Eine Plattform für die Wissenschaft: Bauingenieurwesen, Architektur und Urbanistik
Merkblatt B3 – Elektrochemische Potentialmessungen zur Detektion von Bewehrungsstahlkorrosion
Veröffentlicht vom DGZfP‐Fachausschuss für Zerstörungsfreie Prüfung im Bauwesen – Unterausschuss Korrosionsnachweis für Stahlbeton
10.1002/best.201000043.abs
Elektrochemische Potentialmessungen (auch Potentialfeldmessungen) haben sich seit Jahren bewährt, Bereiche mit aktiver chloridinduzierter Korrosion an tausalzexponierten Bauwerken, wie z. B. Brückentafeln sowie Zwischendecks und Bodenplatten von Parkhäusern und Tiefgaragen nachzuweisen.
Bereits 1990 erschien die erste Fassung des Merkblatts B3 der DGZfP. Das DAfStb Heft 422 (1991) – Prüfung von Beton Empfehlungen und Hinweise zu DIN 1048 – enthielt die Potentialfeldmessung bzw. das Merkblatt B3 im Anhang. In Deutschland liegen somit zwei Jahrzehnte Erfahrungen mit den entsprechenden Regelwerken und natürlich auch in der praktischen Anwendung vor. In der Praxis zeigte sich jedoch auch, dass die Anwendung verbessert werden muss. Die Potentialmessung wurde vielfach sogar falsch durchgeführt, wichtige Messungen fehlten und auch die Interpretation bzw. Bewertung der Messergebnisse erfolgte nicht mit dem erforderlichen ingenieurmäßigen Sachverstand. Häufig erfolgte die Bewertung nur auf Grundlage des amerikanischen Regelwerks ASTM Standard C 876–91, welches sich auch aufgrund der unterschiedlichen Bauweisen in Deutschland jedoch nur sehr bedingt eignet. Dies und auch das Vorliegen neuer technischer und wissenschaftlicher Erkenntnisse veranlassten den DGZfP‐Fachausschuss für Zerstörungsfreie Prüfung im Bauwesen den Unterausschuss Korrosionsnachweis bei Stahlbeton zu beauftragen, das Merkblatt B3 zu überarbeiten und neu heraus zu geben. Das neue Merkblatt wurde schließlich im April 2008 veröffentlicht.
Ziel des nachfolgenden Beitrags ist es, das Potentialmessverfahren in kurzer Form darzustellen, insbesondere jedoch das Merkblatt B3 der Fachöffentlichkeit vorzustellen, da sich immer wieder gezeigt hat, dass dieses Merkblatt bei Anwendern und Auftraggebern nur sehr wenig bekannt ist.
Der Inhalt des Merkblatts B3 wird nachfolgend in Auszügen dargestellt, erläutert und Hinweise zur praktischen Ausführung und Bewertung der Potentialmessung gegeben. Ferner werden an einigen Stellen Hintergrundinformationen gegeben, die im Merkblatt B3 nicht enthalten sind. Auf neuere wissenschaftliche Erkenntnisse wird verwiesen. Die Kapiteleinteilung des Merkblatts B3 wird übernommen. Manche besonders wichtige Passagen des Merkblatts werden weitgehend wörtlich übernommen, wobei diese Passagen der besseren Lesbarkeit halber nicht extra gekennzeichnet werden.
Merkblatt B3 – Elektrochemische Potentialmessungen zur Detektion von Bewehrungsstahlkorrosion
Veröffentlicht vom DGZfP‐Fachausschuss für Zerstörungsfreie Prüfung im Bauwesen – Unterausschuss Korrosionsnachweis für Stahlbeton
10.1002/best.201000043.abs
Elektrochemische Potentialmessungen (auch Potentialfeldmessungen) haben sich seit Jahren bewährt, Bereiche mit aktiver chloridinduzierter Korrosion an tausalzexponierten Bauwerken, wie z. B. Brückentafeln sowie Zwischendecks und Bodenplatten von Parkhäusern und Tiefgaragen nachzuweisen.
Bereits 1990 erschien die erste Fassung des Merkblatts B3 der DGZfP. Das DAfStb Heft 422 (1991) – Prüfung von Beton Empfehlungen und Hinweise zu DIN 1048 – enthielt die Potentialfeldmessung bzw. das Merkblatt B3 im Anhang. In Deutschland liegen somit zwei Jahrzehnte Erfahrungen mit den entsprechenden Regelwerken und natürlich auch in der praktischen Anwendung vor. In der Praxis zeigte sich jedoch auch, dass die Anwendung verbessert werden muss. Die Potentialmessung wurde vielfach sogar falsch durchgeführt, wichtige Messungen fehlten und auch die Interpretation bzw. Bewertung der Messergebnisse erfolgte nicht mit dem erforderlichen ingenieurmäßigen Sachverstand. Häufig erfolgte die Bewertung nur auf Grundlage des amerikanischen Regelwerks ASTM Standard C 876–91, welches sich auch aufgrund der unterschiedlichen Bauweisen in Deutschland jedoch nur sehr bedingt eignet. Dies und auch das Vorliegen neuer technischer und wissenschaftlicher Erkenntnisse veranlassten den DGZfP‐Fachausschuss für Zerstörungsfreie Prüfung im Bauwesen den Unterausschuss Korrosionsnachweis bei Stahlbeton zu beauftragen, das Merkblatt B3 zu überarbeiten und neu heraus zu geben. Das neue Merkblatt wurde schließlich im April 2008 veröffentlicht.
Ziel des nachfolgenden Beitrags ist es, das Potentialmessverfahren in kurzer Form darzustellen, insbesondere jedoch das Merkblatt B3 der Fachöffentlichkeit vorzustellen, da sich immer wieder gezeigt hat, dass dieses Merkblatt bei Anwendern und Auftraggebern nur sehr wenig bekannt ist.
Der Inhalt des Merkblatts B3 wird nachfolgend in Auszügen dargestellt, erläutert und Hinweise zur praktischen Ausführung und Bewertung der Potentialmessung gegeben. Ferner werden an einigen Stellen Hintergrundinformationen gegeben, die im Merkblatt B3 nicht enthalten sind. Auf neuere wissenschaftliche Erkenntnisse wird verwiesen. Die Kapiteleinteilung des Merkblatts B3 wird übernommen. Manche besonders wichtige Passagen des Merkblatts werden weitgehend wörtlich übernommen, wobei diese Passagen der besseren Lesbarkeit halber nicht extra gekennzeichnet werden.
Merkblatt B3 – Elektrochemische Potentialmessungen zur Detektion von Bewehrungsstahlkorrosion
Veröffentlicht vom DGZfP‐Fachausschuss für Zerstörungsfreie Prüfung im Bauwesen – Unterausschuss Korrosionsnachweis für Stahlbeton
Sodeikat, Christian (Autor:in)
Beton‐ und Stahlbetonbau ; 105 ; 529-538
01.08.2010
10 pages
Aufsatz (Zeitschrift)
Elektronische Ressource
Englisch
Merkblatt B3 - Elektrochemische Potentialmessungen zur Detektion von Bewehrungsstahlkorrosion
Online Contents | 2010
|Merkblatt für elektrochemische Potentialmessungen zur Detektion von Bewehrungsstahlkorrosion
UB Braunschweig | 2014
|Elektrochemische Potentialmessungen zum Auffinden von Bewehrungskorrosion
Online Contents | 2014
|