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Antikörper-Entwicklung nach Respiratory Syncytial Virus (RSV)-Infektion bei Frühgeborenen und Säuglingen ; Changes of antibodies after infection with respiratory sycytial virus (RSV) in premature infants and nurselings
Das RS-Virus ist die Hauptursache für Erkrankungen des unteren Respirationstraktes bei Säuglingen und Kleinkindern. In einer prospektiv durchgeführten Studie im Winterhalbjahr 1994/95 wurden 29 nosokomial (Studie 1) und 35 extern (Studie 2) mit dem RS-Virus infizierte Kinder untersucht. Das dazugehörige RSV-negative Vergleichskollektiv bestand aus 50 bzw. 23 Kindern. Neben biographischen, anamnestischen und klinischen Daten kam der IgG-/IgA-AK-Status bzw. die AK-Entwicklung nach RSV-Infektion mittels Immunoblot zur Auswertung. In der Gruppe der Studie 1-Kinder (junge Säuglinge und Frühgeborene) wurden Frühgeburtlichkeit und familiäre Vorbelastung mit Asthma als Risikofaktoren für eine RSV-Infektion gemäß früherer Studien bestätigt, nicht jedoch eine Häufung von RSV-Infektionen bei Jungen bzw. kardiopulmonal vorgeschädigten Kindern. Die RSV-positiven Studie 1-Kinder waren durchschnittlich 38 Tage alt und zeigten die für diese Altersgruppe typische RSV-Symptomatik mit Dyspnoe, Obstruktion und vor allem massiver Zunahme von Apnoen. Bei der Untersuchung des AK-Status mittels Immunoblot zeigte sich, daß mütterliche AK nur einen inkompletten Schutz bieten, indem sie eine RSV-Infektion abschwächen, aber nicht verhindern können. Darüber hinaus wirken sie einer Eigenproduktion von AK nach Infektion entgegen. Dies führt zusammen mit der immunologischen Unreife der Kinder zu einem unvollständigen Schutz vor einer Zweitinfektion. Reinfektionen sind daher häufig. Die AK-Entwicklung ist altersabhängig und unterliegt dem immunologischen Reifungsprozeß der Kinder. -- In der Gruppe der Studie 2-Kinder (ältere Säuglinge) entsprach sowohl die zeitliche Verteilung der Neuerkrankungen und die durchschnittliche stationäre Aufenthaltsdauer als auch die %-Verteilung der verschiedenen Einweisungdiagnosen und der jeweilige Anteil an RSV-infizierten Kindern vergleichbaren Zahlen anderer epidemiologischer Studien. Unabhängig vom Vorliegen einer RSV-Infektion wiesen alle Studie 2-Kinder gleichermaßen die typische Bronchitis/Bronchiolitis- bzw. Pneumoniesymptomatik auf. Bei der Untersuchung des AK-Status hatten die RSV-negativen Kinder häufiger und deutlich ausgeprägtere IgG-AK. Nach erfolgter RSV-Infektion zeigt sich eine Erweiterung des AK-Spektrums und ein sprunghafter Anstieg von IgA-AK. -- Stillen bietet einen gewissen Schutz vor einer RSV-Infektion (Studie 1+2). In beiden Studien konnten wir keinen deutlichen Zusammenhang zwischen klinischen Symptomen und AK-Status herstellen. In Studie 2 zeigte sich tendentiell ein negativer Effekt der IgG-AK gegen glyk. G und F1 bzw. ein positiver Effekt der IgG-AK gegen P auf den Krankheitsverlauf. Aufgrund der weltweit hohen Morbidität und Mortalität des RS-Virus wird neben der effektiven Behandlung die Vermeidung einer Infektion und die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffes Schwerpunkt der RSV-Forschung für die weitere Zukunft sein. ; The respiratory syncytial virus (RSV) is one main reason for diseases of the lower respiratory tract in nurselings and infants. In a prospective study in the winter 1994/95 29 hospitalized (study 1) and 35 out-patient (study 2) infants infected with RSV were investigated and compared to a group of 50 hospitalized and 23 out-patient children of similar age. Patient history, demographic and clinical data as well as the IgG/IgA-antibody status and the changes of antibodies after RSV infection were evaluated by clinical questionnaires and immunoblots respectively. In the study 1 group (young nurselings and premature infants) premature birth and asthma patients in the family were found as risk factors for an RSV infection. This confirms the results from former studies. A higher risk for RSV