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Bauwerks-Monitoring im Umspannwerk Erfurt Nord zur Sicherstellung der Funktionstüchtigkeit
Anlässlich der auf dem Gelände des Umspannwerks Erfurt-Nord geplanten Brückenbaumaßnahmen gab es seitens der Betreiber erhebliche Bedenken hinsichtlich der möglichen Beeinträchtigung der Funktionstüchtigkeit und Sicherheit einiger erschütterungsempfindlicher Komponenten ihrer Anlage. Zur Gewährleistung der Ausfallsicherheit während der Bauausführung wurde daher ein System zur Schwingungsüberwachung entwickelt. Zunächst wurden die erschütterungsempfindlichen Anlagenteile identifiziert und danach die Überwachungspunkte ausgewählt. Als besonders kritisch wurden dabei ölgefüllte Porzellanisolatoren, Betonkonsolen zur Kabelführung in unterirdischen Kabelkanälen und mechanische Schutzrelais eingestuft. Zur Messung der Schwinggeschwindigkeiten wurden sieben Messpunkte ausgewählt. Anschließend mussten die Alarmgrenzwerte für die jeweiligen Messpunkte bestimmt werden. Für die Isolatoren wurden hierfür Testmessungen (Testfahrten mit einem Walzenzug) durchgeführt. Zur Festlegung der Erschütterungsverträglichkeit von Schaltanlagen wurden Erfahrungswerte vergleichbarer Projekte (Umspannanlage Magdeburg) herangezogen. Die Erschütterungsverträglichkeit der Betonkonsolen zur Kabelführung wurde in Anlehnung an DIN 4250 bestimmt. Das Bauwerk-Monitoring erfolgte mit sieben 3D Lennartz-Schwingungsgeschwindigkeitssensoren und einem über ISDN mit dem Firmensitz des mit der Überwachung beauftragten Ingenieurbüros verbundenen Digitalrechner mit Messwerterfassungssystem. Dadurch war eine Online-Datenabfrage und Datenbearbeitung jederzeit möglich. Bei Überschreiten der Überwachungsschwellen durch baubetriebliche Erschütterungen wurde durch den Digitalrechner eine Alarmierung (Warnlampe, Signalhorn und SMS an den Bauleiter) ausgelöst. Die Messergebnisse konnten nach Abklärung mit der Baustelle mit ausreichender Genauigkeit den baubedingten Erschütterungen zugeordnet werden. Damit konnten frühzeitig erschütterungssensible Baufeldzonen identifiziert und Gegenmaßnahmen mit der Baustelle abgestimmt werden.
Bauwerks-Monitoring im Umspannwerk Erfurt Nord zur Sicherstellung der Funktionstüchtigkeit
Anlässlich der auf dem Gelände des Umspannwerks Erfurt-Nord geplanten Brückenbaumaßnahmen gab es seitens der Betreiber erhebliche Bedenken hinsichtlich der möglichen Beeinträchtigung der Funktionstüchtigkeit und Sicherheit einiger erschütterungsempfindlicher Komponenten ihrer Anlage. Zur Gewährleistung der Ausfallsicherheit während der Bauausführung wurde daher ein System zur Schwingungsüberwachung entwickelt. Zunächst wurden die erschütterungsempfindlichen Anlagenteile identifiziert und danach die Überwachungspunkte ausgewählt. Als besonders kritisch wurden dabei ölgefüllte Porzellanisolatoren, Betonkonsolen zur Kabelführung in unterirdischen Kabelkanälen und mechanische Schutzrelais eingestuft. Zur Messung der Schwinggeschwindigkeiten wurden sieben Messpunkte ausgewählt. Anschließend mussten die Alarmgrenzwerte für die jeweiligen Messpunkte bestimmt werden. Für die Isolatoren wurden hierfür Testmessungen (Testfahrten mit einem Walzenzug) durchgeführt. Zur Festlegung der Erschütterungsverträglichkeit von Schaltanlagen wurden Erfahrungswerte vergleichbarer Projekte (Umspannanlage Magdeburg) herangezogen. Die Erschütterungsverträglichkeit der Betonkonsolen zur Kabelführung wurde in Anlehnung an DIN 4250 bestimmt. Das Bauwerk-Monitoring erfolgte mit sieben 3D Lennartz-Schwingungsgeschwindigkeitssensoren und einem über ISDN mit dem Firmensitz des mit der Überwachung beauftragten Ingenieurbüros verbundenen Digitalrechner mit Messwerterfassungssystem. Dadurch war eine Online-Datenabfrage und Datenbearbeitung jederzeit möglich. Bei Überschreiten der Überwachungsschwellen durch baubetriebliche Erschütterungen wurde durch den Digitalrechner eine Alarmierung (Warnlampe, Signalhorn und SMS an den Bauleiter) ausgelöst. Die Messergebnisse konnten nach Abklärung mit der Baustelle mit ausreichender Genauigkeit den baubedingten Erschütterungen zugeordnet werden. Damit konnten frühzeitig erschütterungssensible Baufeldzonen identifiziert und Gegenmaßnahmen mit der Baustelle abgestimmt werden.
Bauwerks-Monitoring im Umspannwerk Erfurt Nord zur Sicherstellung der Funktionstüchtigkeit
Lenzen, A. (author) / Schalk, M. (author) / Jonke, P. (author)
2003
13 Seiten, 8 Bilder, 1 Tabelle, 5 Quellen
Conference paper
German