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Schneller Materialfluss beim Beschichten und Trocknen schwerer Bauteile. Hängelaufbahn
Die Liebherr-Hydraulibagger GmbH, Kirchdorf, beschäftigt etwa 1600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Werk Kirchdorf werden derzeit Bagger bis 77 t gefertigt. Liebherrs bisherige Hänge-Beschichtungsanlage war lediglich auf Lasten bis 4 t ausgelegt, schwere Teile wurden manuell transportiert. Für sie stand nur Bodenfördertechnik zur Verfügung, was die Lackierung erschwert. Im Zug einer Umstrukturierung der Produktion sollten deshalb der Beschichtungsprozeß auch für schwere Teile automatisiert und die Lackierung auf umweltfreundliche, wasserlösliche 2-K-Hydrolacke umgestellt werden. Die Herausforderung bestand zudem darin, eine Anlage zu entwickeln, die aus Gründen des Explosionsschutzes in den Lackierstationen ohne elektrischen Einzelantrieb der Transporteinheiten auskommen sollte. Die entwickelten Transporteinheiten bestehen aus einem Gehänge, an dem die Werkstücke je nach Größe und Gewicht einzeln oder zu mehreren eingehängt werden. Die Gehänge fahren auf einer deckengeführten Laufschiene durch die gesamte Anlage, an der in regelmäßigen Abständen stationäre Reibradantriebe installiert sind, die für den nötigen Vorschub sorgen. Drei Verteilmanipulatoren an zentralen Punkten, jeder mit einer Spannweite von 15,5 m und einem Gewicht von 14 t, übernehmen die Transporteinheiten und fahren sie zu den vorgesehenen Grundier-, Lackier-, Abdunst- und Trockenkabinen. Das Be- und Entladen übernimmt ein vierter Manipulator mit einer Spannweite von 16 m und einer Höhe von 10,5 m. Dieser ist als selbstfahrende Halbportallösung konzipiert, so daß keine störende aufgeständerte Laufbahn den Aktionsradius bei der Anlieferung der bis zu 12,5 m langen, 4,5 m hohen und 2,8 m breiten Teile einschränkt. Zwei Kabinen dienen zum Grundieren und Decklackieren der Baggerteile. Moderne Filteranlagen sorgen für das Absaugen und die Reinigung der Luft. Die Trockner arbeiten mit 90% Umluft und lediglich 10% Frischluft. Durch einen Wärmetauscher in der Abdunstanlage wird die frische Luft außerdem vorgewärmt und wertvolle Energie zurückgeführt. Fertig getrocknet fahren die Gehänge auf die Rücklaufstraße, an deren Ende die Werkstücke abgenommen und in die Endmontage überführt werden.
Schneller Materialfluss beim Beschichten und Trocknen schwerer Bauteile. Hängelaufbahn
Die Liebherr-Hydraulibagger GmbH, Kirchdorf, beschäftigt etwa 1600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Werk Kirchdorf werden derzeit Bagger bis 77 t gefertigt. Liebherrs bisherige Hänge-Beschichtungsanlage war lediglich auf Lasten bis 4 t ausgelegt, schwere Teile wurden manuell transportiert. Für sie stand nur Bodenfördertechnik zur Verfügung, was die Lackierung erschwert. Im Zug einer Umstrukturierung der Produktion sollten deshalb der Beschichtungsprozeß auch für schwere Teile automatisiert und die Lackierung auf umweltfreundliche, wasserlösliche 2-K-Hydrolacke umgestellt werden. Die Herausforderung bestand zudem darin, eine Anlage zu entwickeln, die aus Gründen des Explosionsschutzes in den Lackierstationen ohne elektrischen Einzelantrieb der Transporteinheiten auskommen sollte. Die entwickelten Transporteinheiten bestehen aus einem Gehänge, an dem die Werkstücke je nach Größe und Gewicht einzeln oder zu mehreren eingehängt werden. Die Gehänge fahren auf einer deckengeführten Laufschiene durch die gesamte Anlage, an der in regelmäßigen Abständen stationäre Reibradantriebe installiert sind, die für den nötigen Vorschub sorgen. Drei Verteilmanipulatoren an zentralen Punkten, jeder mit einer Spannweite von 15,5 m und einem Gewicht von 14 t, übernehmen die Transporteinheiten und fahren sie zu den vorgesehenen Grundier-, Lackier-, Abdunst- und Trockenkabinen. Das Be- und Entladen übernimmt ein vierter Manipulator mit einer Spannweite von 16 m und einer Höhe von 10,5 m. Dieser ist als selbstfahrende Halbportallösung konzipiert, so daß keine störende aufgeständerte Laufbahn den Aktionsradius bei der Anlieferung der bis zu 12,5 m langen, 4,5 m hohen und 2,8 m breiten Teile einschränkt. Zwei Kabinen dienen zum Grundieren und Decklackieren der Baggerteile. Moderne Filteranlagen sorgen für das Absaugen und die Reinigung der Luft. Die Trockner arbeiten mit 90% Umluft und lediglich 10% Frischluft. Durch einen Wärmetauscher in der Abdunstanlage wird die frische Luft außerdem vorgewärmt und wertvolle Energie zurückgeführt. Fertig getrocknet fahren die Gehänge auf die Rücklaufstraße, an deren Ende die Werkstücke abgenommen und in die Endmontage überführt werden.
Schneller Materialfluss beim Beschichten und Trocknen schwerer Bauteile. Hängelaufbahn
Geist, Gerhard (author)
2008
4 Seiten, 5 Bilder
Article (Journal)
German
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