infections in male infants or infants with cardiac or pulmonary diseases was not found. The RSV-positive study 1 infants were on average 38 days old and showed the typical RSV symptoms for their age (dyspnoea, obstruction, and a massive increase in apnoea episodes). Investigating the antibody status by immunoblots it was found that maternal antibodies can partially protect infants by weaken an RSV infection, but they could not completely prevent it. Additionally, they counteract the production of antibodies by the infants themselves. Together with the children’s immunological immaturity this can cause and incomplete protection against second RSV infections. Therefore, re-infections are very common. The formation of antibodies is dependent on age and the immunological development of the children. In the study 2 children (older infants) the demographic and epidemiological data confirmed the results of former studies. All study 2 children showed the typical symptoms of a brochitis/bronchiolitis or pneumonia, no matter whether they had an RSV infection or not. The RSV negative children had noticeably more anti RSV IgG antibodies. After RSV infection new kinds of anti RSV antibodies and an increased number of anti RSV IgA antibodies occurred. Breast feeding can protect infants partially from an RSV infection (study 1+2). In both studies we could not show a correlation between clinical symptoms and antibody status. In study 2 IgG antibodies against glyc G and F1 had a slightly negative effect on the course of disease, whereas IgG antibodies against P influenced the course of disease positively. Due to high morbidity and mortality caused by RSV in the whole world, the aim of future research will be not only an improvement of therapeutical possibilities, but also the prevention of RSV infections and the development of an RSV vaccine.
Antikörper-Entwicklung nach Respiratory Syncytial Virus (RSV)-Infektion bei Frühgeborenen und Säuglingen ; Changes of antibodies after infection with respiratory sycytial virus (RSV) in premature infants and nurselings
Das RS-Virus ist die Hauptursache für Erkrankungen des unteren Respirationstraktes bei Säuglingen und Kleinkindern. In einer prospektiv durchgeführten Studie im Winterhalbjahr 1994/95 wurden 29 nosokomial (Studie 1) und 35 extern (Studie 2) mit dem RS-Virus infizierte Kinder untersucht. Das dazugehörige RSV-negative Vergleichskollektiv bestand aus 50 bzw. 23 Kindern. Neben biographischen, anamnestischen und klinischen Daten kam der IgG-/IgA-AK-Status bzw. die AK-Entwicklung nach RSV-Infektion mittels Immunoblot zur Auswertung. In der Gruppe der Studie 1-Kinder (junge Säuglinge und Frühgeborene) wurden Frühgeburtlichkeit und familiäre Vorbelastung mit Asthma als Risikofaktoren für eine RSV-Infektion gemäß früherer Studien bestätigt, nicht jedoch eine Häufung von RSV-Infektionen bei Jungen bzw. kardiopulmonal vorgeschädigten Kindern. Die RSV-positiven Studie 1-Kinder waren durchschnittlich 38 Tage alt und zeigten die für diese Altersgruppe typische RSV-Symptomatik mit Dyspnoe, Obstruktion und vor allem massiver Zunahme von Apnoen. Bei der Untersuchung des AK-Status mittels Immunoblot zeigte sich, daß mütterliche AK nur einen inkompletten Schutz bieten, indem sie eine RSV-Infektion abschwächen, aber nicht verhindern können. Darüber hinaus wirken sie einer Eigenproduktion von AK nach Infektion entgegen. Dies führt zusammen mit der immunologischen Unreife der Kinder zu einem unvollständigen Schutz vor einer Zweitinfektion. Reinfektionen sind daher häufig. Die AK-Entwicklung ist altersabhängig und unterliegt dem immunologischen Reifungsprozeß der Kinder. -- In der Gruppe der Studie 2-Kinder (ältere Säuglinge) entsprach sowohl die zeitliche Verteilung der Neuerkrankungen und die durchschnittliche stationäre Aufenthaltsdauer als auch die %-Verteilung der verschiedenen Einweisungdiagnosen und der jeweilige Anteil an RSV-infizierten Kindern vergleichbaren Zahlen anderer epidemiologischer