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Prüfverfahren und Entwicklung von Prüfkriterien zur Bewertung der Auslaugung umweltrelevanter Stoffe aus Frischbeton. Abschlussbericht zu Forschungsbericht F 817/1
Es wurde der Einfluss der Fließgeschwindigkeit und der Einfluss des als Bodenkörper verwendeten Versuchssandes genauer untersucht, um die Mechanismen bei der Freisetzung umweltrelevanter Stoffe besser zu verstehen. Zusätzlich sind Versuche mit dem Ziel durchgeführt worden, den Freisetzungsverlauf während der Betonverarbeitungsphase festzustellen und einen Quellterm zu ermitteln, der für Transportsimulationen benötigt wird. Die untersuchten Einflussfaktoren auf die Gesamtfreisetzung waren das Auslaugmedium wassergesättigter Sand mit an den dynamischen Versuch angepasster Körnung (1/2 mm) und Leitungswasser und die Fließgeschwindigkeit des Grundwassers. Betrachtet wurden die Elemente Kalium, Natrium, Barium, Cadmium, Chrom, Molybdän und Vanadium. Der statische Versuch ist zur Bestimmung des Freisetzungsverlaufs ungeeignet, da die wesentlichen Prozesse in den ersten Stunden ablaufen und in diesem Versuch erst nach ausreichender Erhärtung des Betons (hier nach ca. 8 h) Ergebnisse ermittelt werden können. Bei direktem Kontakt mit Wasser im Frischbetonstandtest war die Freisetzung der umweltrelevanten Parameter Chrom, Molybdän und Vanadium nur in den ersten Stunden erhöht und fiel dann unter die Nachweisgrenze. Durchgeführte Modellrechnungen zeigen, dass dieser Verlauf wahrscheinlich qualitativ gut mit dem Freisetzungsverlauf bei strömendem Grundwasser übereinstimmt. Um den Einfluss der Fließgeschwindigkeit zu erfassen, wurden im dynamischen Versuch drei Fließgeschwindigkeiten betrachtet: 0,39 m/d, 0,86 m/d und 1,36 m/d. Durch den Einfluss der Verdünnung wurden bei der niedrigsten Fließgeschwindigkeit die höchsten Konzentrationen erreicht. Ein Vergleich der Gesamtfreisetzung war anhand der Daten noch nicht möglich, da die Versuchslaufzeit nicht ausreichend war. Für die Parameter Chrom, Molybdän und Vanadium werden deutlich höhere Freisetzungen ermittelt als im Frischbetonstandtest. Bei Kalium liegen die Werte bisher in ähnlicher Größenordnung.
Prüfverfahren und Entwicklung von Prüfkriterien zur Bewertung der Auslaugung umweltrelevanter Stoffe aus Frischbeton. Abschlussbericht zu Forschungsbericht F 817/1
Es wurde der Einfluss der Fließgeschwindigkeit und der Einfluss des als Bodenkörper verwendeten Versuchssandes genauer untersucht, um die Mechanismen bei der Freisetzung umweltrelevanter Stoffe besser zu verstehen. Zusätzlich sind Versuche mit dem Ziel durchgeführt worden, den Freisetzungsverlauf während der Betonverarbeitungsphase festzustellen und einen Quellterm zu ermitteln, der für Transportsimulationen benötigt wird. Die untersuchten Einflussfaktoren auf die Gesamtfreisetzung waren das Auslaugmedium wassergesättigter Sand mit an den dynamischen Versuch angepasster Körnung (1/2 mm) und Leitungswasser und die Fließgeschwindigkeit des Grundwassers. Betrachtet wurden die Elemente Kalium, Natrium, Barium, Cadmium, Chrom, Molybdän und Vanadium. Der statische Versuch ist zur Bestimmung des Freisetzungsverlaufs ungeeignet, da die wesentlichen Prozesse in den ersten Stunden ablaufen und in diesem Versuch erst nach ausreichender Erhärtung des Betons (hier nach ca. 8 h) Ergebnisse ermittelt werden können. Bei direktem Kontakt mit Wasser im Frischbetonstandtest war die Freisetzung der umweltrelevanten Parameter Chrom, Molybdän und Vanadium nur in den ersten Stunden erhöht und fiel dann unter die Nachweisgrenze. Durchgeführte Modellrechnungen zeigen, dass dieser Verlauf wahrscheinlich qualitativ gut mit dem Freisetzungsverlauf bei strömendem Grundwasser übereinstimmt. Um den Einfluss der Fließgeschwindigkeit zu erfassen, wurden im dynamischen Versuch drei Fließgeschwindigkeiten betrachtet: 0,39 m/d, 0,86 m/d und 1,36 m/d. Durch den Einfluss der Verdünnung wurden bei der niedrigsten Fließgeschwindigkeit die höchsten Konzentrationen erreicht. Ein Vergleich der Gesamtfreisetzung war anhand der Daten noch nicht möglich, da die Versuchslaufzeit nicht ausreichend war. Für die Parameter Chrom, Molybdän und Vanadium werden deutlich höhere Freisetzungen ermittelt als im Frischbetonstandtest. Bei Kalium liegen die Werte bisher in ähnlicher Größenordnung.
Prüfverfahren und Entwicklung von Prüfkriterien zur Bewertung der Auslaugung umweltrelevanter Stoffe aus Frischbeton. Abschlussbericht zu Forschungsbericht F 817/1
Brameshuber, W. (author) / Vollpracht, A. (author)
Bauforschung. T ; 3101 ; 1-61
2006
61 Seiten, 22 Bilder, 23 Tabellen, 8 Quellen
Report
German
Auslaugung , Beton , Chrom , Einflussfaktor , Fließgeschwindigkeit , Freisetzen , Gefährdungsbeurteilung , Grundwasserströmung , Kalium , Molybdän , Prüfverfahren , Sand , Simulation , Standversuch , Transport , Umweltbelastung , Vanadium
Bewertung der Freisetzung umweltrelevanter Stoffe aus Geokunststoffen
HENRY – Federal Waterways Engineering and Research Institute (BAW) | 2025
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