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Monitoringmethoden für Wasserwerksstandorte mit Salzwassergefährdung (Teil 1)
Geogene Grundwasserversalzungen können in Wassergewinnungsgebieten zu schwer wiegenden Problemen führen, die im Extremfall sogar das Aus einzelner Brunnen oder der gesamten Brunnengalerie bedeuten. Deshalb ist an potenziell gefährdeten Standorten ein vorausschauendes und effizientes Monitoring erforderlich. Im Beitrag werden dazu verschiedene Möglichkeiten der Erkundung und des Monitorings bei Versalzungsgefahr der Entnahmebrunnen beschrieben. Beim Einsatz der Bohrlochgeophysik mit einer geeigneten Messverfahrenskombination ist es bereits vor der Installation der Filterstrecke möglich, die zu erwartende Salinität des Porenwassers in sämtlichen erbohrten Grundwasserleitern ohne Unterstützung von Wasseranalysen zu berechnen und die Teufenlage der Süß-/Salzwassergrenze (für praktische Untersuchungen bei 1000 mg/kg NaCl-Äquivalentgehalt festgelegt) auf den Meter genau zu bestimmen. Unter den Bedingungen der Lockergesteinsprofile im nord- und mitteldeutschen Raum hat sich folgendes Verfahren bewährt: Bohrlochkaliber (CAL), Große Normale/Kleine Normale (ES), Spülungswiderstand (SAL)/Temperatur (TEMP), Gamma-Ray (GR), Gamma-Gamma-Dichte (GG.D) mit Berechnung der Porosität sowie Neutron-Neutron als tonbeeinflusstes zweites Porositätsverfahren. Noch bessere Daten für eine Sofortauswertung sind möglich, wenn das Verfahren ES gegen das Induktionslog (IL) ausgetauscht wird. Dieses moderne Messverfahren gestattet es, auf Grund seiner erheblichen seitlichen Eindringtiefe, sofort die 'echten', nicht durch den Bohrvorgang (Bohrspülung und Kaliber) beeinflusste Werte für den elektrischen Schichtwiderstand zu berechnen. Eingegangen wird dazu insbesondere auf das Salinitätsmonitoring in Messstellen, die Induktionlogmessung sowie auf die elektrische Leitfähigkeit im Filterbereich von Messstellen. (wird fortgesetzt)
Monitoringmethoden für Wasserwerksstandorte mit Salzwassergefährdung (Teil 1)
Geogene Grundwasserversalzungen können in Wassergewinnungsgebieten zu schwer wiegenden Problemen führen, die im Extremfall sogar das Aus einzelner Brunnen oder der gesamten Brunnengalerie bedeuten. Deshalb ist an potenziell gefährdeten Standorten ein vorausschauendes und effizientes Monitoring erforderlich. Im Beitrag werden dazu verschiedene Möglichkeiten der Erkundung und des Monitorings bei Versalzungsgefahr der Entnahmebrunnen beschrieben. Beim Einsatz der Bohrlochgeophysik mit einer geeigneten Messverfahrenskombination ist es bereits vor der Installation der Filterstrecke möglich, die zu erwartende Salinität des Porenwassers in sämtlichen erbohrten Grundwasserleitern ohne Unterstützung von Wasseranalysen zu berechnen und die Teufenlage der Süß-/Salzwassergrenze (für praktische Untersuchungen bei 1000 mg/kg NaCl-Äquivalentgehalt festgelegt) auf den Meter genau zu bestimmen. Unter den Bedingungen der Lockergesteinsprofile im nord- und mitteldeutschen Raum hat sich folgendes Verfahren bewährt: Bohrlochkaliber (CAL), Große Normale/Kleine Normale (ES), Spülungswiderstand (SAL)/Temperatur (TEMP), Gamma-Ray (GR), Gamma-Gamma-Dichte (GG.D) mit Berechnung der Porosität sowie Neutron-Neutron als tonbeeinflusstes zweites Porositätsverfahren. Noch bessere Daten für eine Sofortauswertung sind möglich, wenn das Verfahren ES gegen das Induktionslog (IL) ausgetauscht wird. Dieses moderne Messverfahren gestattet es, auf Grund seiner erheblichen seitlichen Eindringtiefe, sofort die 'echten', nicht durch den Bohrvorgang (Bohrspülung und Kaliber) beeinflusste Werte für den elektrischen Schichtwiderstand zu berechnen. Eingegangen wird dazu insbesondere auf das Salinitätsmonitoring in Messstellen, die Induktionlogmessung sowie auf die elektrische Leitfähigkeit im Filterbereich von Messstellen. (wird fortgesetzt)
Monitoringmethoden für Wasserwerksstandorte mit Salzwassergefährdung (Teil 1)
Baumann, Karsten (author) / Burde, Burckhard (author) / Liebau, Christian (author)
bbr - Fachmagazin für Brunnen- und Leitungsbau ; 55 ; 30-37
2004
6 Seiten, 3 Bilder, 6 Quellen
Article (Journal)
German
Wasserversorgung , Grundwasser , Salzwasser , Salz (Natriumchlorid) , Konzentration , Konzentrationsmessung , geophysikalische Messung , Monitoring , Langzeitmessung , Bestimmung (Ermittlung) , Bohrlochmessung , Aufschlussbohrung , induktives Messverfahren , Messstelle , Porenwasser , elektrische Leitfähigkeit , Brunnenbau , Salzgehalt
Neue Technologien und Monitoringmethoden in der Fließgewässerforschung
Springer Verlag | 2020
|Beispielhafte Untersuchung zum Einsatz von Monitoringmethoden an einer Brücke
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|Grundsätzliche Fragen der Putzforschung : Teil 2: Experimenteller Teil, Teil 3: Zusammenfassung
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