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Übertragbarkeit der Ergebnisse verschiedener Auslaugverfahren auf bestehende Bewertungsmaßstäbe - Teil 2
Schadstoffhaltige Böden/Baustoffe, die zur Reduzierung der Eluierbarkeit umweltrelevanter Inhaltsstoffe mit Bindemittel behandelt wurden, müssen im Ausgangszustand sowie im behandelten Zustand untersucht werden. Hierfür bietet sich das Trogvernfahren an, mit dem sowohl ungebundene als auch verfestigte Materialien untersucht werden können. Der erste Teil des Forschungsprojektes (FE 06.085/2007/BGB, Heft 1051 der Schriftenreihe "Forschung Straßenbau und Straßenverkehrstechnik") hat gezeigt, dass die Ergebnisse des Trogverfahrens in der gleichen Größenordnung liegen wie die des S4-Verfahrens, für das es einen langjährigen Bewertungshintergrund gibt. Im Rahmen einer Bundesverordnung, die derzeit für die Verwertung von Abfällen und Gesteinskörnungen erarbeitet wird, sind allerdings andere Ausiiaugverfahren im Gespräch. Es handelt sich um reinen Säulenkurztest sowie ein Schüttelverfahren, die nicht mehr, wie das S4- und das Trogverfahren, mit einem W/F-Verhältnis von 10:1, sondern mit 2:1 arbeiten. Daher wurden die gleichen Materialien wie im ersten Teil des Forschungsprojektes (schwermetallbelasteter Boden, RC-Material und HMV-Asche) nach diesen beiden Verfahren sowie nach einem ausführlichen Säulenversuch mit W/F 4:1 ausgelaugt. Die statistische Auswertung der Daten zeigt, dass das Schüttelverfahren im Vergleich zu den Säulenverfahren über alle Parameter und Materialien hinweg geringfügig höhere Reproduzierbarkeiten aufweist. Die Ergebnisse des Schüttelverfahrens liegen aber in der gleichen Größenordnung wie diejenigen des Säulenkurztests. Dagegen unterscheiden sich die Ergebnisse der Verfahren mit W/F 2:1 z. T. deutlich von denen mit W/F 10:1. Tendenziell werden bei Verfahren mit größeren W/F-Verhältnissen niedrigere Konzentrationen, aber höhere Frachten ermittelt. Der Einfluss der Zementbehandlung wirkt sich unterschiedlich auf die drei Materialien aus. Wie schon im ersten Teil des Forschungsprojektes festgestellt, wurde auch hier z. T. eine verstärkte Freisetzung einiger Schadstoffe nach der Behandlung und dem Wiederaufbrechen der Probekörper im Vergleich zu den Originalproben beobachtet.
Soils or building materials containing harmful substances, which were treated with binding agents for the reduction of the leachability of environmentally relevant constituents, must be investigated both in the initial state and in the treated condition. For this purpose, the tank procedure is suitable, as it allows the investigation of both unbound and bound materials. The first part of the research project (FE 06.085/2007/BGB, Volume 1051 of the series "Forschung Straßenbau und Straßenverkehrstechnik") has shown that the results of the tank test are of the same magnitude as those of the S4 test, for which a long-standing evaluation background exists. Within the scope of a German Federal Decree, which is currently being developed for the use of mineral waste materials and by-products, other leaching procedures, however, are being discussed. It involves a short term percolation test as well as a batch test, which, in contrast to the S4 and the tank test, no longer work with an L/S ratio of 10:1, but rather with 2:1. Therefore the same materials as in the first part of the research project (soil contaminated with heavy metals, recycled material and municipal waste incineration ash) were leached with these two procedures as well as with an extensive percolation test operating with L/S 4:1. The statistic evaluation of the data shows that the batch test exhibits a slightly higher reproducibility compared to the percolation tests across all parameters and materials. The results of the batch test are however of the same magnitude as those of the short term column test. In contrast, the results of the tests with L/S 2:1 clearly differ from those with L/S 10:1. The tendency is that lower concentrations but higher loads are determined during tests with greater L/S ratios.