Studien. Unabhängig vom Vorliegen einer RSV-Infektion wiesen alle Studie 2-Kinder gleichermaßen die typische Bronchitis/Bronchiolitis- bzw. Pneumoniesymptomatik auf. Bei der Untersuchung des AK-Status hatten die RSV-negativen Kinder häufiger und deutlich ausgeprägtere IgG-AK. Nach erfolgter RSV-Infektion zeigt sich eine Erweiterung des AK-Spektrums und ein sprunghafter Anstieg von IgA-AK. -- Stillen bietet einen gewissen Schutz vor einer RSV-Infektion (Studie 1+2). In beiden Studien konnten wir keinen deutlichen Zusammenhang zwischen klinischen Symptomen und AK-Status herstellen. In Studie 2 zeigte sich tendentiell ein negativer Effekt der IgG-AK gegen glyk. G und F1 bzw. ein positiver Effekt der IgG-AK gegen P auf den Krankheitsverlauf. Aufgrund der weltweit hohen Morbidität und Mortalität des RS-Virus wird neben der effektiven Behandlung die Vermeidung einer Infektion und die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffes Schwerpunkt der RSV-Forschung für die weitere Zukunft sein. ; The respiratory syncytial virus (RSV) is one main reason for diseases of the lower respiratory tract in nurselings and infants. In a prospective study in the winter 1994/95 29 hospitalized (study 1) and 35 out-patient (study 2) infants infected with RSV were investigated and compared to a group of 50 hospitalized and 23 out-patient children of similar age. Patient history, demographic and clinical data as well as the IgG/IgA-antibody status and the changes of antibodies after RSV infection were evaluated by clinical questionnaires and immunoblots respectively. In the study 1 group (young nurselings and premature infants) premature birth and asthma patients in the family were found as risk factors for an RSV infection. This confirms the results from former studies. A higher risk for RSV infections in male infants or infants with cardiac or pulmonary diseases was not found. The RSV-positive study 1 infants were on average 38 days old and showed the typical RSV symptoms for their age (dyspnoea, obstruction, and a massive increase in apnoea episodes). Investigating the antibody status by immunoblots it was found that maternal antibodies can partially protect infants by weaken an RSV infection, but they could not completely prevent it. Additionally, they counteract the production of antibodies by the infants themselves. Together with the children’s immunological immaturity this can cause and incomplete protection against second RSV infections. Therefore, re-infections are very common. The formation of antibodies is dependent on age and the immunological development of the children. In the study 2 children (older infants) the demographic and epidemiological data confirmed the results of former studies. All study 2 children showed the typical symptoms of a brochitis/bronchiolitis or pneumonia, no matter whether they had an RSV infection or not. The RSV negative children had noticeably more anti RSV IgG antibodies. After RSV infection new kinds of anti RSV antibodies and an increased number of anti RSV IgA antibodies occurred. Breast feeding can protect infants partially from an RSV infection (study 1+2). In both studies we could not show a correlation between clinical symptoms and antibody status. In study 2 IgG antibodies against glyc G and F1 had a slightly negative effect on the course of disease, whereas IgG antibodies against P influenced the course of disease positively. Due to high morbidity and mortality caused by RSV in the whole world, the aim of future research will be not only an improvement of therapeutical possibilities, but also the prevention of RSV infections and the development of an RSV vaccine.
Antikörper-Entwicklung nach Respiratory Syncytial Virus (RSV)-Infektion bei Frühgeborenen und Säuglingen ; Changes of antibodies after infection with respiratory sycytial virus (RSV) in premature infants and nurselings
Schneider-Momm, Katja Kerstin (author)
1997-01-01
Theses
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