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Der Kühlwasserdiffusor Donaustadt: Evaluierung anhand des thermischen Monitoringprogramms
Das Kühlwasser des thermischen Kraftwerks Donaustadt in Wien wurde vor der Errichtung des Donaukraftwerks Freudenau über eine Oberflächeneinleitung in den Stauraum Freudenau geleitet. Parallel zu diesen Arbeiten war eine grundlegende Neuplanung der Kühlwassereinleitung notwendig, für die als Einleitungsbauwerk erstmals in Österreich ein Diffusor vorgesehen wurde. Nach Stauerrichtung beim Kraftwerk Freudenau wurde im Stauraum ein thermisches Monitoringprogramm implementiert, dessen Daten die Grundlage einer kürzlich abgeschlossenen Evaluierung der Kühlwassereinleitung und des als Planungsinstrument verwendeten Expertensystems CORMIX bildeten. Näher eingegangen wird dazu im Beitrag auf die Ausgangssituation, das Cornell Mixing Zone Expert System (CORMIX), die Diffusorkonstruktion sowie auf die Datenauswertung und die Ergebnisse. Die Konfiguration des thermischen Messprogrammes umfasste 3 jeweils ca. 2 m unter der Wasseroberfläche angebrachte Temperatursonden. Als Expertensystem liefert CORMIX eine qualitative als auch quantitative Analyse von Mischungsvorgängen in Vorflutern. Zu den Zielen von CORMIX gehört die Vorhersage von Konzentrationen bzw. Temperaturen sowie von Mischzonen für Schadstoffeinleitungen in geschichtete und ungeschichtete Gewässer, aber auch Hilfestellung für die Optimierung des Einleitungsbauwerkes. CORMIX umfasst 3 Hauptmodule: COPMIX 1 behandelt Einzeleinleitungen unter Druck, CORMIX 2 simuliert mehrdüsige Diffusoreinleitungen unter Druck und CORMIX 3 bezieht sich auf Oberflächeneinleitungen mittels eines Zuflusskanals mit freier Oberfläche. Die Analyse der Daten des Monitoringprogrammes ließ folgende Schlussfolgerungen zu: Die Funktionalität der Diffusoreinleitung ist in hohem Maße gegeben und stellt sicher, dass die angestrebte Obergrenze der betriebsbedingten Temperaturerhöhung von 1,5 Grad C beim Umgehungsbach auch unter ungünstigen Bedingungen nicht überschritten wird. Einzelne der durch die Messungen erfassten Szenarien konnten mit zugehörigen Simulationsergebnissen aus dem Expertensystem CORMIX verglichen werden.
Der Kühlwasserdiffusor Donaustadt: Evaluierung anhand des thermischen Monitoringprogramms
Das Kühlwasser des thermischen Kraftwerks Donaustadt in Wien wurde vor der Errichtung des Donaukraftwerks Freudenau über eine Oberflächeneinleitung in den Stauraum Freudenau geleitet. Parallel zu diesen Arbeiten war eine grundlegende Neuplanung der Kühlwassereinleitung notwendig, für die als Einleitungsbauwerk erstmals in Österreich ein Diffusor vorgesehen wurde. Nach Stauerrichtung beim Kraftwerk Freudenau wurde im Stauraum ein thermisches Monitoringprogramm implementiert, dessen Daten die Grundlage einer kürzlich abgeschlossenen Evaluierung der Kühlwassereinleitung und des als Planungsinstrument verwendeten Expertensystems CORMIX bildeten. Näher eingegangen wird dazu im Beitrag auf die Ausgangssituation, das Cornell Mixing Zone Expert System (CORMIX), die Diffusorkonstruktion sowie auf die Datenauswertung und die Ergebnisse. Die Konfiguration des thermischen Messprogrammes umfasste 3 jeweils ca. 2 m unter der Wasseroberfläche angebrachte Temperatursonden. Als Expertensystem liefert CORMIX eine qualitative als auch quantitative Analyse von Mischungsvorgängen in Vorflutern. Zu den Zielen von CORMIX gehört die Vorhersage von Konzentrationen bzw. Temperaturen sowie von Mischzonen für Schadstoffeinleitungen in geschichtete und ungeschichtete Gewässer, aber auch Hilfestellung für die Optimierung des Einleitungsbauwerkes. CORMIX umfasst 3 Hauptmodule: COPMIX 1 behandelt Einzeleinleitungen unter Druck, CORMIX 2 simuliert mehrdüsige Diffusoreinleitungen unter Druck und CORMIX 3 bezieht sich auf Oberflächeneinleitungen mittels eines Zuflusskanals mit freier Oberfläche. Die Analyse der Daten des Monitoringprogrammes ließ folgende Schlussfolgerungen zu: Die Funktionalität der Diffusoreinleitung ist in hohem Maße gegeben und stellt sicher, dass die angestrebte Obergrenze der betriebsbedingten Temperaturerhöhung von 1,5 Grad C beim Umgehungsbach auch unter ungünstigen Bedingungen nicht überschritten wird. Einzelne der durch die Messungen erfassten Szenarien konnten mit zugehörigen Simulationsergebnissen aus dem Expertensystem CORMIX verglichen werden.
Der Kühlwasserdiffusor Donaustadt: Evaluierung anhand des thermischen Monitoringprogramms
Schmid, Bernhard H. (author)
Wasser und Abfall ; 8 ; 37-41
2006
5 Seiten, 5 Bilder, 5 Quellen
Article (Journal)
German
Wasserbau , Kühlwasser , Wasserversorgung , Dampfkraftwerk , Österreich , Diffusor (Strömung) , Stauanlage , Überwachung , Überwachungsprogramm , Expertensystem , Evaluierung , konstruktiver Aufbau , Bauwerk , Datenauswertung , thermisches Kraftwerk , Strömungssimulationsprogramm , Ausbreitung , Hydrologie
TIBKAT | 2023
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