Übertragbarkeit der Ergebnisse verschiedener Auslaugverfahren auf bestehende Bewertungsmaßstäbe - Teil 2
Schadstoffhaltige Böden/Baustoffe, die zur Reduzierung der Eluierbarkeit umweltrelevanter Inhaltsstoffe mit Bindemittel behandelt wurden, müssen im Ausgangszustand sowie im behandelten Zustand untersucht werden. Hierfür bietet sich das Trogvernfahren an, mit dem sowohl ungebundene als auch verfestigte Materialien untersucht werden können. Der erste Teil des Forschungsprojektes (FE 06.085/2007/BGB, Heft 1051 der Schriftenreihe "Forschung Straßenbau und Straßenverkehrstechnik") hat gezeigt, dass die Ergebnisse des Trogverfahrens in der gleichen Größenordnung liegen wie die des S4-Verfahrens, für das es einen langjährigen Bewertungshintergrund gibt. Im Rahmen einer Bundesverordnung, die derzeit für die Verwertung von Abfällen und Gesteinskörnungen erarbeitet wird, sind allerdings andere Ausiiaugverfahren im Gespräch. Es handelt sich um reinen Säulenkurztest sowie ein Schüttelverfahren, die nicht mehr, wie das S4- und das Trogverfahren, mit einem W/F-Verhältnis von 10:1, sondern mit 2:1 arbeiten. Daher wurden die gleichen Materialien wie im ersten Teil des Forschungsprojektes (schwermetallbelasteter Boden, RC-Material und HMV-Asche) nach diesen beiden Verfahren sowie nach einem ausführlichen Säulenversuch mit W/F 4:1 ausgelaugt. Die statistische Auswertung der Daten zeigt, dass das Schüttelverfahren im Vergleich zu den Säulenverfahren über alle Parameter und Materialien hinweg geringfügig höhere Reproduzierbarkeiten aufweist. Die Ergebnisse des Schüttelverfahrens liegen aber in der gleichen Größenordnung wie diejenigen des Säulenkurztests. Dagegen unterscheiden sich die Ergebnisse der Verfahren mit W/F 2:1 z. T. deutlich von denen mit W/F 10:1. Tendenziell werden bei Verfahren mit größeren W/F-Verhältnissen niedrigere Konzentrationen, aber höhere Frachten ermittelt. Der Einfluss der Zementbehandlung wirkt sich unterschiedlich auf die drei Materialien aus. Wie schon im ersten Teil des Forschungsprojektes festgestellt, wurde auch hier z. T. eine verstärkte Freisetzung einiger Schadstoffe nach der Behandlung und dem Wiederaufbrechen der Probekörper im Vergleich zu den Originalproben beobachtet.
Soils or building materials containing harmful substances, which were treated with binding agents for the reduction of the leachability of environmentally relevant constituents, must be investigated both in the initial state and in the treated condition. For this purpose, the tank procedure is suitable, as it allows the investigation of both unbound and bound materials. The first part of the research project (FE 06.085/2007/BGB, Volume 1051 of the series "Forschung Straßenbau und Straßenverkehrstechnik") has shown that the results of the tank test are of the same magnitude as those of the S4 test, for which a long-standing evaluation background exists. Within the scope of a German Federal Decree, which is currently being developed for the use of mineral waste materials and by-products, other leaching procedures, however, are being discussed. It involves a short term percolation test as well as a batch test, which, in contrast to the S4 and the tank test, no longer work with an L/S ratio of 10:1, but rather with 2:1. Therefore the same materials as in the first part of the research project (soil contaminated with heavy metals, recycled material and municipal waste incineration ash) were leached with these two procedures as well as with an extensive percolation test operating with L/S 4:1. The statistic evaluation of the data shows that the batch test exhibits a slightly higher reproducibility compared to the percolation tests across all parameters and materials. The results of the batch test are however of the same magnitude as those of the short term column test. In contrast, the results of the tests with L/S 2:1 clearly differ from those with L/S 10:1. The tendency is that lower concentrations but higher loads are determined during tests with greater L/S ratios.
Übertragbarkeit der Ergebnisse verschiedener Auslaugverfahren auf bestehende Bewertungsmaßstäbe - Teil 2
Investigations of the transferability of the results of various leaching procedures to existing evaluation criteria - part 2
Bialucha, Ruth (author) / Sokol, Anna (author)
2011
92 Seiten, Bilder, Tabellen, 15 Quellen
Report
German