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Am 3. März 2009 stürzte an der Kölner Severinsstraße das Stadtarchiv ein. Zur Bergung der unter dem Grundwasserspiegel verschütteten Archivgüter war eine Bergungsbaugrube zu errichten. Dabei waren unterschiedliche Interaktionen der Bergungsbaugrube mit dem angrenzenden Gleiswechselbauwerk der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB), ein teilweise mehr als 40 m tiefer Schlitzwandkasten sowie die anstehenden gestörten Baugrundverhältnisse zu berücksichtigen. Die Geometrie bzw. Größe der Bergungsbaugrube beläuft sich dabei auf ein ca. 17,70 x 25,50 m großes Rechteck. Die Ausführung erfolgt als überschnittene Bohrpfahlwand im Durchmesser d = 120 cm und einer Tiefe von 29,50 m. Die Aussteifung der Baugrube wurde als umlaufender Stahlbetonbalken mit 3 horizontal vorgespannten Stahlsteifen konzipiert. Zum Abtrag der Horizontallasten aus den Steifen wurden im östlichen Teil der Verbauwand 24 Mikropfähle als Druckpfähle dimensioniert, im Norden der Verbauwand 6 temporäre Litzenzuganker. Der Bodenaufbau, bezogen auf die Pfahlherstellebene von 40 m NN, besteht in den oberen ca. 25 m aus Auffüllmaterialien, Trümmerschutt sowie den infolge der Erdbewegung teilweise gestörten bzw. gewachsenen Kiessanden des Quartärs. Der Grundwasserspiegel liegt bei ca. 38 m NN. Der Beginn des Unterwasseraushubes bis auf eine Tiefe von 12 m unter GOK (Geländeoberkante) mithilfe eines 50 t-Seilbaggers zur schonenden Bergung der letzten Archivalien ist für Anfang Oktober 2010 geplant.
Am 3. März 2009 stürzte an der Kölner Severinsstraße das Stadtarchiv ein. Zur Bergung der unter dem Grundwasserspiegel verschütteten Archivgüter war eine Bergungsbaugrube zu errichten. Dabei waren unterschiedliche Interaktionen der Bergungsbaugrube mit dem angrenzenden Gleiswechselbauwerk der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB), ein teilweise mehr als 40 m tiefer Schlitzwandkasten sowie die anstehenden gestörten Baugrundverhältnisse zu berücksichtigen. Die Geometrie bzw. Größe der Bergungsbaugrube beläuft sich dabei auf ein ca. 17,70 x 25,50 m großes Rechteck. Die Ausführung erfolgt als überschnittene Bohrpfahlwand im Durchmesser d = 120 cm und einer Tiefe von 29,50 m. Die Aussteifung der Baugrube wurde als umlaufender Stahlbetonbalken mit 3 horizontal vorgespannten Stahlsteifen konzipiert. Zum Abtrag der Horizontallasten aus den Steifen wurden im östlichen Teil der Verbauwand 24 Mikropfähle als Druckpfähle dimensioniert, im Norden der Verbauwand 6 temporäre Litzenzuganker. Der Bodenaufbau, bezogen auf die Pfahlherstellebene von 40 m NN, besteht in den oberen ca. 25 m aus Auffüllmaterialien, Trümmerschutt sowie den infolge der Erdbewegung teilweise gestörten bzw. gewachsenen Kiessanden des Quartärs. Der Grundwasserspiegel liegt bei ca. 38 m NN. Der Beginn des Unterwasseraushubes bis auf eine Tiefe von 12 m unter GOK (Geländeoberkante) mithilfe eines 50 t-Seilbaggers zur schonenden Bergung der letzten Archivalien ist für Anfang Oktober 2010 geplant.
Bergungsbaugrube Stadtarchiv Köln
Zöller, Karsten (author)
bbr - Fachmagazin für Brunnen- und Leitungsbau ; 61 ; 32-35
2010
4 Seiten, 6 Bilder
Article (Journal)
German
Tiefbau , Baustelle , Baustellenarbeit , Erdbau , Bauwerk , Grundwasser , Bauausführung
Technik Bergungsbaugrube Stadtarchiv Köln
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