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Formholzprofile und textilbewehrter Beton. Ein neuer Verbundquerschnitt
Heimisches Nadelholz hat ein Porenvolumen von etwa 60 % und eine polymere Zusammensetzung, die bereits bei 140 Grad C und 5 Mpa eine leichte plastische Formgebung quer zur Faser erlaubt. Dabei faltet sich die Mikrostruktur zusammen, die Stauchung kann aber nahezu vollständig rückgängig gemacht werden. Diese Eigenschaften ermöglichen eine Erhöhung der Bruchdehnung quer zur Faser um zwei Größenordnungen. Am Institut für Stahl- und Holzbau wurden Platten aus Pressholz geleimt, deren Verdichtungsrichtung in Plattenebene verläuft. Unter Zufuhr von Feuchte und Wärme werden diese Platten zu Rohren geformt, wobei die einzelnen Holzstäbchen zu prismatischen Querschnitten gepresst werden. In einem nächsten Schritt wird das Rohr in einer geeigneten Vorrichtung gedreht und ein mit Haftvermittler behandeltes multiaxiales Glasgelege darauf befestigt. In einem Durchlauf durch Feinbeton wird eine beidseitige Benetzung erzielt. Dieser Vorgang wurde für vier Textillagen wiederholt, bis eine Bewehrungsschicht von etwa 7 mm erreicht war. Mit dieser Methode sind nahezu beliebige Formgestaltungen möglich und die Materialausnutzung ist besonders bei großen Abmessungen sehr effizient, was auch den Einsatz teurerer Hölzer erlaubt. Weitere Vorteile sind geringeres Gewicht, leichtere Trocknung, geringere Rissneigung, günstigere Querschnittswerte beim Flächenmoment, die Verwendbarkeit von faserparallelem Holz in einer dünnen Platte. Die textile Bewehrung mit synthetischer oder mineralischer Matrix stellt einerseits eine Verstärkung dar und kompensiert die Anisotropie des Werkstoffes, andererseits bietet sie Schutz gegenüber der Witterung oder bei Brand. Daraus resultieren weitreichende konstruktive und wirtschaftliche Vorzüge hinsichtlich Dauerhaftigkeit und Zulassung. Die Formholz-Textilbeton-Verbundstütze eignet sich auch für mehrgeschossige Wohnbauten, weil sie zu Verbundsystemen mit verlorener Schalung ausgebaut werden kann.
Formholzprofile und textilbewehrter Beton. Ein neuer Verbundquerschnitt
Heimisches Nadelholz hat ein Porenvolumen von etwa 60 % und eine polymere Zusammensetzung, die bereits bei 140 Grad C und 5 Mpa eine leichte plastische Formgebung quer zur Faser erlaubt. Dabei faltet sich die Mikrostruktur zusammen, die Stauchung kann aber nahezu vollständig rückgängig gemacht werden. Diese Eigenschaften ermöglichen eine Erhöhung der Bruchdehnung quer zur Faser um zwei Größenordnungen. Am Institut für Stahl- und Holzbau wurden Platten aus Pressholz geleimt, deren Verdichtungsrichtung in Plattenebene verläuft. Unter Zufuhr von Feuchte und Wärme werden diese Platten zu Rohren geformt, wobei die einzelnen Holzstäbchen zu prismatischen Querschnitten gepresst werden. In einem nächsten Schritt wird das Rohr in einer geeigneten Vorrichtung gedreht und ein mit Haftvermittler behandeltes multiaxiales Glasgelege darauf befestigt. In einem Durchlauf durch Feinbeton wird eine beidseitige Benetzung erzielt. Dieser Vorgang wurde für vier Textillagen wiederholt, bis eine Bewehrungsschicht von etwa 7 mm erreicht war. Mit dieser Methode sind nahezu beliebige Formgestaltungen möglich und die Materialausnutzung ist besonders bei großen Abmessungen sehr effizient, was auch den Einsatz teurerer Hölzer erlaubt. Weitere Vorteile sind geringeres Gewicht, leichtere Trocknung, geringere Rissneigung, günstigere Querschnittswerte beim Flächenmoment, die Verwendbarkeit von faserparallelem Holz in einer dünnen Platte. Die textile Bewehrung mit synthetischer oder mineralischer Matrix stellt einerseits eine Verstärkung dar und kompensiert die Anisotropie des Werkstoffes, andererseits bietet sie Schutz gegenüber der Witterung oder bei Brand. Daraus resultieren weitreichende konstruktive und wirtschaftliche Vorzüge hinsichtlich Dauerhaftigkeit und Zulassung. Die Formholz-Textilbeton-Verbundstütze eignet sich auch für mehrgeschossige Wohnbauten, weil sie zu Verbundsystemen mit verlorener Schalung ausgebaut werden kann.
Formholzprofile und textilbewehrter Beton. Ein neuer Verbundquerschnitt
Rolled wooden tubes and textile reinforced concrete. A new composite section
Haller, Peer (author)
Beton- und Stahlbetonbau ; 99 ; 488-489
2004
2 Seiten, 2 Bilder, 4 Quellen
Article (Journal)
German
Textilbewehrter Beton – ein neuer Verbundwerkstoff
Wiley | 2009
Textilbewehrter Beton - ein neuer Verbundwerkstoff
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