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Gasausbruchsverhütung auf dem Bergwerk Ibbenbüren - Erfahrungen und Entwicklungen
In der Ibbenbürener Lagerstätte wird in Teufen zwischen 1000 und 1500 m Anthrazitkohle abgebaut. Es besteht, aufgrund des hohen desorbierbaren Gasinhaltes der gebauten Flöze von ca. 20 m3 CH4 (Methan)/t Kohle, die Gefahr von Gas/Kohlen-Ausbrüchen. Außerdem besteht in Nähe des Ausbruchsortes für die dort beschäftigten Personen die Gefahr des Sauerstoffmangels und des Verschüttens. Darüber hinaus stellt auch die freigesetzte Gasmenge als explosionsfähiges Gasgemisch eine erhebliche Gefahr dar. Für die Früherkennung und Beseitigung von Gasausbrüchen existieren folgende Vorgehensweisen: laufende Kontrolle tektonischer Störungen, Schutzflözabbau, Erkundungsbohrungen sowie Entspannungsbohrungen in Streckenvortieben und in Strebbetrieben. Neben den Ergebnissen der Erkundungs- und Entspannungsbohrungen gibt auch die Sprengspitzenüberwachung in den Streckenvortrieben Hinweise auf eine mögliche Gasausbruchsgefahr. Darüber hinaus werden in den Vortrieben und im Abbau Gasinhaltsbestimmungen durchgeführt. Für die lückenlose Überwachung der Ausgasung wurde ein hoher Stand in der CH4-Messtechnik geschaffen. Erhebliche Fortschritte wurden in der Ausgasungsüberwachung auch durch den Einsatz eines Prozessrechner erreicht. Insgesamt sind zahlreiche Schutzmaßnahmen im Laufe der langjährigen Erfahrungen in den Betrieben integriert und fester Bestandteil bergmännischer Tätigkeiten geworden. Dazu gehört auch, dass die Streckenvortriebe ausschließlich konventionell (Bohr- und Sprengarbeit) aufgefahren werden, in Streben nur gehobelt und die komplette Transportarbeit nur mit batteriebetriebenen (vor Ort druckluftbetriebenen) Einschienenhängebahnen durchgeführt werden darf.
Gasausbruchsverhütung auf dem Bergwerk Ibbenbüren - Erfahrungen und Entwicklungen
In der Ibbenbürener Lagerstätte wird in Teufen zwischen 1000 und 1500 m Anthrazitkohle abgebaut. Es besteht, aufgrund des hohen desorbierbaren Gasinhaltes der gebauten Flöze von ca. 20 m3 CH4 (Methan)/t Kohle, die Gefahr von Gas/Kohlen-Ausbrüchen. Außerdem besteht in Nähe des Ausbruchsortes für die dort beschäftigten Personen die Gefahr des Sauerstoffmangels und des Verschüttens. Darüber hinaus stellt auch die freigesetzte Gasmenge als explosionsfähiges Gasgemisch eine erhebliche Gefahr dar. Für die Früherkennung und Beseitigung von Gasausbrüchen existieren folgende Vorgehensweisen: laufende Kontrolle tektonischer Störungen, Schutzflözabbau, Erkundungsbohrungen sowie Entspannungsbohrungen in Streckenvortieben und in Strebbetrieben. Neben den Ergebnissen der Erkundungs- und Entspannungsbohrungen gibt auch die Sprengspitzenüberwachung in den Streckenvortrieben Hinweise auf eine mögliche Gasausbruchsgefahr. Darüber hinaus werden in den Vortrieben und im Abbau Gasinhaltsbestimmungen durchgeführt. Für die lückenlose Überwachung der Ausgasung wurde ein hoher Stand in der CH4-Messtechnik geschaffen. Erhebliche Fortschritte wurden in der Ausgasungsüberwachung auch durch den Einsatz eines Prozessrechner erreicht. Insgesamt sind zahlreiche Schutzmaßnahmen im Laufe der langjährigen Erfahrungen in den Betrieben integriert und fester Bestandteil bergmännischer Tätigkeiten geworden. Dazu gehört auch, dass die Streckenvortriebe ausschließlich konventionell (Bohr- und Sprengarbeit) aufgefahren werden, in Streben nur gehobelt und die komplette Transportarbeit nur mit batteriebetriebenen (vor Ort druckluftbetriebenen) Einschienenhängebahnen durchgeführt werden darf.
Gasausbruchsverhütung auf dem Bergwerk Ibbenbüren - Erfahrungen und Entwicklungen
Dicke, Christian (author)
Bergbau ; 59 ; 57-62
2008
6 Seiten, 15 Bilder
Article (Journal)
German