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Verfahren zur Beurteilung der Sicherheit bei Weiterverwendung alter Stahlbrücken
Viele bestehende Straßen- und Eisenbahnbrücken aus Stahl sind Nietkonstruktionen, die um die Jahrhundertwende erbaut wurden. Manche dieser Brücken sind in einem Zustand, der entweder den Ersatz dieser Brücken oder einen Nachweis für die weitere sichere Nutzung erforderlich macht. Für einen solchen Sicherheitsnachweis kann ein bruchmechanisches Sicherheitskonzept angewendet werden, basierend auf in den Werkstoffnormen spezifizierten Werkstoffkennwerten der Kerbschlagzähigkeit, für die eine Korrelation zu den bruchmechanischen Werkstoffzähigkeitskennwerten besteht - Verfahren nach Eurocode 3, Teil 2 - Anhang C. Für die in alten Stahlbrücken im wesentlichen vorzufindenden Flußstähle gibt es zur Zeit keine zuverlässigen Werkstoffkorrelationen, wie sie für moderne Stähle existieren, so daß diese Verfahrensweise für genietete Bauwerke nicht angewendet werden kann. Es ist deshalb auf bruchmechanische Zähigkeitskennwerte zurückzugreifen, für die aber statistische Auswertungen existieren, die als Basis für eine zuverlässige bruchmechanische Beurteilung der Sicherheit von Flußstahlkonstruktionen dienen können. In der Arbeit wird ein vereinfachtes Verfahren entwickelt, mit dessen Hilfe die zuverlässige Beurteilung der Sicherheit für die Weiterverwendung alter Stahlbrücken möglich ist. Dazu wurde mit Finite-Elemente-Berechnungen ein analytisches Verfahren zur Bestimmung von Versagenslasten anrißgeschädigter Bauteile abgeleitet. Die Überprüfung der Zuverlässigkeit des neuen Nachweismodells erfolgte mit Bauteilversuchen mit modernen und alten Stählen (S 235 - Flußstahl und S355 - St 52-3) nach dem Verfahren des Eurocode 3, Teil 1.1. - Anhang Z. Mit dem neuen Nachweismodell kann die Tragsicherheitsbeurteilung der Bauteile einer genieteten Brücke unter der Annahme von Anfangsrißschädigung erfolgen, und es können für diese Bauteile die kritischen Rißlängen für Bauteilversagen ermittelt werden. (Zugl.: Aachen, Diss. 1997)
Verfahren zur Beurteilung der Sicherheit bei Weiterverwendung alter Stahlbrücken
Viele bestehende Straßen- und Eisenbahnbrücken aus Stahl sind Nietkonstruktionen, die um die Jahrhundertwende erbaut wurden. Manche dieser Brücken sind in einem Zustand, der entweder den Ersatz dieser Brücken oder einen Nachweis für die weitere sichere Nutzung erforderlich macht. Für einen solchen Sicherheitsnachweis kann ein bruchmechanisches Sicherheitskonzept angewendet werden, basierend auf in den Werkstoffnormen spezifizierten Werkstoffkennwerten der Kerbschlagzähigkeit, für die eine Korrelation zu den bruchmechanischen Werkstoffzähigkeitskennwerten besteht - Verfahren nach Eurocode 3, Teil 2 - Anhang C. Für die in alten Stahlbrücken im wesentlichen vorzufindenden Flußstähle gibt es zur Zeit keine zuverlässigen Werkstoffkorrelationen, wie sie für moderne Stähle existieren, so daß diese Verfahrensweise für genietete Bauwerke nicht angewendet werden kann. Es ist deshalb auf bruchmechanische Zähigkeitskennwerte zurückzugreifen, für die aber statistische Auswertungen existieren, die als Basis für eine zuverlässige bruchmechanische Beurteilung der Sicherheit von Flußstahlkonstruktionen dienen können. In der Arbeit wird ein vereinfachtes Verfahren entwickelt, mit dessen Hilfe die zuverlässige Beurteilung der Sicherheit für die Weiterverwendung alter Stahlbrücken möglich ist. Dazu wurde mit Finite-Elemente-Berechnungen ein analytisches Verfahren zur Bestimmung von Versagenslasten anrißgeschädigter Bauteile abgeleitet. Die Überprüfung der Zuverlässigkeit des neuen Nachweismodells erfolgte mit Bauteilversuchen mit modernen und alten Stählen (S 235 - Flußstahl und S355 - St 52-3) nach dem Verfahren des Eurocode 3, Teil 1.1. - Anhang Z. Mit dem neuen Nachweismodell kann die Tragsicherheitsbeurteilung der Bauteile einer genieteten Brücke unter der Annahme von Anfangsrißschädigung erfolgen, und es können für diese Bauteile die kritischen Rißlängen für Bauteilversagen ermittelt werden. (Zugl.: Aachen, Diss. 1997)
Verfahren zur Beurteilung der Sicherheit bei Weiterverwendung alter Stahlbrücken
Procedure to evaluate the safety of old bridges for further use
Stötzel, G. (Autor:in)
1997
132 Seiten, Bilder, Tabellen, 71 Quellen
(+ 7 Anhänge)
Hochschulschrift
Deutsch
Verfahren zur Beurteilung der Sicherheit bei Weiterverwendung alter Stahlbrücken
UB Braunschweig | 1998
|Grundlagen für die Beurteilung der Weiterverwendung alter Stahlbrücken
UB Braunschweig | 1992
|UB Braunschweig | 2009
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