichte und quantifiziert diese in Prozenten. Physikalische Eingangsgröße ist die während einer Beanspruchung aufgenommene und umgewandelte Energie, wobei zwischen positiven und negativen Verformungsrichtungen unterschieden wird. Damit können erdbebentypische Beanspruchungsverläufe mit einer geringen Anzahl von Folgehalbzyklen gut beschrieben werden. Lasteintragungen mit einer hohen Folge solcher Zyklen dagegen lassen sich mit diesem Indikator nicht abschätzen, da die tatsächliche Schädigung überschätzt wird.
Stahlbetonstützen unter Erdbebenwirkung wechselnder Richtungen - Simulation des Querschnittsverhaltens und der Schädigungsakkumulation. Teil 2
(Forts. aus 9/97) Während eines Erdbebens treten horizontale und lotrechte Bodenbeschleunigungen in veränderlicher Richtung auf. Um diese Bedingungen in einer seismischen Tragwerksanalyse stabförmiger Stahlbetonbauteile angemessen berücksichtigen zu können, wurde ein Fasermodell zur Beschreibung des nichtlinearen Querschnittsverhaltens entwickelt und in ein Computerprogramm umgesetzt. Um auch den Schädigungsgrad erfassen zu können, wurde das von Meyer entwickelte Schädigungsmodell DQ verwendet, das zur Berücksichtigung wechselnder Beanspruchungsrichtungen und veränderlicher Normalkraft modifiziert wurde. Dieser Schädigungsindikator beschreibt die Schadensakkumulation infolge zyklischer Beanspruchung unabhängig von der Belastungsgeschichte und quantifiziert diese in Prozenten. Physikalische Eingangsgröße ist die während einer Beanspruchung aufgenommene und umgewandelte Energie, wobei zwischen positiven und negativen Verformungsrichtungen unterschieden wird. Damit können erdbebentypische Beanspruchungsverläufe mit einer geringen Anzahl von Folgehalbzyklen gut beschrieben werden. Lasteintragungen mit einer hohen Folge solcher Zyklen dagegen lassen sich mit diesem Indikator nicht abschätzen, da die tatsächliche Schädigung überschätzt wird.
Stahlbetonstützen unter Erdbebenwirkung wechselnder Richtungen - Simulation des Querschnittsverhaltens und der Schädigungsakkumulation. Teil 2
Parche, S. (Autor:in)
Beton- und Stahlbetonbau ; 92 ; 273-276
1997
4 Seiten, 8 Bilder, 1 Tabelle
Aufsatz (Zeitschrift)
Deutsch