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Filigranes für schwersten Dauerbetrieb. Stahlbaukonstruktion für eine Autobahnbrücke
Der Viadukt von Lully der zukünftigen Autobahn zwischen Murten und Yverdon wurde von der Zwahlen & Mayr SA, Aigle (CH), mit der Hulftegger AG, Stäfa (CH), als Partner und Lieferant für Schweißtechnik als 950 m lange, 27,5 m breite und 4 m hohe Stahlbaukonstruktion nach dem von einem Fachgremium ausgewählten Brückenprojekt von Dipl.-Ing. Dr. Hans G. Dauner (Aigle) realisiert. Die beiden unabhängig gelegten Fahrbahnen werden von insgesamt 90 Stahlbau-Fahrbahnelementen getragen. Die Schenkellänge dieser V-förmigen Fachwerkkonstruktionen mißt rund 3,5 m. Die beiden parallel geführten oberen Längsträger haben einen Abstand von etwa 4 m. Jedes der 90 Elemente ist bis zu 22 m lang und 35 t schwer. Zur Verankerung der beiden im Endausbau in Längs- und Querrichtung vorgespannten, je 13 m breiten Betonfahrbahnen sind auf den beiden oberen Längsträgern pro Element in je drei Reihen rund 900 Bolzen aufgeschweißt (insgesamt 80000 Stück). Im Bereich der Säulen sind die Fahrbahnträger durch 26 Querverbindungselemente miteinander verbunden. Die 48 runden Stahlbetonsäulen mit 1,4 m Durchmesser sind bis zu 12 m hoch und bis zu 20 m tief im Boden verankert. Auf einer CNC-Schneidanlage mit vier Arbeitsachsen wurden die komplexen Sattelschnittgeometrien der eingesetzten Rohre mit 11 mm bis 50 mm Wandstärke geschnitten und angefast. Aufgrund der individuellen Abmessungen mit unterschiedlichen Winkeln und Radien mußten die einzelnen Rohre durch Handschweißen nach dem MSG-Verfahren (Schweißströme bis 250 A) mit Rutilen Filarc-Fülldrähten (Durchmesser 1,2 mm und 1,6 mm) zu einem Trägerelement verschweißt werden. Insgesamt wurden etwa 3600 Knotenpunkte geschweißt und dabei über 20 t des Fülldrahts PZ 6113 verarbeitet. Ein Zink-Phosphatanstrich, zwei Eisenglimmerbehandlungen sowie eine Decklackierung in Violett stellen den langjährigen Korrosionsschutz sicher. Bei der Endmontage wurden die Einzelelemente mit einem Pneukran angehoben. Parallel mit dem Ausbau der Tragkonstruktion erfolgte die Montage der beiden Bewirtschaftungsgehwege auf den unteren Längsträgern. Mit Ultraschall- und Magnetpolprüfungen wurden die Montageschweißungen vor Ort überwacht. Von der Auftragserteilung bis zur Fertigstellung des Grundausbaus im März 1997 wurden etwa vier Jahre benötigt.
Filigranes für schwersten Dauerbetrieb. Stahlbaukonstruktion für eine Autobahnbrücke
Der Viadukt von Lully der zukünftigen Autobahn zwischen Murten und Yverdon wurde von der Zwahlen & Mayr SA, Aigle (CH), mit der Hulftegger AG, Stäfa (CH), als Partner und Lieferant für Schweißtechnik als 950 m lange, 27,5 m breite und 4 m hohe Stahlbaukonstruktion nach dem von einem Fachgremium ausgewählten Brückenprojekt von Dipl.-Ing. Dr. Hans G. Dauner (Aigle) realisiert. Die beiden unabhängig gelegten Fahrbahnen werden von insgesamt 90 Stahlbau-Fahrbahnelementen getragen. Die Schenkellänge dieser V-förmigen Fachwerkkonstruktionen mißt rund 3,5 m. Die beiden parallel geführten oberen Längsträger haben einen Abstand von etwa 4 m. Jedes der 90 Elemente ist bis zu 22 m lang und 35 t schwer. Zur Verankerung der beiden im Endausbau in Längs- und Querrichtung vorgespannten, je 13 m breiten Betonfahrbahnen sind auf den beiden oberen Längsträgern pro Element in je drei Reihen rund 900 Bolzen aufgeschweißt (insgesamt 80000 Stück). Im Bereich der Säulen sind die Fahrbahnträger durch 26 Querverbindungselemente miteinander verbunden. Die 48 runden Stahlbetonsäulen mit 1,4 m Durchmesser sind bis zu 12 m hoch und bis zu 20 m tief im Boden verankert. Auf einer CNC-Schneidanlage mit vier Arbeitsachsen wurden die komplexen Sattelschnittgeometrien der eingesetzten Rohre mit 11 mm bis 50 mm Wandstärke geschnitten und angefast. Aufgrund der individuellen Abmessungen mit unterschiedlichen Winkeln und Radien mußten die einzelnen Rohre durch Handschweißen nach dem MSG-Verfahren (Schweißströme bis 250 A) mit Rutilen Filarc-Fülldrähten (Durchmesser 1,2 mm und 1,6 mm) zu einem Trägerelement verschweißt werden. Insgesamt wurden etwa 3600 Knotenpunkte geschweißt und dabei über 20 t des Fülldrahts PZ 6113 verarbeitet. Ein Zink-Phosphatanstrich, zwei Eisenglimmerbehandlungen sowie eine Decklackierung in Violett stellen den langjährigen Korrosionsschutz sicher. Bei der Endmontage wurden die Einzelelemente mit einem Pneukran angehoben. Parallel mit dem Ausbau der Tragkonstruktion erfolgte die Montage der beiden Bewirtschaftungsgehwege auf den unteren Längsträgern. Mit Ultraschall- und Magnetpolprüfungen wurden die Montageschweißungen vor Ort überwacht. Von der Auftragserteilung bis zur Fertigstellung des Grundausbaus im März 1997 wurden etwa vier Jahre benötigt.
Filigranes für schwersten Dauerbetrieb. Stahlbaukonstruktion für eine Autobahnbrücke
Schaffers, C. (author)
Schweizer Maschinenmarkt ; 44-46
1997
3 Seiten, 3 Bilder
Article (Journal)
German
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