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Zustandsuntersuchung an metallischen Bauteilen in Hallenschwimmbädern - Atmosphärische Belastung und Werkstoffwahl
Deckenabhängungen in Hallenbädern sind sicherheitsrelevante Bauteile. Der Wahl des geeigneten Werkstoffs und der Zustandskontrolle dieser Bauteile müssen - wie die Ereignisse des Deckeneinsturzes im Hallenbad Ilster (CH, 1985) und z. B. in Steenwijk (NL, 2001) zeigten - eine hohe Aufmerksamkeit gewidmet werden. Untersuchungsresultate in korrosionschemischer Hinsicht von metallischen Befestigungselementen in über 200 Hallenbädern in der Schweiz werden vorgestellt. Das Korrosionsverhalten der nicht rostenden Stähle und verzinkter Stähle wird verglichen und unter Berücksichtigung des speziellen Korrosionsklimas in Hallenbädern diskutiert. Am 9. Mai 1985 stürzte im Hallenbad Uster die abgehängte Betondecke in die Schwimmhalle ab. Die betreffende Decke war an Bügeln von 10 mm Durchmesser aus austenitischem Chrom-Nickel-Stahl (Werkstoff-Nr. 1.4301) aufgehängt. Von den insgesamt 207 Bügeln waren 108 gebrochen, davon 94 "spröd" (d. h. mit Sprödbruchanteil) und 14 "zäh". 93 Bügel sind beim Absturz aus der abgehängten Decke ausgerissen, 6 sind beim Einsturz in einem hängen gebliebenen Deckenabschnitt zurückgeblieben. In der letzten Zeit sind der Empa bei Kontrolluntersuchungen neu erstellter Hallenbaddecken Fälle bekannt geworden, bei denen für die Abhängungen wieder hochlegierte Standardstähle, d. h. Chrom-Nickel-Stähle ohne bzw. Chrom-Nickel-Molybdän- Stähle mit 2 bis 3% Molybdän eingesetzt wurden. Es muss angenommen werden, dass das Wissen um das Korrosionsverhalten dieser Stahlsorten nicht allen verantwortlichen Personen bekannt war, über die Jahre verblasst bzw. in der Ausbildung nur in unzureichendem Maße vermittelt wurde.
Zustandsuntersuchung an metallischen Bauteilen in Hallenschwimmbädern - Atmosphärische Belastung und Werkstoffwahl
Deckenabhängungen in Hallenbädern sind sicherheitsrelevante Bauteile. Der Wahl des geeigneten Werkstoffs und der Zustandskontrolle dieser Bauteile müssen - wie die Ereignisse des Deckeneinsturzes im Hallenbad Ilster (CH, 1985) und z. B. in Steenwijk (NL, 2001) zeigten - eine hohe Aufmerksamkeit gewidmet werden. Untersuchungsresultate in korrosionschemischer Hinsicht von metallischen Befestigungselementen in über 200 Hallenbädern in der Schweiz werden vorgestellt. Das Korrosionsverhalten der nicht rostenden Stähle und verzinkter Stähle wird verglichen und unter Berücksichtigung des speziellen Korrosionsklimas in Hallenbädern diskutiert. Am 9. Mai 1985 stürzte im Hallenbad Uster die abgehängte Betondecke in die Schwimmhalle ab. Die betreffende Decke war an Bügeln von 10 mm Durchmesser aus austenitischem Chrom-Nickel-Stahl (Werkstoff-Nr. 1.4301) aufgehängt. Von den insgesamt 207 Bügeln waren 108 gebrochen, davon 94 "spröd" (d. h. mit Sprödbruchanteil) und 14 "zäh". 93 Bügel sind beim Absturz aus der abgehängten Decke ausgerissen, 6 sind beim Einsturz in einem hängen gebliebenen Deckenabschnitt zurückgeblieben. In der letzten Zeit sind der Empa bei Kontrolluntersuchungen neu erstellter Hallenbaddecken Fälle bekannt geworden, bei denen für die Abhängungen wieder hochlegierte Standardstähle, d. h. Chrom-Nickel-Stähle ohne bzw. Chrom-Nickel-Molybdän- Stähle mit 2 bis 3% Molybdän eingesetzt wurden. Es muss angenommen werden, dass das Wissen um das Korrosionsverhalten dieser Stahlsorten nicht allen verantwortlichen Personen bekannt war, über die Jahre verblasst bzw. in der Ausbildung nur in unzureichendem Maße vermittelt wurde.
Zustandsuntersuchung an metallischen Bauteilen in Hallenschwimmbädern - Atmosphärische Belastung und Werkstoffwahl
Faller, Markus (author)
2011
18 Seiten, 4 Bilder, 27 Quellen
Conference paper
German
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