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ECCO Gleittechnik, ein Reibbelagshersteller, hat um Asbestfasern zu vermeiden Pflanzenfaserprodukte (SETRALIT-Fasern) entwickelt. Folgende Anwendungen sind möflich: KFZ-Industrie (Langfasern zur Schallisolierung des Motors, Dach- oder Türinnenverkleidungen; Kurzfasern für Unterbodenschutz, Brems- und Kupplungsbeläge); Bauindustrie (Verstärkungsfasern für Porenbeton, Isolationsmaterialien (Glasfaserersatz),Trockenmörtelzusatz, Zusatz zu Dispersionsfarben, Beimischung in Fliesenklebern, Asbestersatz). Hanf hat folgende Eigenschaften: hohe Verfügbarkeit (nachwachsender Rohstoff), hohe Reißfestigkeit, niedrige Dichte im Vergleich zur Glasfaser, hohe Wasseraufnahmefähigkeit, medizinische und ökologische Unbedenklichkeit, wettbewerbsfähige Preise sind möglich. Die Anfälligkeit gegenüber Zersetzung kann durch Spezialbehandlung unterdrückt werden. Die Temperaturbeständigkeit ist gegenüber anorganischen Fasern eingeschränkt, ist jedoch ausreichend für den Einsatz in Autoklaven. ECCO unterscheidet in Langfasern (> 10 mm Länge) und Kurzfasern. Das Herstellungsverfahren für SETRALIT- Kurzfasern umfasst folgende Prozeßschritte: Brechen der Hanfstengel, Kardieren, evtl. Ultraschallaufschluß, Weiterbehandlung (mechanisch (cottonisieren,schneiden, mahlen etc.), thermisch (trocknen, carbonisieren), chemisch (imprägnieren, coaten, mineralisieren). Außerdem ist auch der CMP-Prozess (chemomechanischer Aufschluß; Ablaufschema ist abgebildet) möglich. Das Marktpotential für Pflanzenfasern in der PKW-Produktion (Privat- und Nutzfahrzeuge) beträgt ca. 200000 t/a; in der Bauindustrie wird ein Bedarf von 75000 t/a zuzüglich 450000 t/a für öffentliche und kommerzielle Bauten angenommen. Für die nächsten 20 Jahren wird ein Marktanteil von 10 - 20 % an Pflanzenfasern erwartet.
ECCO Gleittechnik, ein Reibbelagshersteller, hat um Asbestfasern zu vermeiden Pflanzenfaserprodukte (SETRALIT-Fasern) entwickelt. Folgende Anwendungen sind möflich: KFZ-Industrie (Langfasern zur Schallisolierung des Motors, Dach- oder Türinnenverkleidungen; Kurzfasern für Unterbodenschutz, Brems- und Kupplungsbeläge); Bauindustrie (Verstärkungsfasern für Porenbeton, Isolationsmaterialien (Glasfaserersatz),Trockenmörtelzusatz, Zusatz zu Dispersionsfarben, Beimischung in Fliesenklebern, Asbestersatz). Hanf hat folgende Eigenschaften: hohe Verfügbarkeit (nachwachsender Rohstoff), hohe Reißfestigkeit, niedrige Dichte im Vergleich zur Glasfaser, hohe Wasseraufnahmefähigkeit, medizinische und ökologische Unbedenklichkeit, wettbewerbsfähige Preise sind möglich. Die Anfälligkeit gegenüber Zersetzung kann durch Spezialbehandlung unterdrückt werden. Die Temperaturbeständigkeit ist gegenüber anorganischen Fasern eingeschränkt, ist jedoch ausreichend für den Einsatz in Autoklaven. ECCO unterscheidet in Langfasern (> 10 mm Länge) und Kurzfasern. Das Herstellungsverfahren für SETRALIT- Kurzfasern umfasst folgende Prozeßschritte: Brechen der Hanfstengel, Kardieren, evtl. Ultraschallaufschluß, Weiterbehandlung (mechanisch (cottonisieren,schneiden, mahlen etc.), thermisch (trocknen, carbonisieren), chemisch (imprägnieren, coaten, mineralisieren). Außerdem ist auch der CMP-Prozess (chemomechanischer Aufschluß; Ablaufschema ist abgebildet) möglich. Das Marktpotential für Pflanzenfasern in der PKW-Produktion (Privat- und Nutzfahrzeuge) beträgt ca. 200000 t/a; in der Bauindustrie wird ein Bedarf von 75000 t/a zuzüglich 450000 t/a für öffentliche und kommerzielle Bauten angenommen. Für die nächsten 20 Jahren wird ein Marktanteil von 10 - 20 % an Pflanzenfasern erwartet.
Industrieller Einsatz von Hanf
Industrial application for hemp
Hensel, K.H. (Autor:in)
1995
18 Seiten, 7 Bilder, 1 Tabelle
Aufsatz (Konferenz)
Deutsch