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Die Umsetzung der Gewerbeabfallverordnung in die baubetriebliche Praxis mit Hilfe von Abfallkennzahlen für Neubauleistungen im Hochbau
Im Rahmen der Dissertation Abfallkennzahlen für Neubauleistungen im Hochbau - Hochbaukonstruktionen und Neubauvorhaben im Hochbau nach abfallwirtschaftlichen Gesichtspunkten' an der TU-Dresden wurden Abfallkennzahlen für die Ermittlung der Abfallmengen und -qualitäten bestimmt. Der Beitrag dokumentiert dazu nach einer kurzen Methodenbeschreibung eine ausgewählte Zusammenfassung der Ergebnisse. Grundgedanke der Kennzahlenermittlung ist, dass die abfallwirtschaftlichen Potentiale bei der Bauwerkserrichtung ihren kausalen Zusammenhang mit der Art und dem Umfang der eingesetzten Baukonstruktionen und Bauverfahren haben. Um diesen Zusammenhang herzustellen wurden die funktionalen Einheiten aus denen ein Bauwerk zusammengesetzt ist, unter abfallwirtschaftlichen Gesichtspunkten untersucht. Grundlage dafür waren Abfallmessungen und -erhebungen in der baubetrieblichen Praxis. Die im Einzelnen untersuchten Hochbaukonstruktionen wurden so z.B. zu Bauteilen, der Sohle, den Außen- und Innenwänden, den Decken und dem Dach zusammengesetzt, so dass auf Abfallkennzahlen für die Hochbaukonstruktionen Kennzahlen für die Bauteile berechnet werden konnten. Folgende Abfallkennwerte wurden bspw. ermittelt: Gesamt 67,70 kg/m2 BGF (Bruttogeschossfläche), davon Rohbau 35,57 kg/m2 BGF und Ausbau 32,13 kg/m2 BGF. Beim Bürogebäude wird z.B. der Baustellenabfall im Wesentlichen durch die Fraktionen Bauschutt, Holz unbehandelt, Holz behandelt, Gips und Verpackungen bestimmt. Im Rohbau sind z.B. die Fraktionen Bauschutt und Holz dominant. Im Ausbau dominiert die Verpackungsfraktion neben der Bauschutt- und Gipsfraktion. Mit den so insgesamt ermittelten Abfallkennzahlen wurde eine gute Optimierungsgrundlage geschaffen, den Bauprozess bei der Errichtung von Gebäuden unter abfallwirtschaftlichen Gesichtspunkten bereits mit Beginn der Entwurfsphase zu steuern. Auch die in der Gewerbeabfallverordnung geforderte Getrennthaltung und Verwertung der Baustellenabfälle wird damit unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten planbar.
Die Umsetzung der Gewerbeabfallverordnung in die baubetriebliche Praxis mit Hilfe von Abfallkennzahlen für Neubauleistungen im Hochbau
Im Rahmen der Dissertation Abfallkennzahlen für Neubauleistungen im Hochbau - Hochbaukonstruktionen und Neubauvorhaben im Hochbau nach abfallwirtschaftlichen Gesichtspunkten' an der TU-Dresden wurden Abfallkennzahlen für die Ermittlung der Abfallmengen und -qualitäten bestimmt. Der Beitrag dokumentiert dazu nach einer kurzen Methodenbeschreibung eine ausgewählte Zusammenfassung der Ergebnisse. Grundgedanke der Kennzahlenermittlung ist, dass die abfallwirtschaftlichen Potentiale bei der Bauwerkserrichtung ihren kausalen Zusammenhang mit der Art und dem Umfang der eingesetzten Baukonstruktionen und Bauverfahren haben. Um diesen Zusammenhang herzustellen wurden die funktionalen Einheiten aus denen ein Bauwerk zusammengesetzt ist, unter abfallwirtschaftlichen Gesichtspunkten untersucht. Grundlage dafür waren Abfallmessungen und -erhebungen in der baubetrieblichen Praxis. Die im Einzelnen untersuchten Hochbaukonstruktionen wurden so z.B. zu Bauteilen, der Sohle, den Außen- und Innenwänden, den Decken und dem Dach zusammengesetzt, so dass auf Abfallkennzahlen für die Hochbaukonstruktionen Kennzahlen für die Bauteile berechnet werden konnten. Folgende Abfallkennwerte wurden bspw. ermittelt: Gesamt 67,70 kg/m2 BGF (Bruttogeschossfläche), davon Rohbau 35,57 kg/m2 BGF und Ausbau 32,13 kg/m2 BGF. Beim Bürogebäude wird z.B. der Baustellenabfall im Wesentlichen durch die Fraktionen Bauschutt, Holz unbehandelt, Holz behandelt, Gips und Verpackungen bestimmt. Im Rohbau sind z.B. die Fraktionen Bauschutt und Holz dominant. Im Ausbau dominiert die Verpackungsfraktion neben der Bauschutt- und Gipsfraktion. Mit den so insgesamt ermittelten Abfallkennzahlen wurde eine gute Optimierungsgrundlage geschaffen, den Bauprozess bei der Errichtung von Gebäuden unter abfallwirtschaftlichen Gesichtspunkten bereits mit Beginn der Entwurfsphase zu steuern. Auch die in der Gewerbeabfallverordnung geforderte Getrennthaltung und Verwertung der Baustellenabfälle wird damit unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten planbar.
Die Umsetzung der Gewerbeabfallverordnung in die baubetriebliche Praxis mit Hilfe von Abfallkennzahlen für Neubauleistungen im Hochbau
Lipsmeier, Klaus (author)
2005
6 Seiten, 7 Bilder, 1 Tabelle, 6 Quellen
Article (Journal)
German
Der Baumangel im Hochbau und Schlüsselfertigbau : technische und baubetriebliche Fragen
UB Braunschweig | 1999
|Abhandlungen - Gewerbeabfallverordnung und Abfallgebühr
Online Contents | 2003
|TIBKAT | 1992
|Baubetriebliche Standortentscheidungen
TIBKAT | 1981
|Baubetriebliche Bedeutung neuer Rechnungslegungsvorschriften
Online Contents | 2006