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Sanierung der U-Bahnstation Wien Mitte. Neues Verfahren
In der Überbauung Bahnhof Wien Mitte musste zur Sanierung des U-Bahnbereichs der alte Brandschutz entfernt und durch einen neuen Brandschutzmörtel ersetzt werden. Zudem wurde mittels Korrosionsschutz und Instandsetzungsmörtel die Armierung vor weiterem Rosten geschützt. Trotz der hohen Anforderungen konnte die Schichtdicke des neuen Brandschutzmörtels auf 25 mm beschränkt werden. Der geforderte Brandwiderstand war REI 180 gemäß EN 13501. Um die Eignung des Brandschutzmörtels (einen Stalbeton, der mit Kunststoff-Fasern versetzt ist) für den Brandschutz zu belegen, wurde vom Versuchsstollen Hagerbach, Schweiz, eine Expertise ausgearbeitet. Dem Beton wurden dazu 2 bis 3 kg/m3 Kunststofffasern beigemengt. Als geeignet erwiesen sich hierbei 6 mm lange und etwa 15 bis 30 Mikrometer dicke Fasern. Die Fasern schmelzen bei 165 Grad C. Dadurch werden Expansionsräume und Kanäle frei, über die der Dampf aus dem Beton entweichen kann. So kann der Druck, den der Dampf verursacht, unter der kritischen Zugfestigkeit des Betons gehalten werden. Das Polypropylen verkohlt zu reinem Kohlenstoff und bildet somit keine giftigen Gase. Der Beton platzt zwar nicht ab, wird aber sehr hohen Temperaturen ausgesetzt. Das bedingt später eine tiefgreifende Sanierung von solchen Beton. Eine einfache und schnelle Lösung bietet hierbei ein Brandschutzmörtel. Diese Art von Mörtel wird auf die zu schützenden Materialien aufgespritzt. Im Gegensatz zu einer Auskleidung mit Brandschutzplatten kann der Brandschutz mit Mörtel fugenfrei gestaltet werden. Durch die extrem hohe Hitzedämmung des Brandschutzmörtels kann die Schichtdicke sehr klein gehalten werden und mittels Mörtelmaschinen (Schneckenpumpen) im Dichtstrom-Verfahren appliziert werden.
Sanierung der U-Bahnstation Wien Mitte. Neues Verfahren
In der Überbauung Bahnhof Wien Mitte musste zur Sanierung des U-Bahnbereichs der alte Brandschutz entfernt und durch einen neuen Brandschutzmörtel ersetzt werden. Zudem wurde mittels Korrosionsschutz und Instandsetzungsmörtel die Armierung vor weiterem Rosten geschützt. Trotz der hohen Anforderungen konnte die Schichtdicke des neuen Brandschutzmörtels auf 25 mm beschränkt werden. Der geforderte Brandwiderstand war REI 180 gemäß EN 13501. Um die Eignung des Brandschutzmörtels (einen Stalbeton, der mit Kunststoff-Fasern versetzt ist) für den Brandschutz zu belegen, wurde vom Versuchsstollen Hagerbach, Schweiz, eine Expertise ausgearbeitet. Dem Beton wurden dazu 2 bis 3 kg/m3 Kunststofffasern beigemengt. Als geeignet erwiesen sich hierbei 6 mm lange und etwa 15 bis 30 Mikrometer dicke Fasern. Die Fasern schmelzen bei 165 Grad C. Dadurch werden Expansionsräume und Kanäle frei, über die der Dampf aus dem Beton entweichen kann. So kann der Druck, den der Dampf verursacht, unter der kritischen Zugfestigkeit des Betons gehalten werden. Das Polypropylen verkohlt zu reinem Kohlenstoff und bildet somit keine giftigen Gase. Der Beton platzt zwar nicht ab, wird aber sehr hohen Temperaturen ausgesetzt. Das bedingt später eine tiefgreifende Sanierung von solchen Beton. Eine einfache und schnelle Lösung bietet hierbei ein Brandschutzmörtel. Diese Art von Mörtel wird auf die zu schützenden Materialien aufgespritzt. Im Gegensatz zu einer Auskleidung mit Brandschutzplatten kann der Brandschutz mit Mörtel fugenfrei gestaltet werden. Durch die extrem hohe Hitzedämmung des Brandschutzmörtels kann die Schichtdicke sehr klein gehalten werden und mittels Mörtelmaschinen (Schneckenpumpen) im Dichtstrom-Verfahren appliziert werden.
Sanierung der U-Bahnstation Wien Mitte. Neues Verfahren
Jahn, Markus (author)
Felsbau magazin ; 18-24
2009
7 Seiten, 10 Bilder, 1 Tabelle, 6 Quellen
Article (Journal)
German