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In Keltern-Dietlingen (D) wurde ein Niedrigenergie-Solarhaus errichtet, über das die Autorin berichtet. Niedrigenergiehäuser werden gewöhnlich mit besonders hohem Dämmstandard, hoher Dichtigkeit, mit Wärmerückgewinnung und unter strikter Vermeidung von Wärmebrücken errichtet (Passivhaus). Die Autorin stellt hier ein solares Niedrigenergiehaus vor, bei dem durch aktive Maßnahmen der Sonnenenergienutzung der Verbrauch an Zusatzenergie etwa halbiert wurde. Hier werden genutzt: Kollektoren zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, transparente Wärmedämmung (TWD) zur Raumheizung, spezielle mit Jalousien bestückte Fenster zur stufenlosen Steuerung von Lichteinfall und Energieeinfall, sowie Solarzellen zur Stromerzeugung. Das Baugrundstück liegt auf einem steilen Südhang in einer Gegend mit mildem Klima und seltenem Nebel. Das Konzept beruht auf Minimieren der gesamten Gebäudeoberfläche und dabei optimal orientierter Solarapertur des Gebäudes (Wohnhaus mit Architekturbüro). Der Grundriß ist ein nach Süden gerichtetes Kreissegment über 212 Grad mit einer fensterlosen Rückwand zum Steilhang, die oberhalb des Daches die Solarkollektoren und Photovoltaik-Zellen trägt. Die im Halbkreis angeordneten Wohnräume und Aufenthaltsräume sind mit TWD ausgestattet. Das Zentrum des Gebäudes bildet ein kreisrunder Innenhof mit Treppenaufgang und einer Plexiglaskuppel im Dach. Ein Dachüberhang und Jalousien in den Fenstern schützen vor Überhitzung im Sommer. 2/3 des Energeibedarfs werden durch Solarenergie gedeckt. Auch im Dezember gewinnen die TWD-Flächen mehr Energie als verloren geht. Die Fenster sind dreischeibig als Wärmeschutz und Schallschutz (an einer Hauptverkehrsstraße) mit von Hand verstellbaren Jalousien ausgeführt. 15 m2 Kollektorfläche mit Wärmetauscher und 500-Liter-Warmwasserspeicher decken 75 % bis 80 % des jährlichen Warmwasserbedarfs. Die Solarzellen erzeugen 1300 kWh Strom im Parallelbetrieb mit dem Netz. Im Winter arbeitet eine Zusatzheizung mit Wärmerückgewinnung, soweit die Kollektoren nicht ausreichen, mit einem 10 kW Brennwertkessel.
In Keltern-Dietlingen (D) wurde ein Niedrigenergie-Solarhaus errichtet, über das die Autorin berichtet. Niedrigenergiehäuser werden gewöhnlich mit besonders hohem Dämmstandard, hoher Dichtigkeit, mit Wärmerückgewinnung und unter strikter Vermeidung von Wärmebrücken errichtet (Passivhaus). Die Autorin stellt hier ein solares Niedrigenergiehaus vor, bei dem durch aktive Maßnahmen der Sonnenenergienutzung der Verbrauch an Zusatzenergie etwa halbiert wurde. Hier werden genutzt: Kollektoren zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, transparente Wärmedämmung (TWD) zur Raumheizung, spezielle mit Jalousien bestückte Fenster zur stufenlosen Steuerung von Lichteinfall und Energieeinfall, sowie Solarzellen zur Stromerzeugung. Das Baugrundstück liegt auf einem steilen Südhang in einer Gegend mit mildem Klima und seltenem Nebel. Das Konzept beruht auf Minimieren der gesamten Gebäudeoberfläche und dabei optimal orientierter Solarapertur des Gebäudes (Wohnhaus mit Architekturbüro). Der Grundriß ist ein nach Süden gerichtetes Kreissegment über 212 Grad mit einer fensterlosen Rückwand zum Steilhang, die oberhalb des Daches die Solarkollektoren und Photovoltaik-Zellen trägt. Die im Halbkreis angeordneten Wohnräume und Aufenthaltsräume sind mit TWD ausgestattet. Das Zentrum des Gebäudes bildet ein kreisrunder Innenhof mit Treppenaufgang und einer Plexiglaskuppel im Dach. Ein Dachüberhang und Jalousien in den Fenstern schützen vor Überhitzung im Sommer. 2/3 des Energeibedarfs werden durch Solarenergie gedeckt. Auch im Dezember gewinnen die TWD-Flächen mehr Energie als verloren geht. Die Fenster sind dreischeibig als Wärmeschutz und Schallschutz (an einer Hauptverkehrsstraße) mit von Hand verstellbaren Jalousien ausgeführt. 15 m2 Kollektorfläche mit Wärmetauscher und 500-Liter-Warmwasserspeicher decken 75 % bis 80 % des jährlichen Warmwasserbedarfs. Die Solarzellen erzeugen 1300 kWh Strom im Parallelbetrieb mit dem Netz. Im Winter arbeitet eine Zusatzheizung mit Wärmerückgewinnung, soweit die Kollektoren nicht ausreichen, mit einem 10 kW Brennwertkessel.
Niedrigenergiehaus mit aktiver Solartechnik
Abrecht, B. (author)
1997
4 Seiten, 5 Bilder, 1 Tabelle, 1 Quelle
Article (Journal)
German
Wohnraum (Haus) , Wohnungsbau , Haus , Heizen , Heizungsanlage , Warmwassererzeuger , Elektrizitätsversorgung , Sonnenenergie , Sonnenkollektor , Sonnenzelle , Photovoltaik , Wärmedämmung , Wärmespeicher , Schallschutz , Fenster (Gebäudebauteil) , K-Wert , Brennwert , Energieeinsparung , Umweltschutz , Warmwasserspeicher , Jalousie , Niedrigenergiehaus , Brennwertkessel
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