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Niederbringen von Erkundungsbohrungen im Feld Silberberg für eine weitreichende Abbauplanung der Rheinischen Kalksteinwerke Wülfrath
Die Wülfrather Firmengruppe baut zur Deckung ihres Rohstoffbedarfs in 13 Tagebauen jährlich etwa 18 Mio t Karbonatgesteine ab. Da der Abbau im Steinbruch Prangenhaus um das Jahr 2000 herum seine Förderung einstellen muß und für Erkundungen, Genehmigungen und ausreichenden Aufschluß zehn und mehr Jahre vergehen, lag es nahe, sich rechtzeitig zur künftigen Absicherung des standortgebundenen Werkes Flandersbach nach geeigneten Lagerstätten umzusehen. Das Unternehmen entschied sich, das Feld Silberberg, östlich vom Steinbruch Rohdenhaus-Süd gelegen, in die Planungen einzubeziehen. Der Erkundungsstand über Ausdehnung und Qualität dieses Kalksteinvorkommens war bisher noch unzureichend. Der Kalkstein in diesem Gebiet ist ein sogenannter Massenkalk des Rheinischen Schiefergebirges, der im unteren Oberdevon entstanden ist, lokal eine Mächtigkeit von über 350 m aufweist und intensiv gefaltet vorliegt. Seit Mitte September 1993 ist ein großangelegtes Untersuchungsbohrprogramm angelaufen. An vorerst 20 von der Abteilung Lagerstättenwesen nach geologischen, abbautechnischen und eigentumsrechtlichen Gesichtspunkten ausgesuchten Ansatzpunkten und bis 280 m Teufe wurden Kernbohrungen mit insgesamt 3300 Bohrmeter niedergebracht. Da Bohrungen von über 100 m Tiefe nach dem Bundesberggesetz der Bergaufsicht unterliegen, erfolgt das Bohrprogramm nach einem vom Bergamt Gelsenkirchen bestätigten Betriebsplan. Die mit den Bohrarbeiten beauftragten Unternehmen, eine Arbeitsgemeinschaft der Firmen Celler Brunnenbau und Thyssen Schachtbau setzten eine Salzgitter-Bohrmaschine Typ RB 40 von 20 t Hakenlast ein. Das über dem Kalkstein anstehende Deckgebirge wurde mit einer Schnecke aufgebohrt. Das Durchteufen des Kalksteins erfolgte im Rotary-Verfahren mit einer Wasser- bzw. Ton/Wasser-Spülung. Die Bohrkerne wurden im Seilkernverfahren gewonnen. Der Kerndurchmesser betrug 63,5 mm. Die Bohrlochverfüllung erfolgte mit Splitt, Zementsuspension und Mutterboden. Die Auswertung der erbohrten und gewonnenen Bohrkerne brachte die Erkenntnis, daß sich das Gelände am Silberberg als zukünftiges Kalkstein-Abbaugebiet eignet.
Niederbringen von Erkundungsbohrungen im Feld Silberberg für eine weitreichende Abbauplanung der Rheinischen Kalksteinwerke Wülfrath
Die Wülfrather Firmengruppe baut zur Deckung ihres Rohstoffbedarfs in 13 Tagebauen jährlich etwa 18 Mio t Karbonatgesteine ab. Da der Abbau im Steinbruch Prangenhaus um das Jahr 2000 herum seine Förderung einstellen muß und für Erkundungen, Genehmigungen und ausreichenden Aufschluß zehn und mehr Jahre vergehen, lag es nahe, sich rechtzeitig zur künftigen Absicherung des standortgebundenen Werkes Flandersbach nach geeigneten Lagerstätten umzusehen. Das Unternehmen entschied sich, das Feld Silberberg, östlich vom Steinbruch Rohdenhaus-Süd gelegen, in die Planungen einzubeziehen. Der Erkundungsstand über Ausdehnung und Qualität dieses Kalksteinvorkommens war bisher noch unzureichend. Der Kalkstein in diesem Gebiet ist ein sogenannter Massenkalk des Rheinischen Schiefergebirges, der im unteren Oberdevon entstanden ist, lokal eine Mächtigkeit von über 350 m aufweist und intensiv gefaltet vorliegt. Seit Mitte September 1993 ist ein großangelegtes Untersuchungsbohrprogramm angelaufen. An vorerst 20 von der Abteilung Lagerstättenwesen nach geologischen, abbautechnischen und eigentumsrechtlichen Gesichtspunkten ausgesuchten Ansatzpunkten und bis 280 m Teufe wurden Kernbohrungen mit insgesamt 3300 Bohrmeter niedergebracht. Da Bohrungen von über 100 m Tiefe nach dem Bundesberggesetz der Bergaufsicht unterliegen, erfolgt das Bohrprogramm nach einem vom Bergamt Gelsenkirchen bestätigten Betriebsplan. Die mit den Bohrarbeiten beauftragten Unternehmen, eine Arbeitsgemeinschaft der Firmen Celler Brunnenbau und Thyssen Schachtbau setzten eine Salzgitter-Bohrmaschine Typ RB 40 von 20 t Hakenlast ein. Das über dem Kalkstein anstehende Deckgebirge wurde mit einer Schnecke aufgebohrt. Das Durchteufen des Kalksteins erfolgte im Rotary-Verfahren mit einer Wasser- bzw. Ton/Wasser-Spülung. Die Bohrkerne wurden im Seilkernverfahren gewonnen. Der Kerndurchmesser betrug 63,5 mm. Die Bohrlochverfüllung erfolgte mit Splitt, Zementsuspension und Mutterboden. Die Auswertung der erbohrten und gewonnenen Bohrkerne brachte die Erkenntnis, daß sich das Gelände am Silberberg als zukünftiges Kalkstein-Abbaugebiet eignet.
Niederbringen von Erkundungsbohrungen im Feld Silberberg für eine weitreichende Abbauplanung der Rheinischen Kalksteinwerke Wülfrath
Wienkötter, A. (Autor:in)
Bergbau ; 48 ; 104-106
1997
3 Seiten, 3 Bilder, 3 Quellen
Aufsatz (Zeitschrift)
Deutsch