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Verschlüsse und Antriebe am Sperrwerk Greifswald
Moderne Stahlbautechnologie im Stahlwasserbau – Teil 2: Bauliche Umsetzung
Das Sperrwerk Greifswald an der Mündung des Ryck in den Greifswalder Bodden bildet den Kern des Sturmflutschutzes für Greifswald. Durch einen Hauptverschluss als Drehsegment und zwei Nebenverschlüsse als Schiebetore können 60 m Fluss und Uferbereich zwischen den angrenzenden Deichen im Sturmflutfall verschlossen werden. Der Hauptverschluss wurde als Drehsegment konzipiert, um den Schifffahrtsweg so wenig wie möglich einzuschränken. In Ruheposition liegt das Drehsegment in einer Mulde in der Bodenplatte unterhalb des Flussgrundes. Bei Sturmflutwarnung wird das Drehsegment über zwei Hydraulikzylinder um 90° in die Staustellung gedreht. Die Nebenverschlüsse sichern die Promenadenbereiche links und rechts vom Ryck. Sie wurden als Schiebetore ausgebildet, die normalerweise in Kammern im benachbarten Deich stehen und bei Sturmflutwarnung über Elektromotoren ausgefahren werden. Haupt‐ und Nebenverschlüsse wurden als geschweißte räumliche Schalentragwerke ausgebildet und mit FEM‐Software als jeweils ein Bauteil bemessen. Die besondere Herausforderung dieses Bauvorhabens war das Zusammenwirken von Wasser‐ und Spezialtiefbau, Betonbau, Stahlbau, Maschinenbau und Elektrotechnik.
Der Teil 1 beschreibt die Planung und statische Berechnung und ist im Heft 12/2016 erschienen.
Gates and drives of the Greifswald flood barrier – Contemporary steel construction for hydraulic gates. Part 2: Construction process.
The Greifswald flood barrier at the river Ryck at Baltic Sea is the essential part of flood barrier activities ensuring the safety of the city of Greifswald in case of wind‐induces flooding. The main gate is a segment gate in the river, spanning 21 m, accompanied by two 19 m spanning secondary gates formed by sliding doors covering the waterfronts. The segment gate in the rivers ensures minimum interruption of the navigation. In normal position, the segment rests in a recess of the foundation slab. In case of a flood warning, huge hydraulic rams turn the segment into the 90° close position. The sliding doors allow its storage in adjacent chambers, fully covered by the embankments and roll into its close position driven by electric engines. Both main segment gate and secondary sliding gates are spatial welded steel constructions designed as one unit by finite element software. The most challenging part of the project turned out to be the coordination of knowledge and specialists in water construction, special heavy construction, concrete technology, mechanical and electrical engineering.
Verschlüsse und Antriebe am Sperrwerk Greifswald
Moderne Stahlbautechnologie im Stahlwasserbau – Teil 2: Bauliche Umsetzung
Das Sperrwerk Greifswald an der Mündung des Ryck in den Greifswalder Bodden bildet den Kern des Sturmflutschutzes für Greifswald. Durch einen Hauptverschluss als Drehsegment und zwei Nebenverschlüsse als Schiebetore können 60 m Fluss und Uferbereich zwischen den angrenzenden Deichen im Sturmflutfall verschlossen werden. Der Hauptverschluss wurde als Drehsegment konzipiert, um den Schifffahrtsweg so wenig wie möglich einzuschränken. In Ruheposition liegt das Drehsegment in einer Mulde in der Bodenplatte unterhalb des Flussgrundes. Bei Sturmflutwarnung wird das Drehsegment über zwei Hydraulikzylinder um 90° in die Staustellung gedreht. Die Nebenverschlüsse sichern die Promenadenbereiche links und rechts vom Ryck. Sie wurden als Schiebetore ausgebildet, die normalerweise in Kammern im benachbarten Deich stehen und bei Sturmflutwarnung über Elektromotoren ausgefahren werden. Haupt‐ und Nebenverschlüsse wurden als geschweißte räumliche Schalentragwerke ausgebildet und mit FEM‐Software als jeweils ein Bauteil bemessen. Die besondere Herausforderung dieses Bauvorhabens war das Zusammenwirken von Wasser‐ und Spezialtiefbau, Betonbau, Stahlbau, Maschinenbau und Elektrotechnik.
Der Teil 1 beschreibt die Planung und statische Berechnung und ist im Heft 12/2016 erschienen.
Gates and drives of the Greifswald flood barrier – Contemporary steel construction for hydraulic gates. Part 2: Construction process.
The Greifswald flood barrier at the river Ryck at Baltic Sea is the essential part of flood barrier activities ensuring the safety of the city of Greifswald in case of wind‐induces flooding. The main gate is a segment gate in the river, spanning 21 m, accompanied by two 19 m spanning secondary gates formed by sliding doors covering the waterfronts. The segment gate in the rivers ensures minimum interruption of the navigation. In normal position, the segment rests in a recess of the foundation slab. In case of a flood warning, huge hydraulic rams turn the segment into the 90° close position. The sliding doors allow its storage in adjacent chambers, fully covered by the embankments and roll into its close position driven by electric engines. Both main segment gate and secondary sliding gates are spatial welded steel constructions designed as one unit by finite element software. The most challenging part of the project turned out to be the coordination of knowledge and specialists in water construction, special heavy construction, concrete technology, mechanical and electrical engineering.
Verschlüsse und Antriebe am Sperrwerk Greifswald
Moderne Stahlbautechnologie im Stahlwasserbau – Teil 2: Bauliche Umsetzung
Heyder, Frank (Autor:in) / Hohberg, Andreas (Autor:in) / Lettner, Christian (Autor:in)
Stahlbau ; 86 ; 27-35
01.01.2017
9 pages
Aufsatz (Zeitschrift)
Elektronische Ressource
Deutsch
Sturmflut , Bauausführung , Korrosionsschutz , Probe , Drehsegment , Montage , Entwurf und Konstruktion , Dichtung , Planung , Stahlwasserbau , Fertigung , Statik , Werkstoffe Conception and design , test , Flooding , erection , production , Steel structures for hydraulic engineering , structural calculation , design , Materials , sealing , construction process , segment gate , Corrosion protection
Verschlüsse und Antriebe am Sperrwerk Greifswald
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