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Energetische Analyse der Solarsiedlung Gelsenkirchen
Die Energie für die Wärmebereitstellung in Neubauten, insbesondere von Wohngebäuden, ist durch die Verschärfung der gesetzlichen Anforderungen in den letzten Jahren drastisch gesunken. Dabei wurde in der Vergangenheit der Fokus für Energieeinsparungen im Gebäudebereich auf die Reduktion der Wärmeenergie gelegt. Mit dem Passivhausstandard ist jedoch der niedrigste Wert für die Heizungsenergie erreicht, der sinnvoll vertretbar ist. Mit einem Wert von etwa 50 kWh/m2 für die Beheizung von Wohngebäuden liegen diese Werte im Bereich der für die Erstellung eines Hauses notwendigen Energie. Weitere Einsparungen sind hier nur mit unverhältnismäßigem Finanz- und Materialaufwand zu verwirklichen. Zur Ermittlung weiterer Energieeinsparpotenziale wird im weiteren die für die Materialien zur Erstellung der Gebäude und der Infrastruktur benötigte Energie betrachtet. Die Analyse des kumulierten Energieaufwandes (KEA) der Solarsiedlung Gelsenkirchen zeigt die Struktur der Energien innerhalb einer Siedlung. Durch die Vereinheitlichung des KEA-Verfahrens z.B. in den Richtlinien VDI 4600 und ISO 14040 ff. können so unterschiedlichen Energieformen wie Elektrizität und Wärme verglichen werden. Betrachtet wird hier der KEA ohne Betriebsenergie für die Gebäude und die Infrastruktur über eine Lebensdauer von 50 Jahren. Es zeigt sich zunächst, dass die Holzständerbauten den geringsten KEA aufweisen. Der Anteil der Infrastruktur ist mit ca. 25 % am gesamten KEA der Siedlung überraschend hoch. Der KEA der Infrastruktur wird dominiert von Beton- und Gussstahlrohren für die Wasserführung. Beim Straßenbau wird der KEA von den Betonsteinen dominiert, die für die Fuß- und Radwege sowie die Parkflächen verbaut wurden. Zusammenfassend wird festgestellt, dass der Energieinhalt eines Gebäudes noch Energieeinsparpotenziale birgt, die mit geringem Planungsaufwand erschlossen werden können. Unsicherheiten bei der Analyse ergeben sich durch noch nicht vollständige spezifische KEA-Daten für verschiedene Entsorgungswege und die Allokation der inneren Energie der Materialien.
Energetische Analyse der Solarsiedlung Gelsenkirchen
Die Energie für die Wärmebereitstellung in Neubauten, insbesondere von Wohngebäuden, ist durch die Verschärfung der gesetzlichen Anforderungen in den letzten Jahren drastisch gesunken. Dabei wurde in der Vergangenheit der Fokus für Energieeinsparungen im Gebäudebereich auf die Reduktion der Wärmeenergie gelegt. Mit dem Passivhausstandard ist jedoch der niedrigste Wert für die Heizungsenergie erreicht, der sinnvoll vertretbar ist. Mit einem Wert von etwa 50 kWh/m2 für die Beheizung von Wohngebäuden liegen diese Werte im Bereich der für die Erstellung eines Hauses notwendigen Energie. Weitere Einsparungen sind hier nur mit unverhältnismäßigem Finanz- und Materialaufwand zu verwirklichen. Zur Ermittlung weiterer Energieeinsparpotenziale wird im weiteren die für die Materialien zur Erstellung der Gebäude und der Infrastruktur benötigte Energie betrachtet. Die Analyse des kumulierten Energieaufwandes (KEA) der Solarsiedlung Gelsenkirchen zeigt die Struktur der Energien innerhalb einer Siedlung. Durch die Vereinheitlichung des KEA-Verfahrens z.B. in den Richtlinien VDI 4600 und ISO 14040 ff. können so unterschiedlichen Energieformen wie Elektrizität und Wärme verglichen werden. Betrachtet wird hier der KEA ohne Betriebsenergie für die Gebäude und die Infrastruktur über eine Lebensdauer von 50 Jahren. Es zeigt sich zunächst, dass die Holzständerbauten den geringsten KEA aufweisen. Der Anteil der Infrastruktur ist mit ca. 25 % am gesamten KEA der Siedlung überraschend hoch. Der KEA der Infrastruktur wird dominiert von Beton- und Gussstahlrohren für die Wasserführung. Beim Straßenbau wird der KEA von den Betonsteinen dominiert, die für die Fuß- und Radwege sowie die Parkflächen verbaut wurden. Zusammenfassend wird festgestellt, dass der Energieinhalt eines Gebäudes noch Energieeinsparpotenziale birgt, die mit geringem Planungsaufwand erschlossen werden können. Unsicherheiten bei der Analyse ergeben sich durch noch nicht vollständige spezifische KEA-Daten für verschiedene Entsorgungswege und die Allokation der inneren Energie der Materialien.
Energetische Analyse der Solarsiedlung Gelsenkirchen
Schuchardt, R. (author) / Wagner, H.J. (author) / Petersdorff, C. (author) / Boermans, T. (author)
Energiewirtschaftliche Tagesfragen ; 53 ; 537-539
2003
3 Seiten, 4 Bilder, 1 Tabelle
Article (Journal)
German
Energietechnik - Solarsiedlung Gelsenkirchen
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|Solarsiedlung Gelsenkirchen. Energie-Konzept der Interboden-Siedlung in Gelsenkirchen
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|Solarsiedlung Schlierberg in Freiburg
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Solarsiedlung Schlierberg in Freiburg
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