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Die Bruchlasten an Pilzdecken und Flachdecken können nach verschiedenen Methoden berechnet werden. Dies sind die Elastizitätstheorie, die Bruchlinientheorie, die DIN 1045, das Heft 240 des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton und der amerikanische Building Code ACI 318-56. Bisher fehlte ein Vergleich der rechnerischen Tragfähigkeitsvoraussagen mit experimentellen Ergebnissen. Ebenso sollte der Eurocode EC 2, der die plastische Ermittlung der Schnittgrößen zuläßt, in den Vergleich mit einbezogen werden. Dieser experimentelle Vergleich erfolgte nun anhand je einer neunfeldrigen Pilzdecke und Flachdecke unter Vollbelastung und Streifenbelastung. Für Pilzdecken zeigte sich, daß die Bruchlinientheorie und die empirischen Werte des Code ACI 318-56 gut übereinstimmen und kleinere Momentenbeiwerte liefern als Elastizitätstheorie und DIN 1045, eine Erklärung für das erfahrungsgemäß gute Verhalten amerikanischer Pilzdecken. Bei den Flachdecken liefert die Bruchlinientheorie für die Stützmomente der Feldstreifen größere Werte als das Heft 240, dagegen für die Feldmomente der Feldstreifen kleinere und für die Feld- und Stützmomente der Gurtstreifen erheblich kleinere. Die Übereinstimmung mit dem Code ACI 318-56 ist nicht so gut wie bei den Pilzdecken. Die Biegemomente stimmen nur in den Feldern überein, im Feldstreifen sind sie nach der Bruchlinientheorie doppelt so groß und im Gurtstreifen über den Stützen um etwa die Hälfte größer. Damit wird die Bruchlinientheorie als einfaches und sicheres Verfahren bewertet.
Die Bruchlasten an Pilzdecken und Flachdecken können nach verschiedenen Methoden berechnet werden. Dies sind die Elastizitätstheorie, die Bruchlinientheorie, die DIN 1045, das Heft 240 des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton und der amerikanische Building Code ACI 318-56. Bisher fehlte ein Vergleich der rechnerischen Tragfähigkeitsvoraussagen mit experimentellen Ergebnissen. Ebenso sollte der Eurocode EC 2, der die plastische Ermittlung der Schnittgrößen zuläßt, in den Vergleich mit einbezogen werden. Dieser experimentelle Vergleich erfolgte nun anhand je einer neunfeldrigen Pilzdecke und Flachdecke unter Vollbelastung und Streifenbelastung. Für Pilzdecken zeigte sich, daß die Bruchlinientheorie und die empirischen Werte des Code ACI 318-56 gut übereinstimmen und kleinere Momentenbeiwerte liefern als Elastizitätstheorie und DIN 1045, eine Erklärung für das erfahrungsgemäß gute Verhalten amerikanischer Pilzdecken. Bei den Flachdecken liefert die Bruchlinientheorie für die Stützmomente der Feldstreifen größere Werte als das Heft 240, dagegen für die Feldmomente der Feldstreifen kleinere und für die Feld- und Stützmomente der Gurtstreifen erheblich kleinere. Die Übereinstimmung mit dem Code ACI 318-56 ist nicht so gut wie bei den Pilzdecken. Die Biegemomente stimmen nur in den Feldern überein, im Feldstreifen sind sie nach der Bruchlinientheorie doppelt so groß und im Gurtstreifen über den Stützen um etwa die Hälfte größer. Damit wird die Bruchlinientheorie als einfaches und sicheres Verfahren bewertet.
Die Tragfähigkeit von Pilz- und Flachdecken
Ultimate load capacity of mushroom and flat slabs
Herzog, M. (author)
Bautechnik ; 72 ; 516-525
1995
10 Seiten, 11 Bilder, 6 Tabellen, 12 Quellen
Article (Journal)
German
Die Tragfähigkeit von Pilz und Flachdecken
Online Contents | 1995
|Tragfähigkeit von Flachdecken an Rand- und Eckstützen
UB Braunschweig | 1977
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TIBKAT | 1977
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