Eine Plattform für die Wissenschaft: Bauingenieurwesen, Architektur und Urbanistik
Erschütterungsarmes Sprengen bei der Sanierung des Stadttheaters in Baden-Baden
Bei der Sanierung des Stadttheaters in Baden-Baden wurden im klüftigen Felsgestein Sprengarbeiten durchgeführt. Durch schonendes Sprengen mit dem Vorspaltverfahren unter Verwendung von Sprengschnur wurden gute Ergebnisse erzielt und Rißbildung an den Gebäuden durch Sprengerschütterungen vermieden. Die Arbeiten wurden durch Messungen der auftretenden Schwinggeschwindigkeiten und deren Frequenz überwacht. Das ursprüngliche Vorhaben der Bauherrn, den gesamten Felsaushub durch den Einsatz mehrer Hydromeißel vornehmen zu lassen, konnte aus Gründen des Umweltschutzes nicht verwirklicht werden. Das anstehende unverwitterte Gestein war äußerst harter und zäher, granitartiger Fels mit hoher Abriebfestigkeit, die zu einem hohen Bohrkronenverschleiß führte. Zum Verringern der Erschütterungswirkungen wurden beidseitig der herzustellenden Schlitze großkalibrige Löcher mit einem Durchmesser von 65 mm dicht an dicht waagerecht gebohrt, die nicht als Sprengbohrlöcher dienten, sondern abschirmend wirken sollten. Zum Sprengen wurden Bohrlöcher geringen Durchmessers im Abstand von 15 cm bis 20 cm bis zu einer Tiefe von 1 m gebohrt. Bei den Sprengungen zum Herstellen der Schlitze lag der spezifische Sprengstoffverbrauch bei ca 5 kg/m3, die Lademenge je Bohrloch betrug 300 g bis 600 g. Es wurden die Zeitstufen 1 bis 10 der Kurzzeitzünder des Typs U mit 20 ms Verzögerungsintervall eingesetzt. Zur Vermeidung von Gefahren aus umherfliegenden Sprengstücken wurden die Sprengstellen mit Filzplanen und Baggermatratzen sorgfältig abgedeckt. Im Theatergebäude wurden an drei verschiedenen Meßorten in Entfernungen von 1 m bis 5 m zu den jeweiligen Sprengstellen die Erschütterungen gemessen. Nachweislich trat im gesamten Theater kein einziger Sprengschaden durch Rißbildung auf.
Erschütterungsarmes Sprengen bei der Sanierung des Stadttheaters in Baden-Baden
Bei der Sanierung des Stadttheaters in Baden-Baden wurden im klüftigen Felsgestein Sprengarbeiten durchgeführt. Durch schonendes Sprengen mit dem Vorspaltverfahren unter Verwendung von Sprengschnur wurden gute Ergebnisse erzielt und Rißbildung an den Gebäuden durch Sprengerschütterungen vermieden. Die Arbeiten wurden durch Messungen der auftretenden Schwinggeschwindigkeiten und deren Frequenz überwacht. Das ursprüngliche Vorhaben der Bauherrn, den gesamten Felsaushub durch den Einsatz mehrer Hydromeißel vornehmen zu lassen, konnte aus Gründen des Umweltschutzes nicht verwirklicht werden. Das anstehende unverwitterte Gestein war äußerst harter und zäher, granitartiger Fels mit hoher Abriebfestigkeit, die zu einem hohen Bohrkronenverschleiß führte. Zum Verringern der Erschütterungswirkungen wurden beidseitig der herzustellenden Schlitze großkalibrige Löcher mit einem Durchmesser von 65 mm dicht an dicht waagerecht gebohrt, die nicht als Sprengbohrlöcher dienten, sondern abschirmend wirken sollten. Zum Sprengen wurden Bohrlöcher geringen Durchmessers im Abstand von 15 cm bis 20 cm bis zu einer Tiefe von 1 m gebohrt. Bei den Sprengungen zum Herstellen der Schlitze lag der spezifische Sprengstoffverbrauch bei ca 5 kg/m3, die Lademenge je Bohrloch betrug 300 g bis 600 g. Es wurden die Zeitstufen 1 bis 10 der Kurzzeitzünder des Typs U mit 20 ms Verzögerungsintervall eingesetzt. Zur Vermeidung von Gefahren aus umherfliegenden Sprengstücken wurden die Sprengstellen mit Filzplanen und Baggermatratzen sorgfältig abgedeckt. Im Theatergebäude wurden an drei verschiedenen Meßorten in Entfernungen von 1 m bis 5 m zu den jeweiligen Sprengstellen die Erschütterungen gemessen. Nachweislich trat im gesamten Theater kein einziger Sprengschaden durch Rißbildung auf.
Erschütterungsarmes Sprengen bei der Sanierung des Stadttheaters in Baden-Baden
Low-vibration blasting in the restoration of the town theater of Baden-Baden
Arnold, K. (Autor:in)
Nobel Hefte ; 57 ; 124-130
1991
7 Seiten, 11 Bilder, 2 Quellen
Aufsatz (Zeitschrift)
Deutsch
GEBAEUDE , ALTBAUSANIERUNG , SPRENGEN , SPRENGKRAFT , SPRENGARBEIT , ERSCHUETTERUNG , ERSCHUETTERUNGSEMPFINDLICHKEIT , BOHRUNG (GEOLOGIE) , SPRENGSTOFF , SCHWINGUNGSAMPLITUDE , MECHANISCHE SCHWINGUNG , MESSEN MECHANISCHER SCHWINGUNGEN , RISSBILDUNG , GESTEIN , GESTEINSHAERTE , VERSCHLEISSFESTIGKEIT , ABRIEBFESTIGKEIT
Modellhafte Sanierung von Mehrfamilienhäusern in Baden-Württemberg
Fraunhofer Publica | 2000
|Modellhafte Sanierung von Mehrfamilienhäusern in Baden-Württemberg
DataCite | 2000
|Modellhafte Sanierung von Mehrfamilienhäusern in Baden-Württemberg
UB Braunschweig | 2000
|Arbeitstagung in Baden-Baden 23./24.06.2017 : Ort: Kongresshaus Baden-Baden
TIBKAT | 2017
|