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Wohn- und Bautraditionen im Wadi Al-Nadara, Syrien: Erhalt und Weiterentwicklung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wohn- und Bautraditionen des 18. bis 20. Jahrhunderts einer Bergregion im Westen Syriens - dem Wadi Al-Nadara. Im Schatten der monumentalen Kreuzritterburg Krak des Chevaliers, die seit 2006 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, ist die Stein-Architektur ländlicher Anwesen bislang weitgehend unbeachtet und unerforscht geblieben. Regionaltypische Wohnformen aus lokal vorhandenen Baumaterialien, die sich über Jahrhunderte auf Lebens-, Wohn- und Wirtschaftsgewohnheiten der Bergbauern abgestimmt, an Handwerk und klimatischen Gegebenheiten orientiert entwickelten, verschwinden zusehends aus dem Bild der Dörfer und Städte und werden durch Betonbauten ersetzt. Mit Ihrem Verlust geht die Vielfalt regionaler Architektur und mit der Generation der Alten das Wissen um Konstruktionsweisen, Baustoffe, Bautechniken, Wohnformen und Gewohnheiten unwiederbringlich verloren. Im Rahmen der Dissertation werden die traditionellen Bauwerke in ihrem geographischen und historischen Kontext vorgestellt, bautypologisch unterschieden und anhand wesentlicher Konstruktionsmerkmale dargestellt. Über den dokumentierenden Teil hinaus werden Vorschläge zur Weiternutzung und zum Erhalt der historischen Bausubstanz – von einem geringen Grad des Eingriffs bis hin zu umfangreichen Veränderungen des Bestands, der Weiterverwendung einzelner Elemente oder Gebäudeteile bis hin zum Neubau mit inhaltlich-funktionalen Impulsen der traditionellen Baukultur – theoretisch diskutiert sowie anhand exemplarisch ausgewählter Bauwerke im Rahmen von Entwurfsvorschlägen untermauert und bewertet. Traditionelle Bauten werden dabei nicht als statisch steinerne Monumente manifestiert oder als Denkmäler deklariert, sondern eine bewohn- und benutzbare bzw. funktionale und ästhetische Synthese aus Alt und Neu vorgeschlagen, die den Mehrwert des Erinnerns bzw. der Überlieferung in sich trägt. Die Arbeit soll den Blick für die Vielfalt der Bautraditionen in Syrien schärfen, vor allem aber Bewohnern der Region als Hilfestellung im Umgang im Sinne einer Pflege und Weiterentwicklung ihres baukulturellen Erbes dienen.
Wohn- und Bautraditionen im Wadi Al-Nadara, Syrien: Erhalt und Weiterentwicklung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wohn- und Bautraditionen des 18. bis 20. Jahrhunderts einer Bergregion im Westen Syriens - dem Wadi Al-Nadara. Im Schatten der monumentalen Kreuzritterburg Krak des Chevaliers, die seit 2006 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, ist die Stein-Architektur ländlicher Anwesen bislang weitgehend unbeachtet und unerforscht geblieben. Regionaltypische Wohnformen aus lokal vorhandenen Baumaterialien, die sich über Jahrhunderte auf Lebens-, Wohn- und Wirtschaftsgewohnheiten der Bergbauern abgestimmt, an Handwerk und klimatischen Gegebenheiten orientiert entwickelten, verschwinden zusehends aus dem Bild der Dörfer und Städte und werden durch Betonbauten ersetzt. Mit Ihrem Verlust geht die Vielfalt regionaler Architektur und mit der Generation der Alten das Wissen um Konstruktionsweisen, Baustoffe, Bautechniken, Wohnformen und Gewohnheiten unwiederbringlich verloren. Im Rahmen der Dissertation werden die traditionellen Bauwerke in ihrem geographischen und historischen Kontext vorgestellt, bautypologisch unterschieden und anhand wesentlicher Konstruktionsmerkmale dargestellt. Über den dokumentierenden Teil hinaus werden Vorschläge zur Weiternutzung und zum Erhalt der historischen Bausubstanz – von einem geringen Grad des Eingriffs bis hin zu umfangreichen Veränderungen des Bestands, der Weiterverwendung einzelner Elemente oder Gebäudeteile bis hin zum Neubau mit inhaltlich-funktionalen Impulsen der traditionellen Baukultur – theoretisch diskutiert sowie anhand exemplarisch ausgewählter Bauwerke im Rahmen von Entwurfsvorschlägen untermauert und bewertet. Traditionelle Bauten werden dabei nicht als statisch steinerne Monumente manifestiert oder als Denkmäler deklariert, sondern eine bewohn- und benutzbare bzw. funktionale und ästhetische Synthese aus Alt und Neu vorgeschlagen, die den Mehrwert des Erinnerns bzw. der Überlieferung in sich trägt. Die Arbeit soll den Blick für die Vielfalt der Bautraditionen in Syrien schärfen, vor allem aber Bewohnern der Region als Hilfestellung im Umgang im Sinne einer Pflege und Weiterentwicklung ihres baukulturellen Erbes dienen.
Wohn- und Bautraditionen im Wadi Al-Nadara, Syrien: Erhalt und Weiterentwicklung
Dwelling and Building Traditions in the Region Wadi Al-Nadara, Syria: Preservation and Development
Jäger, Juliane (author) / Universitätsbibliothek Braunschweig (host institution) / Burkhardt, Berthold (tutor)
2012
Miscellaneous
Electronic Resource
German
DDC:
720
Wohn- und Bautraditionen im Wadi Al-Nadara, Syrien : Erhalt und Weiterentwicklung
UB Braunschweig | 2013
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