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Am Beispiel der baulichen Gegebenheiten bei den Erweiterungen des Flughafens Dortmund werden die Anforderungen genutzter erdberührter Geschosse für Tiefgarage und Technikräume an die Bauwerksabdichtung geschildert. Wie Untersuchungen ergeben haben, ist WU-Beton nämlich wasserundurchlässig, aber nicht wasserdicht. Durch kapillaren Feuchtetransport wandert Feuchtigkeit von außen zu Rauminnenseite und verdunstet von dort in den Raum. Daher müssen, in Abhängigkeit von der Nutzung, zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen erfolgen, beispielsweise durch die in Deutschland überwiegend angewandte Bitumendickbeschichtung. Dieses, im Spachtelauftrag sehr wirtschaftlich durchzuführende, Verfahren eignet sich für die Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit, drückendes und nichtdrückendes Wasser. Je nach örtlichen Bedingungen kann die Dickbeschichtung ein- oder zweikomponentig erfolgen. Für die richtige Zuordnung ist eine Bestimmung des jeweiligen Lastfalles (Feuchte, drückendes oder nichtdrückendes Wasser) erforderlich. Hilfe findet der Planer bei der 1997 erschienenen 'Richtlinie für die Planung und Ausführung von Abdichtungen erdberührter Bauteile mit kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen', in der Anwendungsgebiete und Wasserbelastungen für die Lastfalldefinition festgehalten sind, aber auch Erläuterungen zur Untergrundvorbereitung, Verarbeitungshinweise und Kontrollvorgaben zu finden sind. Da Bitumenbahnen auf vertikalen Flächen schwer aufzubringen sind, bietet die Dickbeschichtung vor allem dort erhebliche Vorteile. Zudem ist sie auch auf feuchtem Untergrund aufzubringen, überbrückt Risse, benötigt keinen Putzgrund, ist schnell regenfest, geht einen vollflächigen Verbund mit dem Untergrund ein (keine Wasserhinterläufigkeit) und bietet eine fugenlose Abdichtung. In Dortmund wurde eine lösungsmittelfreie Zweikomponenten-Dichtmasse namens Superflex 10 aufgebracht, die ab 3 mm Stärke für nichtdrückendes Wasser, in 4 mm Dicke auch für drückendes Wasser geeignet ist. Ein Voranstrich mit der alkalienbeständigen Bitumenemulsion Eurolan sorgte für Staubbindung und gleichmäßige Saugkraft des Untergrundes.
Am Beispiel der baulichen Gegebenheiten bei den Erweiterungen des Flughafens Dortmund werden die Anforderungen genutzter erdberührter Geschosse für Tiefgarage und Technikräume an die Bauwerksabdichtung geschildert. Wie Untersuchungen ergeben haben, ist WU-Beton nämlich wasserundurchlässig, aber nicht wasserdicht. Durch kapillaren Feuchtetransport wandert Feuchtigkeit von außen zu Rauminnenseite und verdunstet von dort in den Raum. Daher müssen, in Abhängigkeit von der Nutzung, zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen erfolgen, beispielsweise durch die in Deutschland überwiegend angewandte Bitumendickbeschichtung. Dieses, im Spachtelauftrag sehr wirtschaftlich durchzuführende, Verfahren eignet sich für die Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit, drückendes und nichtdrückendes Wasser. Je nach örtlichen Bedingungen kann die Dickbeschichtung ein- oder zweikomponentig erfolgen. Für die richtige Zuordnung ist eine Bestimmung des jeweiligen Lastfalles (Feuchte, drückendes oder nichtdrückendes Wasser) erforderlich. Hilfe findet der Planer bei der 1997 erschienenen 'Richtlinie für die Planung und Ausführung von Abdichtungen erdberührter Bauteile mit kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen', in der Anwendungsgebiete und Wasserbelastungen für die Lastfalldefinition festgehalten sind, aber auch Erläuterungen zur Untergrundvorbereitung, Verarbeitungshinweise und Kontrollvorgaben zu finden sind. Da Bitumenbahnen auf vertikalen Flächen schwer aufzubringen sind, bietet die Dickbeschichtung vor allem dort erhebliche Vorteile. Zudem ist sie auch auf feuchtem Untergrund aufzubringen, überbrückt Risse, benötigt keinen Putzgrund, ist schnell regenfest, geht einen vollflächigen Verbund mit dem Untergrund ein (keine Wasserhinterläufigkeit) und bietet eine fugenlose Abdichtung. In Dortmund wurde eine lösungsmittelfreie Zweikomponenten-Dichtmasse namens Superflex 10 aufgebracht, die ab 3 mm Stärke für nichtdrückendes Wasser, in 4 mm Dicke auch für drückendes Wasser geeignet ist. Ein Voranstrich mit der alkalienbeständigen Bitumenemulsion Eurolan sorgte für Staubbindung und gleichmäßige Saugkraft des Untergrundes.
Bitumendickbeschichtungen auf wasserundurchlässigem Boden. Bauwerksabdichtung
Kohls, A. (author)
Industriebau ; 45 ; 12-15
1999
4 Seiten, 4 Bilder, 7 Quellen
Article (Journal)
German
Einsatz kunststoffmodifizierter Bitumendickbeschichtungen
IuD Bahn | 1998
|Online Contents | 2008