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Zur Theorie der Modellierung von Natur und Umwelt
Ein Ansatz zur Rekonstruktion und Systematisierung der Grundperspektiven ökologischer Modellbildung für planungsbezogene Anwendungen
Die Arbeit ist angesiedelt an der Schnittstelle zwischen Ökologie und Umweltplanung und geht der Frage nach, welche wissenschaftstheoretischen Voraussetzungen denjenigen ökologischen Modellvorstellungen und Betrachtungsperspektiven zugrunde liegen, die im Kontext von Landschafts- und Umweltplanung Anwendung finden. Theoretische Basis der Arbeit ist die "Allgemeine Modelltheorie" Stachowiaks, nach der alle Wahrnehmung und Erkenntnis als modellhaft aufgefaßt werden kann. Dieses Modellkonzept wird für die Analyse und Reflexion der Modellbildung von Natur und Umwelt im Hinblick auf Landschafts- und Umweltplanung nutzbar gemacht. Im Zentrum der Arbeit steht eine systematische Darstellung der theoretischen Einflüsse und Aspekte, die der wissenschaftlichen Betrachtung von Natur und Umwelt zugrunde liegen und damit die Modellvorstellungen der Ökologie bestimmen. Diese Einflußfaktoren sind - angelehnt an Kant - die zentralen Kategorien der Erkenntnis, d.h. Substanz, Raum, Zeit und Relation. Von Bedeutung sind weiterhin die nomothetische und die idiographische Wissenschaftsauffassung, als zwei unterschiedliche Intentionen wissenschaftlicher Betrachtung von Natur und Umwelt, sowie der Holismus, der Reduktionismus und das Systemdenken, die als unterschiedliche Forschungsstrategien die theoretische Einordnung beobachteter Erscheinungen bestimmen. Die ökologische Modellierungsperspektive und das dahinter stehende Ökologieverständnis wird als ein übergreifender Einflußfaktor betrachtet und in seine Kernelemente Organismus, Beziehung und Umwelt differenziert und die Interpretation dieser drei Komponenten analysiert. Die systematische Zusammenstellung der theoretischen Einflüsse ökologischer Modellvorstellungen von Natur und Umwelt liefert eine Plattform für eine wissenschaftstheoretische und methodische Reflexion ökologischer Modellbildung und erleichtert damit den notwendigen Dialog über eine angemessene Erfassung und Abbildung von Natur und Umwelt in umweltpolitischen Planungs-, Entscheidungs- und Handlungsprozessen. Die Einflüsse dieser unterschiedlichen Faktoren werden am Beispiel des Ökosystemkonzeptes nachgezeichnet und damit die Vielfalt der existierenden Ökosystemverständnisse aufgehellt und nachvollziehbar gemacht.
Zur Theorie der Modellierung von Natur und Umwelt
Ein Ansatz zur Rekonstruktion und Systematisierung der Grundperspektiven ökologischer Modellbildung für planungsbezogene Anwendungen
Die Arbeit ist angesiedelt an der Schnittstelle zwischen Ökologie und Umweltplanung und geht der Frage nach, welche wissenschaftstheoretischen Voraussetzungen denjenigen ökologischen Modellvorstellungen und Betrachtungsperspektiven zugrunde liegen, die im Kontext von Landschafts- und Umweltplanung Anwendung finden. Theoretische Basis der Arbeit ist die "Allgemeine Modelltheorie" Stachowiaks, nach der alle Wahrnehmung und Erkenntnis als modellhaft aufgefaßt werden kann. Dieses Modellkonzept wird für die Analyse und Reflexion der Modellbildung von Natur und Umwelt im Hinblick auf Landschafts- und Umweltplanung nutzbar gemacht. Im Zentrum der Arbeit steht eine systematische Darstellung der theoretischen Einflüsse und Aspekte, die der wissenschaftlichen Betrachtung von Natur und Umwelt zugrunde liegen und damit die Modellvorstellungen der Ökologie bestimmen. Diese Einflußfaktoren sind - angelehnt an Kant - die zentralen Kategorien der Erkenntnis, d.h. Substanz, Raum, Zeit und Relation. Von Bedeutung sind weiterhin die nomothetische und die idiographische Wissenschaftsauffassung, als zwei unterschiedliche Intentionen wissenschaftlicher Betrachtung von Natur und Umwelt, sowie der Holismus, der Reduktionismus und das Systemdenken, die als unterschiedliche Forschungsstrategien die theoretische Einordnung beobachteter Erscheinungen bestimmen. Die ökologische Modellierungsperspektive und das dahinter stehende Ökologieverständnis wird als ein übergreifender Einflußfaktor betrachtet und in seine Kernelemente Organismus, Beziehung und Umwelt differenziert und die Interpretation dieser drei Komponenten analysiert. Die systematische Zusammenstellung der theoretischen Einflüsse ökologischer Modellvorstellungen von Natur und Umwelt liefert eine Plattform für eine wissenschaftstheoretische und methodische Reflexion ökologischer Modellbildung und erleichtert damit den notwendigen Dialog über eine angemessene Erfassung und Abbildung von Natur und Umwelt in umweltpolitischen Planungs-, Entscheidungs- und Handlungsprozessen. Die Einflüsse dieser unterschiedlichen Faktoren werden am Beispiel des Ökosystemkonzeptes nachgezeichnet und damit die Vielfalt der existierenden Ökosystemverständnisse aufgehellt und nachvollziehbar gemacht.
Zur Theorie der Modellierung von Natur und Umwelt
Ein Ansatz zur Rekonstruktion und Systematisierung der Grundperspektiven ökologischer Modellbildung für planungsbezogene Anwendungen
Theorie of modelling nature and environment
Peters, Wolfgang (author)
2003
Miscellaneous
Electronic Resource
Unknown
Planung , Modellbildung , Ökologie , Theorie , Entscheidung
DDC:
710
TIBKAT | 1.1981 - 9/10.1988/89; damit Ersch. eingest.
Umwelt und Natur im Gefüge unserer Wertordnung
Online Contents | 1995
Landesamt für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein
TIBKAT | 30.1998 -
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