A platform for research: civil engineering, architecture and urbanism
Verwertung von Gemüseabfällen – Vergleich der Kompostierung mit dem Verfahren der mikrobiellen Carbonisierung
Zusammenfassung In 17 Wochen dauernden Praxisversuchen wurden 2 unterschiedliche Verfahren (konventionelle Mietenkompostierung und mikrobielle Carbonisierung) zur Behandlung von Gemüseabfällen getestet. Neben der Frage nach dem für diesen Anwendungsfall besser geeigneten Verfahren interessierte auch der Einfluss von Zwiebeln auf Prozess- und Endproduktqualität. Ein Zwiebelanteil zwischen 0 und 22 Vol-% hatte bei beiden Verfahren keine negativen Auswirkungen. Hinsichtlich Nährstoffgehalten und Pflanzenverträglichkeit wiesen beide Behandlungsverfahren gleiche Qualität auf. Die konventionelle Kompostmiete lieferte homogenen, krümeligen Kompost mit guter Stabilität (Atmungsaktivität $ AT_{4} $ < 4 mg $ O_{2} $/g TM, Ammoniumstickstoff $ NH_{4} $‑N < 25 mg/kg TM). Bei der mikrobiellen Carbonisierung waren im sehr inhomogenen Endmaterial noch unabgebaute Karotten, Zwiebeln bzw. Pferdemist erkennbar. Das Material war deutlich weniger stabil ($ AT_{4} $ > 5 bis 17 mg $ O_{2} $/g TM, $ NH_{4} $‑N 30 bis 120 mg/kg TM). Auch die Huminstoffbildung war deutlich geringer verglichen mit dem herkömmlichen Kompostierungsverfahren. Das Endprodukt der mikrobiellen Carbonisierung kann nicht als Kompost im Sinne der Kompostverordnung (BGBl. II 292 2001) bezeichnet werden. Es handelt sich nicht wie in der Kompostverordnung gefordert um ein gesteuertes, aerobes Verfahren, die Hygienisierung kann verfahrensbedingt (es wird nicht umgesetzt) nicht garantiert werden. Bezüglich Methanemissionen wird auch die Forderung des Standes der Technik (es handelt sich um eine Richtlinie des BMLFUW) nach möglichst emissionsarmen Behandlungsverfahren deutlich verfehlt.
Verwertung von Gemüseabfällen – Vergleich der Kompostierung mit dem Verfahren der mikrobiellen Carbonisierung
Zusammenfassung In 17 Wochen dauernden Praxisversuchen wurden 2 unterschiedliche Verfahren (konventionelle Mietenkompostierung und mikrobielle Carbonisierung) zur Behandlung von Gemüseabfällen getestet. Neben der Frage nach dem für diesen Anwendungsfall besser geeigneten Verfahren interessierte auch der Einfluss von Zwiebeln auf Prozess- und Endproduktqualität. Ein Zwiebelanteil zwischen 0 und 22 Vol-% hatte bei beiden Verfahren keine negativen Auswirkungen. Hinsichtlich Nährstoffgehalten und Pflanzenverträglichkeit wiesen beide Behandlungsverfahren gleiche Qualität auf. Die konventionelle Kompostmiete lieferte homogenen, krümeligen Kompost mit guter Stabilität (Atmungsaktivität $ AT_{4} $ < 4 mg $ O_{2} $/g TM, Ammoniumstickstoff $ NH_{4} $‑N < 25 mg/kg TM). Bei der mikrobiellen Carbonisierung waren im sehr inhomogenen Endmaterial noch unabgebaute Karotten, Zwiebeln bzw. Pferdemist erkennbar. Das Material war deutlich weniger stabil ($ AT_{4} $ > 5 bis 17 mg $ O_{2} $/g TM, $ NH_{4} $‑N 30 bis 120 mg/kg TM). Auch die Huminstoffbildung war deutlich geringer verglichen mit dem herkömmlichen Kompostierungsverfahren. Das Endprodukt der mikrobiellen Carbonisierung kann nicht als Kompost im Sinne der Kompostverordnung (BGBl. II 292 2001) bezeichnet werden. Es handelt sich nicht wie in der Kompostverordnung gefordert um ein gesteuertes, aerobes Verfahren, die Hygienisierung kann verfahrensbedingt (es wird nicht umgesetzt) nicht garantiert werden. Bezüglich Methanemissionen wird auch die Forderung des Standes der Technik (es handelt sich um eine Richtlinie des BMLFUW) nach möglichst emissionsarmen Behandlungsverfahren deutlich verfehlt.
Verwertung von Gemüseabfällen – Vergleich der Kompostierung mit dem Verfahren der mikrobiellen Carbonisierung
Binner, Erwin (author) / Egger, Mathias (author) / Huber-Humer, Marion (author)
2019
Article (Journal)
German
Springer Verlag | 2019
|Online Contents | 2012
|Online Contents | 2014
|Hydrothermale Carbonisierung von Biomassen
Wiley | 2010
|Hydrothermale Carbonisierung von Buchenholz
Wiley | 2016
|