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Konfliktarmer Bauvertrag im Untertagebau
Bauverträge im Untertagebau sind neben der technischen Herausforderung häufig auch von Konflikten geprägt. Während der Angebots‐ und in der Realisierungsphase entstehen bei allen Beteiligten neue Erkenntnisse und Sichtweisen, die von den einzelnen Parteien unterschiedlich interpretiert werden. Die Realisierungsphase im Untertagebau dauert systembedingt meist sehr lang. Die Einflussfaktoren aus der Geologie, neue Erkenntnissen aus der Ausführungsplanung, Forderungen von Prüfinstanzen, geänderte Regelwerke, erforderliche Umplanungen und auch politische Randbedingungen sind deutlich größer als bei normalen Bauprojekten. Die geschlossenen Verträge regeln aber nur den Status quo zum Zeitpunkt der Beauftragung.
Aus der unterschiedlichen Interpretation solcher Veränderungen ergeben sich mehr oder weniger starke Konflikte in der wünschenswerten und/oder notwendigen Vertragsfortschreibung. Deshalb wirbt der DAUB mit seiner Empfehlung zunächst bei den Vertragserstellern, die Verträge derart aufzustellen, dass für sehr häufig aus der Erfahrung stattfindende Anpassungen der Verträge bereits im Vorfeld Mechanismen und Abrechnungsmodalitäten vorbereitet werden. Meist resultieren die kostentreibenden Auswirkungen in dem Thema Bauzeitverlängerung. Die reinen Aufwendungen für andere oder anders dimensionierte Materialien sind meist schnell geklärt.
Die nun vorliegende Empfehlung trägt aber den Interessen aller Gruppen (Bauherren, Bauunternehmungen, Ingenieurbüros) Rechnung und soll die in jüngster Zeit bei Bauprojekten verstärkt zu beobachtende Entwicklung hin zu neuen Vertragsmodellen und Zusammenarbeitsformen unterstützen. Der DAUB ist der Überzeugung, dass in dieser Veröffentlichung wichtige Grundsätze zur Erstellung eines möglichst konfliktarmen Vertrages in angemessener Weise berücksichtigt wurden, ohne beispielsweise in die hoheitlichen Entscheidungsrechte der Bauherren einzugreifen. In welcher Form die Empfehlung umgesetzt wird, kann und soll aber nicht durch den DAUB vorgegeben werden. Ganz entscheidend für den Erfolg dieser Empfehlung wird sein, dass sich die innere Haltung der Beteiligten weg von einer Parteiensicht (AG, AN, Dienstleister) hin zu partnerschaftlichen Konfliktlösungen im Sinne des gemeinsamen Projektziels entwickelt. Der Geist der Empfehlung kann auch in bereits laufende Projekte integriert werden. Es ist eine Empfehlung entstanden, die ab sofort zu einem besseren Klima auf allen Untertagebaustellen beitragen kann, wenn es die Parteien nur wollen.
Konfliktarmer Bauvertrag im Untertagebau
Bauverträge im Untertagebau sind neben der technischen Herausforderung häufig auch von Konflikten geprägt. Während der Angebots‐ und in der Realisierungsphase entstehen bei allen Beteiligten neue Erkenntnisse und Sichtweisen, die von den einzelnen Parteien unterschiedlich interpretiert werden. Die Realisierungsphase im Untertagebau dauert systembedingt meist sehr lang. Die Einflussfaktoren aus der Geologie, neue Erkenntnissen aus der Ausführungsplanung, Forderungen von Prüfinstanzen, geänderte Regelwerke, erforderliche Umplanungen und auch politische Randbedingungen sind deutlich größer als bei normalen Bauprojekten. Die geschlossenen Verträge regeln aber nur den Status quo zum Zeitpunkt der Beauftragung.
Aus der unterschiedlichen Interpretation solcher Veränderungen ergeben sich mehr oder weniger starke Konflikte in der wünschenswerten und/oder notwendigen Vertragsfortschreibung. Deshalb wirbt der DAUB mit seiner Empfehlung zunächst bei den Vertragserstellern, die Verträge derart aufzustellen, dass für sehr häufig aus der Erfahrung stattfindende Anpassungen der Verträge bereits im Vorfeld Mechanismen und Abrechnungsmodalitäten vorbereitet werden. Meist resultieren die kostentreibenden Auswirkungen in dem Thema Bauzeitverlängerung. Die reinen Aufwendungen für andere oder anders dimensionierte Materialien sind meist schnell geklärt.
Die nun vorliegende Empfehlung trägt aber den Interessen aller Gruppen (Bauherren, Bauunternehmungen, Ingenieurbüros) Rechnung und soll die in jüngster Zeit bei Bauprojekten verstärkt zu beobachtende Entwicklung hin zu neuen Vertragsmodellen und Zusammenarbeitsformen unterstützen. Der DAUB ist der Überzeugung, dass in dieser Veröffentlichung wichtige Grundsätze zur Erstellung eines möglichst konfliktarmen Vertrages in angemessener Weise berücksichtigt wurden, ohne beispielsweise in die hoheitlichen Entscheidungsrechte der Bauherren einzugreifen. In welcher Form die Empfehlung umgesetzt wird, kann und soll aber nicht durch den DAUB vorgegeben werden. Ganz entscheidend für den Erfolg dieser Empfehlung wird sein, dass sich die innere Haltung der Beteiligten weg von einer Parteiensicht (AG, AN, Dienstleister) hin zu partnerschaftlichen Konfliktlösungen im Sinne des gemeinsamen Projektziels entwickelt. Der Geist der Empfehlung kann auch in bereits laufende Projekte integriert werden. Es ist eine Empfehlung entstanden, die ab sofort zu einem besseren Klima auf allen Untertagebaustellen beitragen kann, wenn es die Parteien nur wollen.
Konfliktarmer Bauvertrag im Untertagebau
Laackmann, K. Federführung (author) / Balthaus, H. (author) / Breidenstein, M. (author) / Camós‐Andreu, C. (author) / Franz, S. (author) / Friebel, W.‐D. (author) / Hettler, A. (author) / Maidl, B. (author) / Meissner, M. (author) / Scherer, E. (author)
Taschenbuch für den Tunnelbau 2021 ; 293-312
2020-12-21
20 pages
Article/Chapter (Book)
Electronic Resource
German
TIBKAT | 2002
|Sicherheitsmanagement im Untertagebau
Wiley | 2013
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Wiley | 2008
|TIBKAT | 1987
|Gesundheitsschutz im Untertagebau
Online Contents | 2004