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Geokunststoff-ummantelte Bodensäulen
Bei Gründungen im Hafenbau und bei Bauten für den Küstenschutz (Dämme, Deiche, Hafenbecken) stellen die dabei anzutreffenden weichen Schlick-, Torf- und Kleischichten ein besonderes Problem dar, da mit einem extremen Setzverhalten gerechnet werden muß und z. B. die Standsicherheit von Deichen nicht gewährleistet ist. Daher sind Tiefgründungen oder Baugrundverbesserungsmaßnahmen erforderlich. Die bekannten Baugrundverbesserungsverfahren (Schottersäulen, Stopfsäulen) ergeben jedoch in den weichen Böden eine unzureichende horizontale Stützung. Dagegen können geokunststoffummantelte Bodensäulen auch in sehr weichen und organischen Böden eingesetzt werden, da die Säulen durch die Ummantelung im Verbund mit dem umgebenden Boden ausreichend gestützt werden und nach theoretischen Untersuchungen ein ausreichendes Tragverhalten aufweisen. Das Fachgebiet Geotechnik der Universität Kassel entwickelte dafür numerische und analytische Berechnungsverfahren. Die Josef Möbius Bau-Gesellschaft (GmbH & Co) Hamburg erarbeitete für die praktische Bauausführung zwei Herstellungsverfahren für die geokunstoffummantelten Bodensäulen (Bodenersatzverfahren und Verdrängungsverfahren), die im Beitrag detaillierter beschrieben sind, wobei das Verdrängungsverfahren zur Zeit das gebräuchliche Standardverfahren ist. Das neue Verfahren ist bei mehreren Baumaßnahmen bereits mit Erfolg eingesetzt worden, insbesondere im Verkehrswegebau (z. B. Bahndamm im Hamburger Hafen). Seine Anwendung bietet sich aber überall dort an, wo Schlick-, Torf- oder Kleischichten mit erheblicher Mächtigkeit vorliegen und neben einer Setzungsreduktion auch eine Bauzeitverkürzung erreicht werden soll, da durch die hohe Tragfähigkeit und durch die vertikale Dränwirkung die Schüttzeiten für Dämme stark verkürzt werden können. Anwendungen sind daher beim Bau von Deichen und Dämmen, bei der Baufeldumschließung, bei der Stabilisierung von Böschungen und bei der Verfüllung von Hafenbecken denkbar. Beispiele dafür sind in den Abbildungen illustriert. Das neue Gründungssystem ist unter der Bezeichnung Geokunststoffummanteltes Säulensystem Möbius (GSM) auf dem deutschen Markt und unter der Bezeichnung Geotextile Coated Columns (GCC) auf dem internationalen Markt eingeführt. Es ist in weichen bis breiigen und organischen Böden ausführbar, bietet im Vergleich zu den konservativen Baugrundverbesserungen eine erhebliche Setzungsreduktion und Setzungsbeschleunigung mit sehr geringen Setzungen nach Abschluss der Bauzeit, sichert durch die Ummantelung eine erhöhte Scherfestigkeit und damit eine Erhöhung der Sicherheit gegen Grund- oder Geländebruch und es verhält sich flexibel und selbstregulierend.
Geokunststoff-ummantelte Bodensäulen
Bei Gründungen im Hafenbau und bei Bauten für den Küstenschutz (Dämme, Deiche, Hafenbecken) stellen die dabei anzutreffenden weichen Schlick-, Torf- und Kleischichten ein besonderes Problem dar, da mit einem extremen Setzverhalten gerechnet werden muß und z. B. die Standsicherheit von Deichen nicht gewährleistet ist. Daher sind Tiefgründungen oder Baugrundverbesserungsmaßnahmen erforderlich. Die bekannten Baugrundverbesserungsverfahren (Schottersäulen, Stopfsäulen) ergeben jedoch in den weichen Böden eine unzureichende horizontale Stützung. Dagegen können geokunststoffummantelte Bodensäulen auch in sehr weichen und organischen Böden eingesetzt werden, da die Säulen durch die Ummantelung im Verbund mit dem umgebenden Boden ausreichend gestützt werden und nach theoretischen Untersuchungen ein ausreichendes Tragverhalten aufweisen. Das Fachgebiet Geotechnik der Universität Kassel entwickelte dafür numerische und analytische Berechnungsverfahren. Die Josef Möbius Bau-Gesellschaft (GmbH & Co) Hamburg erarbeitete für die praktische Bauausführung zwei Herstellungsverfahren für die geokunstoffummantelten Bodensäulen (Bodenersatzverfahren und Verdrängungsverfahren), die im Beitrag detaillierter beschrieben sind, wobei das Verdrängungsverfahren zur Zeit das gebräuchliche Standardverfahren ist. Das neue Verfahren ist bei mehreren Baumaßnahmen bereits mit Erfolg eingesetzt worden, insbesondere im Verkehrswegebau (z. B. Bahndamm im Hamburger Hafen). Seine Anwendung bietet sich aber überall dort an, wo Schlick-, Torf- oder Kleischichten mit erheblicher Mächtigkeit vorliegen und neben einer Setzungsreduktion auch eine Bauzeitverkürzung erreicht werden soll, da durch die hohe Tragfähigkeit und durch die vertikale Dränwirkung die Schüttzeiten für Dämme stark verkürzt werden können. Anwendungen sind daher beim Bau von Deichen und Dämmen, bei der Baufeldumschließung, bei der Stabilisierung von Böschungen und bei der Verfüllung von Hafenbecken denkbar. Beispiele dafür sind in den Abbildungen illustriert. Das neue Gründungssystem ist unter der Bezeichnung Geokunststoffummanteltes Säulensystem Möbius (GSM) auf dem deutschen Markt und unter der Bezeichnung Geotextile Coated Columns (GCC) auf dem internationalen Markt eingeführt. Es ist in weichen bis breiigen und organischen Böden ausführbar, bietet im Vergleich zu den konservativen Baugrundverbesserungen eine erhebliche Setzungsreduktion und Setzungsbeschleunigung mit sehr geringen Setzungen nach Abschluss der Bauzeit, sichert durch die Ummantelung eine erhöhte Scherfestigkeit und damit eine Erhöhung der Sicherheit gegen Grund- oder Geländebruch und es verhält sich flexibel und selbstregulierend.
Geokunststoff-ummantelte Bodensäulen
Geotextile-coated soil columns
Raithel, M. (author) / Kempfert, H.G. (author)
HANSA. International Maritime Journal ; 137 ; 44-47
2000
4 Seiten, 8 Bilder, 4 Quellen
Article (Journal)
German
Gründungspfahl , Bodenverfestigung , Hafenbau , Küstensicherung , Deich , Dammbau , Grundbau , Geotextil , Bodenmechanik
Geokunststoff-Ton-Dichtungen : GTD
UB Braunschweig | 1994
|Internationale Geokunststoff‐Normen per Mausklick
Wiley | 2001
4. Geokunststoff Kolloquium : Garmisch-Partenkirchen
TIBKAT | 2005
Beitrag zum Interaktionsverhalten von Geokunststoff und Lockergestein
UB Braunschweig | 2006
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