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Tragende Bodenplatten von Tiefgaragen
Aspekte bei der Planung und Möglichkeiten für einen effektiven Betonstahleinsatz
Bei den Planern von tragenden Bodenplatten von Tiefgaragen herrscht derzeit eine gewisse Verunsicherung: auf der einen Seite wird auf Planerseite versucht, durch strenge Vorgaben an die zulässigen Rissbreiten und Ansatz des späten Zwangs den Vorgaben an Wasserundurchlässigkeit und Dauerhaftigkeit gegenüber einer Chloridbelastung gerecht zu werden. Dies führt zu meist hohen Bewehrungsgraden, wie eine Parameterstudie im Rahmen dieses Papers aufzeigt. Zum anderen ist der Planer angehalten, wirtschaftlich zu planen. Einen möglichen Ausweg aus diesem Dilemma stellen die im Entwurf des DBV‐Merkblatts Parkhäuser und die in der WU‐Richtlinie dargestellten Entwurfsgrundsätze (EGS) dar: bei Ansatz des EGS „Risse planen” kann z. B. durch gezielte Anordnung von Sollriss‐Elementen und einer abgestimmten Bewehrungsanordnung Mindestbewehrung eingespart werden. Ein weiterer beleuchteter Aspekt dieses Beitrags ist die Überprüfung der Chloriddichtheit von unterschiedlichen Betonen. Dabei zeigt sich, dass der in der Norm gewählte deskriptive Ansatz, durch hohe geforderte Betondruckfestigkeiten auch eine hohe Dauerhaftigkeit sicherzustellen, nicht zielführend ist. Es ist vielmehr zu empfehlen, bei Wahl eines geeigneten Bindemittels die Betonfestigkeiten möglichst zu reduzieren.
Load bearing base plates of underground car parks – Aspects in the planning and possibilities for an effective reinforcement design
There is a certain insecurity existent among planners of load bearing base plates for underground car parks: on the one hand they try to meet the requirements in regard to water impermeability and durability against chloride exposure by fulfilling strict requirements in regard to maximum crack width and late restraints. This leads to high reinforcement contents of the base plates, as shown in a parameter study. On the other hand the planner is obliged to plan economically. A possible way out of this dilemma is shown in the draft of the DBV fact sheet ”Car Parks“ and the watertight guideline: the design principle (EGS) ”planning cracks“ allows the reduction of the minimum reinforcement by e. g. targeted placement of crack‐inducing elements and reinforcement design. Another discussed aspect of this paper is to verify the tightness against chloride ingress of different concrete mixtures. It is proven that the approach of the standard to ensure the durability by using high strength concrete is not constructive. It is rather to suggest to reduce the strength of the concrete with choosing a suitable binder.
Tragende Bodenplatten von Tiefgaragen
Aspekte bei der Planung und Möglichkeiten für einen effektiven Betonstahleinsatz
Bei den Planern von tragenden Bodenplatten von Tiefgaragen herrscht derzeit eine gewisse Verunsicherung: auf der einen Seite wird auf Planerseite versucht, durch strenge Vorgaben an die zulässigen Rissbreiten und Ansatz des späten Zwangs den Vorgaben an Wasserundurchlässigkeit und Dauerhaftigkeit gegenüber einer Chloridbelastung gerecht zu werden. Dies führt zu meist hohen Bewehrungsgraden, wie eine Parameterstudie im Rahmen dieses Papers aufzeigt. Zum anderen ist der Planer angehalten, wirtschaftlich zu planen. Einen möglichen Ausweg aus diesem Dilemma stellen die im Entwurf des DBV‐Merkblatts Parkhäuser und die in der WU‐Richtlinie dargestellten Entwurfsgrundsätze (EGS) dar: bei Ansatz des EGS „Risse planen” kann z. B. durch gezielte Anordnung von Sollriss‐Elementen und einer abgestimmten Bewehrungsanordnung Mindestbewehrung eingespart werden. Ein weiterer beleuchteter Aspekt dieses Beitrags ist die Überprüfung der Chloriddichtheit von unterschiedlichen Betonen. Dabei zeigt sich, dass der in der Norm gewählte deskriptive Ansatz, durch hohe geforderte Betondruckfestigkeiten auch eine hohe Dauerhaftigkeit sicherzustellen, nicht zielführend ist. Es ist vielmehr zu empfehlen, bei Wahl eines geeigneten Bindemittels die Betonfestigkeiten möglichst zu reduzieren.
Load bearing base plates of underground car parks – Aspects in the planning and possibilities for an effective reinforcement design
There is a certain insecurity existent among planners of load bearing base plates for underground car parks: on the one hand they try to meet the requirements in regard to water impermeability and durability against chloride exposure by fulfilling strict requirements in regard to maximum crack width and late restraints. This leads to high reinforcement contents of the base plates, as shown in a parameter study. On the other hand the planner is obliged to plan economically. A possible way out of this dilemma is shown in the draft of the DBV fact sheet ”Car Parks“ and the watertight guideline: the design principle (EGS) ”planning cracks“ allows the reduction of the minimum reinforcement by e. g. targeted placement of crack‐inducing elements and reinforcement design. Another discussed aspect of this paper is to verify the tightness against chloride ingress of different concrete mixtures. It is proven that the approach of the standard to ensure the durability by using high strength concrete is not constructive. It is rather to suggest to reduce the strength of the concrete with choosing a suitable binder.
Tragende Bodenplatten von Tiefgaragen
Aspekte bei der Planung und Möglichkeiten für einen effektiven Betonstahleinsatz
Stettner, Christian (Autor:in) / Dauberschmidt, Christoph (Autor:in)
Beton‐ und Stahlbetonbau ; 112 ; 207-218
01.04.2017
12 pages
Aufsatz (Zeitschrift)
Elektronische Ressource
Deutsch
WU‐Bauwerke , Zwang , Tiefgaragen , Korrosion , Mindestbewehrung , Temperaturspanne , Allgemeines , Chlorid , Parkhäuser , Bewehrung , Normen/Vorschriften/Richtlinien , Eurocode , Entwurf und Konstruktion , Temperatur , Berechnungs‐ und Bemessungsverfahren , Zwangsspannung , Entwurfsgrundsatz , Bodenplatte design principle , base plate , chloride , restraint stress , seasonal temperature range , minimum reinforcement , underground parking
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