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Energetischer Wärmeschutz versus hygienischer Wärmeschutz – Sind die derzeitigen Auslegungsklimate für den winterlichen Wärmeschutz geeignet zur Beurteilung der Schimmelpilzgefährdung alter und neuer Bausubstanz?
10.1002/bapi.200710018.abs
Wesentliche Grundlage für die Beurteilung von Schimmelpilzbildungen ist die Ermittlung der in den Schadensbereichen zu erwartenden minimalen Oberflächentemperaturen mit Hilfe von Wärmebrückenberechnungen. Diese erfolgen entsprechend den allgemein anerkannten Regeln der Technik stationär unter den winterlich kalten Auslegungsklimaten für den Mindestwärmeschutz. Die vorliegende Abhandlung erläutert zunächst den Ursprung dieser Randbedingungen im energetischen Wärmeschutz sowie die heute bestehenden Möglichkeiten und Anforderungen bei der Bewertung der Berechnungsergebnisse. Hierauf aufbauend wird gezeigt, dass diese derzeit anzuwendenden “kalten, trockenen” Randbedingungen jedoch entgegen der herkömmlichen Betrachtungsweise nicht die ungünstigsten zu erwartenden außenklimatischen Bedingungen wiedergeben. Nach Ansicht der Autoren ist insofern eine Modifizierung der rechnerischen Randbedingungen erforderlich, um die ungünstigeren “milden, feuchten” außenklimatischen Bedingungen der ?bergangsjahreszeiten berücksichtigen zu können. Hierzu werden mögliche Ansätze benannt.
Energy aspects vs. hygiene aspects of thermal insulation. Are current design criteria for thermal insulation in winter suitable for assessing mould risk in older and new buildings?
Determining minimum surface temperatures in affected areas with the aid of thermal bridge calculations is an important basis for analysing mould growth. According to the generally recognised state of the art, calculations are usually based on steady‐state conditions and design data for minimum thermal insulation requirements in winter. This article initially explains the origins of these boundary conditions in the field of thermal insulation and current options and requirements for assessing calculation results. The article then illustrates that, contrary to the conventional view, the “cold, dry” boundary conditions currently used do not necessarily represent the worst case of external climate conditions that can be expected. The authors suggest that the boundary conditions for the calculations should be amended, so that less favourable “mild, damp” external conditions during spring and autumn can be taken into account. Suitable approaches are proposed.
Energetischer Wärmeschutz versus hygienischer Wärmeschutz – Sind die derzeitigen Auslegungsklimate für den winterlichen Wärmeschutz geeignet zur Beurteilung der Schimmelpilzgefährdung alter und neuer Bausubstanz?
10.1002/bapi.200710018.abs
Wesentliche Grundlage für die Beurteilung von Schimmelpilzbildungen ist die Ermittlung der in den Schadensbereichen zu erwartenden minimalen Oberflächentemperaturen mit Hilfe von Wärmebrückenberechnungen. Diese erfolgen entsprechend den allgemein anerkannten Regeln der Technik stationär unter den winterlich kalten Auslegungsklimaten für den Mindestwärmeschutz. Die vorliegende Abhandlung erläutert zunächst den Ursprung dieser Randbedingungen im energetischen Wärmeschutz sowie die heute bestehenden Möglichkeiten und Anforderungen bei der Bewertung der Berechnungsergebnisse. Hierauf aufbauend wird gezeigt, dass diese derzeit anzuwendenden “kalten, trockenen” Randbedingungen jedoch entgegen der herkömmlichen Betrachtungsweise nicht die ungünstigsten zu erwartenden außenklimatischen Bedingungen wiedergeben. Nach Ansicht der Autoren ist insofern eine Modifizierung der rechnerischen Randbedingungen erforderlich, um die ungünstigeren “milden, feuchten” außenklimatischen Bedingungen der ?bergangsjahreszeiten berücksichtigen zu können. Hierzu werden mögliche Ansätze benannt.
Energy aspects vs. hygiene aspects of thermal insulation. Are current design criteria for thermal insulation in winter suitable for assessing mould risk in older and new buildings?
Determining minimum surface temperatures in affected areas with the aid of thermal bridge calculations is an important basis for analysing mould growth. According to the generally recognised state of the art, calculations are usually based on steady‐state conditions and design data for minimum thermal insulation requirements in winter. This article initially explains the origins of these boundary conditions in the field of thermal insulation and current options and requirements for assessing calculation results. The article then illustrates that, contrary to the conventional view, the “cold, dry” boundary conditions currently used do not necessarily represent the worst case of external climate conditions that can be expected. The authors suggest that the boundary conditions for the calculations should be amended, so that less favourable “mild, damp” external conditions during spring and autumn can be taken into account. Suitable approaches are proposed.
Energetischer Wärmeschutz versus hygienischer Wärmeschutz – Sind die derzeitigen Auslegungsklimate für den winterlichen Wärmeschutz geeignet zur Beurteilung der Schimmelpilzgefährdung alter und neuer Bausubstanz?
Oster, Nils (Autor:in) / Bredemeyer, Jan (Autor:in)
Bauphysik ; 29 ; 117-124
01.04.2007
8 pages
Aufsatz (Zeitschrift)
Elektronische Ressource
Englisch
Anforderungen an den winterlichen Wärmeschutz
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